HirnTumor-Forum

Autor Thema: Tumor im Spinalkanal  (Gelesen 22978 mal)

Sannerlie

  • Gast
Tumor im Spinalkanal
« am: 03. Juni 2009, 12:02:32 »
Hallo zusammen,
wir bekamen gestern die traurige Nachricht das mein Freund (21 Jahre) ein 3cm großen Tumor im Spinalkanal sitzen hat.Bereich LWK 3/4. Am Montag ist OP. Meine Frage ist, kennt sich jemand damit aus? Ich weiß das er langsam wächst und gutartig ist aber wie hoch ist die wahrscheinlichkeit das son ding nicht auch im kopf sitzt?
Wir haben ein kleines Baby (6wochen alt) und brauchen den Papa! :'(

lg susanne

fips2

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #1 am: 04. Juni 2009, 19:22:01 »
Hallo Susanne

Die Ärzte werden bestimmt alles tun dem Kleinen den Papa zu erhalten.Sei dir da mal ganz sicher.
Wo wird er denn operiert?

Im Halswirbelbereich ist recht gut an den Tumor ran zu kommen,da dort der Spinalkanal nicht in längeren Bereichen durch den Wirbel führt wie bei Brust oder Lendenwirbeln.
Auch muss nicht durch viel Körpermasse und Organe hindurchgearbeitet werden. Meist erfolgt einen solche OP im Halswirbelbereich von Vorn.Bei Brust und Lendenwirbeln muss sich der Operateur erst durch den Brust oder Bauchraum und die darin befindlichen Organe arbeiten ,oder von hinten um die Wirbelsäule herum.

Klar wird die OP nicht so einfach sein wie ein Tumor im Hirn der oberflächlich sitzt,aber im Großen und Ganzen hört man hier recht gute Ausgänge von Spinaltumoroperationen.
Sehr gut soll in dieser Operationsmethode das Bundeswehrlazarett in Koblenz sein.Zumindest habe ich hier im Forum schon von einigen Patienten gelesen,die dort operiert wurden,mit sehr gutem Erfolg.

Ich drück euch die Daumen, dass alles so verläuft wie ihr es euch erhofft.

Gruß und igB Fips2

« Letzte Änderung: 04. Juni 2009, 22:42:23 von fips2 »

Sannerlie

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #2 am: 06. Juni 2009, 19:27:17 »
In München wird er operiert.Ich habe drauf gedrängt das es der big boss von der neurochirurgie macht und ich weiß das der das schon ganz oft gemacht hat.Im kopf ist glücklicherweise nichts da haben wir gestern nachschauen lassen per MRT...
Ich vertrau einfach auf den doc und hoffe das alles gut geht.
lg

fips2

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #3 am: 06. Juni 2009, 19:31:10 »
Gute Einstellung
ich drück die Daumen.Da geht schon nix schief wenns der Boss schon öfters gemacht hat.

Toitoitoi und meld dich wies ausgegangen ist.

Gruß auch an den Patienten.
Fips2

Sannerlie

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #4 am: 08. Juni 2009, 20:48:03 »
huhu
also OP ist sehr gut verlaufen.die konnten den Tumor komplett entfernen *freu* und die Histologie müssen wir noch abwarten.
Meinem Freund gehts auch soweit gut.Hab schon getestet ob er gefühl in den beinen hat.2 stunden nach op konnte er die beine auch schon wieder anstellen.
bin ja so froh.kann endlich wieder ruhig schlafen
lg susanne :)

fips2

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #5 am: 08. Juni 2009, 22:28:42 »
hallo Sannerli
Mitfreu ;D ;D ;D ;D ;D :D :D

Hab doch gleich gesagt ,dass das schon wird.
Bring blos dem jungen Papa seinen Sohnemann mit an Bett,damit er weis warum er schnell wieder auf die Beine kommt.

Wenn er eine Rerha angeboten bekommt,soll er sie bitte im eigenen Interesse annehmen,auch wenns noch so unnötig erscheint.Zustehen tut JEDEM Tumorpatienten nach der OP eine Reha.Egal wie alt und welcher Tumor.Die Ruhe und Genesungszeit brauch er.Vielleicht könnt ihr während der Zeit in der nähe Urlaub machen, damit ihn sein Heimweh nach Euch nicht so quält.

Gruß und igB Fips2

Sannerlie

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #6 am: 09. Juni 2009, 15:54:20 »
Das baby ist ein Mädchen  ;)
Die kleine hab ich heut schon zu ihm ins bett gelegt...fand sie ganz lustig.
Eine Reha bekommt er nicht nur krankengymnastik hinterher.
Ihm gehts auch schon wieder ganz gut.er kann aufstehen und wasserlassen klppt auch ohne weiteres.ich denk die sache ist jetzt gegessen.Hoffe natürlich das sich nicht nochmal son mist bildet..aber wissen kann mans nicht.leider!
lg

fips2

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #7 am: 09. Juni 2009, 17:06:48 »
Wiso bekommt er keine Reha?
Lies mal hier: http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,2613.0.html

Ausdrucken mitnehmen und den Sozialpädagogen mal an seine Pflichten erinnern.

Die steht ihm gesetzlich zu.Basta.

Gruß Fips2

Sannerlie

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #8 am: 13. Juni 2009, 20:14:10 »
haben jetzt durchgesetzt das mein freund eine reha bekommt zumal sein linkes bein etwas lahmt...
wohin er kommt wissen wir noch nicht aber wichtig ist ja erstmal das er überhaupt eine bekommt.
wird zwar leider stationär d.h. bin mit meinem kind 3 wochen allein aber dafür hab ich danach nen gesunden mann.
histologie ist mittlerweile auch da...es war ein ependymom grad 1
lg susanne

fips2

  • Gast
Re: Tumor im Spinalkanal
« Antwort #9 am: 13. Juni 2009, 21:10:23 »
Herzlichen Glückwunsch zum durchsetzen eurer Rechte.

Wo eine gute Reha-Klinik in eurer Umgebung um München ist kann ich euch nicht sagen.
Ich kenne nur die Klinik "Burg Landshut" in Bernkastel Kues.Das wär dann aber am andren Ende Deutschlands für euch.Auf jeden Fall ist diese Klinik für Hirntumorpatienten und Patienten mit Schlaganfällen sehr zu empfehlen.
Wenn die Beeinträchtigungen durch den Tumor begründet sind,wäre er dort auch an der richtigen Adresse.

Rein orthopädische Klinik würde ich nicht machen,da die Ärzte und Therapeuten dort mit neurologischen Erkrankungen ein Problem haben, weil sie einfach zu wenig Patienten damit haben.
Neurologische Kliniken machen aber auch gymnastische Übungen für die Extremitäten.Sie können auch eher auf die Defizite der neurologischen Erkrankung,sowie orthopädischen und,was auch noch ganz wichtig ist,psychische Probleme eingehen,da sie das täglich haben.
Die Psyche ist ein ganz wichtiger Faktor,auch wenn man es im ersten Augenblick nicht vermutet,oder sogar verneint.Das ist bei fast allen Patienten ganz normal.Man gibt nicht gern zu,das man"was an der Waffel hat",so sagt das immer unser Neuropsychologe.Das stimmt aucht weitestgehend.Man ist ja immer noch Herr seiner Sinne,nicht "ballaballa" und eigentlich ganz normal.

ABER
Die Erfahrung einen Tumor im Körper gehabt zu haben.
Die Angst davor,wie die OP ausgeht.
Die Angst bei der OP selbst.
Was die Zukunft bringt,finanziell,körperlich durch das evtl. zurückkehren des Tumors,die momentanen körperlichen Einschränkungen.
Das muss alles verarbeitet werden,hinterlässt Spuren in der Seele und da haben die Psychotherapeuten einer neurologischen Klinik weit mehr Erfahrungen,als die einer orthopädischen Klinik.

Vielleicht melden sich noch andere Patienten die euch da einen Tip geben können welche Klinik in eurer Umgebung hier kompetent ist.

Und mit dem getrennt sein.---Während der Woche hatt er Therapiestress.Da bring es eh nichts wenn ihr dabei seid.Meist sind die Patienten nach den Anwendungen und Abendessen "tot" und wollen nur noch in die Falle.Wenns nicht zu weit ist,könnt ihr ihm ja mal mit eurer Anwesenheit ein ode 2 Wochenenden versüßen.Im Internet gibt es bestimmt einen günstige Pension in der Nähe.Manche Kliniken sorgen auch notfalls,gegen einen kleine Gebühr,für ein Beistellbett im Zimmer des Patienten.

Weiterhin alles Gute, immer gute Befunde und schnelle Genesung.
Gruß Fips2
« Letzte Änderung: 13. Juni 2009, 21:27:27 von fips2 »

 



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