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Autor Thema: Op gut überstanden - jetzt Probleme mit Reha  (Gelesen 1404 mal)
jankla
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« am: 05. April 2013, 16:23:21 »

Hallo,
meine Mutter hat die Op jetzt gut überstanden und hat bis jetzt auch keine Ausfälle.Sie hat ja ein Falxmeningneom entfernt bekommen.Uns ist nur aufgefallen, dass sie wohl so Wortfindungsstörungen hat. Sie möchte auch gerne in die Reha. Hier im Forum habe ich gelesen, dass einem auch eine Reha zusteht. Jetzt weigert sich der Assistenzarzt diese zu beantragen, weil sie keine Ausfälle hat. Was können wir denn jetzt machen? Er müsste gut begründen können warum diese sein muss.Und dafür gebe es bei ihr keine Gründe. Jetzt ist man froh, dass die op gut gelaufen ist und hat jetzt wiederÄrger und Sorgen. Sie selbst kann sich da nicht durchsetzen.

Vlg, Janine
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fips2
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« Antworten #1 am: 05. April 2013, 17:13:08 »

Hi Jankla
Glückwunsch erst mal zur gut gelungene OP.

Nicht einschüchtern lassen.

Alle Grunde und Argumentationshilfen warum deiner Mutter eine Reha zusteht, findest du hier.
http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,2613.0.html
Daran sollte und müsste sich der Arzt halten.

Alleine schon durch die psychische Belastung einer Tumorerkrankung ist die Reha zwingend notwendig. Der seelische Knax, dass man einer lebensbedrohlichen Tumor Erkrankung unterlegen hat, ist schlimm genug für den Patienten. Notfalls setzt euch mit einem Psychotherapeuten der Klinik in Verbindung, oder verlangt dringend einen Besuch der Mutter von ihm, noch in der Klinik.
Der Sozialdienst der Klinik ist eh für die Sache zuständig und schreibt auch die Begründung der Maßnahme.
Stationsschwester soll bitte den Dienst anfordern. Muss sie machen bei Bitte des Patienten dazu.

Ich würde mir schwer verkneifen können, den widerwilligen Arzt zu fragen, was für ihn oder die Klinik dabei raus springt, wenn er die Maßnahme nicht verordnet. Muss er sie zahlen, oder der Kostenträger?
Man kann´s ja ein bisschen indirekt verpacken.
Zwinkernd
Wenn er eh die Begündung nicht schreiben will, dann soll er wenigstens zur psychischen Genugtuung des Patienten, dies gesagt bekommen. Ärgerlich

Nur am Rande.
Traurig aber wahr.
Es gibt wirklich Kliniken die mit der Nichtnotwendikeit einer Rehamaßnahme, nach der Behandlung bei Ihnen werben. Kann man auf verschiedenen Homepages dieser Kliniken nachlesen. Sie sabotieren damit, in meinen Augen, wissentlich die Rechte der Patienten, für die viele Patientengruppen schwer gekämpft haben. Das ist reine Geschäftspolitik im Sinne der Kliniken und Kostenträger, auf Schultern der Patienten ausgetragen.

Notfalls den behandelnden Neurologen deiner Mutter, oder ihren Hausarzt einschalten.
 Der Nachteil dabei ist aber, dass es  noch seltenst zu einer Anschlussheilbehandlung, die ja maximal 14 Tage nach Entlasstag aus der Klinik angetreten sein muss, kommt, da der Behördenweg darüber länger dauert, als wenn der Sozialdienst der Klinik es direkt veranlasst.
Der Sozialdienst stellt einige Antragsformulare per Fax oder Mail, macht auch direkt mit den Kliniken die Einweisung fertig. Ist mal ne Sache von 2-3 Stunden. Wo ist das Problem?

Nutz mal die Suchfunktion mit Falxmeningeom und Reha.
Da wirst du einige Beispiele finden welche die Reha, bei gleichem Erkrankungsbild und Nachwirkungen, erhalten haben.  Warum sollte sie deiner Mutter nicht ebenfalls zustehen?

Gruß und viel Erfolg
Fips2
« Letzte Änderung: 05. April 2013, 21:19:23 von fips2 » Gespeichert

Berichtet auch im Klinikbewertungsthread über Eure Erfahrungen.

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TinaF
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Danke für dieses Forum!


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« Antworten #2 am: 05. April 2013, 18:43:14 »

Hallo Jankla,

ich freue mich sehr, dass Deine Mutter die OP gut überstanden hat und es ihr auch soweit gut geht. Lang genug hat die Ärmste ja warten müssen.

Zur Reha hat Fips schon alles geschrieben, wenn Deine Mutter sich nicht durchsetzen kann, dann musst Du das für sie machen. Ich war damals nicht auf Reha, heute glaube ich, dass mir eine Reha schon geholfen hätte, gerade wenn ich hier so lese, was die anderen über ihre Reha berichten.

Ich wünsche Deiner Mutter, dass sie sich schnell erholt und evtl. Wortfindungsstörungen vorübergehender Natur sind. Vieles wird bereits kurze Zeit nach der OP wieder besser. Sie soll nur schön langsam machen und auf ihren Körper hören.

LG TinaF
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Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!
KaSy
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sunshine


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« Antworten #3 am: 06. April 2013, 00:44:43 »

Liebe Jankla,

ich habe auch um meine AHB nach OP zweier WHO III – Menigeome und anschließender Strahlenbehandlung kämpfen müssen und konnte sie leider erst drei Monate nach Therapieabschlusss und dann auch nur als Reha antreten.
Ich habe mich sehr mit den Gesetzlichkeiten befassen müssen:

1. Hier ist der Weg zu den "Leitlinien der Deutschen Rentenversicherung für die Rehabilitation … ":

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

Dann gibst Du bei der Suchen – Funktion möglichst vollständig folgendes ein:

Leitlinie zur Rehabilitationsbedürftigkeit bei onkologischen Krankheiten - Lang- und Kurzfassung

Dann müsstest Du eine Möglichkeit zum „Downloaden“ als pdf-Datei erhalten.

Sollte dies nicht gelingen (Ich habe extra jetzt noch mal geprüft, ob das auch so klappt - hat viel Zeit gekostet), dann schreib mir per PN Deine Mail-Adresse, dann schicke ich sie Dir als pdf-Datei.


Hier ist auf Seite 28 unter 5.1.8. enthalten, dass eine Rehabilitation bei Patienten mit Hirntumoren erforderlich ist.
Auf den Seiten 44/45 ist unter 6.4.8. die histologische Einteilung der Hirntumoren in der Tabelle 13 aufgelistet, woraus ersichtlich ist, dass auch Meningeome zu den Hirntumoren gezählt werden.



2  Aus Betanet, der Suchmaschine für Gesundheit und Soziales:
http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Anschlussheilbehandlung-17.html

(Ich habe es hier eingefügt. Die Unterstreichung im letzten Bereich ist von mir.)

Anschlussheilbehandlung
1. Das Wichtigste in Kürze
Die Anschlussheilbehandlung (AHB) ist eine Rehamaßnahme, die im unmittelbaren Anschluss an eine Krankenhausbehandlung oder eine ambulante Operation erfolgt und zur Weiterbehandlung erforderlich ist. Sie muss innerhalb von 14 Tagen nach der Entlassung beginnen, möglichst jedoch direkt im Anschluss an einen Krankenhaus-Aufenthalt. Sie dauert in der Regel 3 bis 4 Wochen, eine Verlängerung ist möglich, wenn Arzt oder Klinik die Verlängerung medizinisch-therapeutisch begründen.
 
2. Voraussetzungen
Die AHB zählt zur Medizinischen Rehabilitation und muss beim jeweiligen Sozialversicherungsträger beantragt werden.
Die Genehmigung hängt von unterschiedlichen Indikationen ab, deshalb muss die Diagnose in der AHB-Indikationsliste des zuständigen Sozialversicherungsträgers enthalten sein.
 
2.1. AHB-Indikationsgruppen
AHB-Indikationsgruppen sind:
Krankheiten des Herzens und des Kreislaufs
Krankheiten der Gefäße
entzündlich-rheumatische Erkrankungen
degenerativ-rheumatische Erkrankungen und Zustand nach Operationen und Unfallfolgen an den Bewegungsorganen
gastroenterologische Erkrankungen und Zustand nach Operationen an den Verdauungsorganen
endokrine Krankheiten
Krankheiten und Zustand nach Operationen an den Atmungsorganen
Krankheiten der Niere und Zustand nach Operationen an Nieren, ableitenden Harnwegen und Prostata
neurologische Krankheiten und Zustand nach Operationen an Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven
onkologische Krankheiten
gynäkologische Krankheiten und Zustand nach Operationen




Macht schnell, so wie fips es geschrieben hat. Am besten über die Stationsschwester oder selbst beim Sozialdienst des Krankenhauses melden, es soll jemand zur Mutti geschickt werden. Sie darf das beantragen und das, was ohnehin vom Arzt im Befund geschrieben wird, genügt (eigentlich) als Begründung. Die Ärzte müssen allerdings noch ein Formular ausfüllen, das sie vom Sozialdienst erhalten.

Übrigens findest Du in  http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de im Unterthema "Rente und Rehabilitation" sogar Antragsformulare für eine AHB.  

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der raschen Genehmigung der AHB und noch viel mehr eine gute Wiederherstellung Deiner Mutti!

Gruß
KaSy



Zitat gekennzeichnet Mod
« Letzte Änderung: 06. April 2013, 17:49:00 von fips2 » Gespeichert

Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!
fips2
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« Antworten #4 am: 06. April 2013, 08:56:16 »

Danke Kasy für die sehr gute Recherche.

Anm.
Zitat
AHB-Indikationsgruppen.......
......neurologische Krankheiten und Zustand nach Operationen an Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven ....

Sie darf das beantragen und das, was ohnehin vom Arzt im Befund geschrieben wird, genügt (eigentlich) als Begründung.

Ich würde aber darauf achten, dass im Entlassbrief vom Arzt keine Mausefalle, in der Richtung: "Ahb nicht notwendig", eingebaut wird. Diese Formulierung darf mE nur von ihm eingesetzt werden, wenn der Patient sich selbst ausdrücklich gegen eine AHB ausgesprochen hat. Entlassbrief sofort bemängeln und ohne diesen Zusatz korrigieren lassen.
Notfalls leitenden Vorgesetzten des Arztes, bei Verweigerung, hinzuziehen.

Die Indikationen des Rentenversicherungsträger sind ja hier mit ,"Operationen am Gehirn", nicht grundlos im Sinne des Patienten so allgemein gefasst, dass die Gewährung in jedem Fallle stattgegeben werden muss/kann.

Ich habe gerade noch mal in deinem Vorstellungsthread zurück gelesen.
Deine Mutter ist 63 Jahre alt und offensichtlich Rentnerin. Ist das richtig?
Wenn ja, dann ist der Rentenversicherungsträger nicht der Kostenträger der AHB/ Reha, sondern die Krankenkasse. Rentenversicherungsträger sind nur für aktive Rentenbeitragszahler zuständig, was diese Richtung betrifft.
Rentenbezieher fallen in die Obhut der KK.
Die Vorgaben zur Rehabilitation sollten aber bei der KK die gleichen sein. Lediglich der Kostenträger ist ein andrer.

Gruß Fips2
« Letzte Änderung: 06. April 2013, 18:10:09 von fips2 » Gespeichert

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jankla
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« Antworten #5 am: 06. April 2013, 20:11:08 »

Vielen Dank für eure Riesenhilfe!!!
Meine Mutter ist noch nicht berentet, arbeitet aber nur auf 450 Eurobasis.
Das mit der pdf Datei kann ich erst morgen oder spätestens Montag probieren, da ich zurzeit nicht zu Hause bin.
Werde mich dann sofort durchwurschteln.
Am Montag werde ich dann den sozialen Dienst aufsuchen und alles ausgedruckt mitnehmen.
Das wird doch irgendwie zu schaffen sein.
Im Zweifelsfall dann doch direkt nach Entlassung über den Hausarzt oder den Neurologen.
Werde aber mein möglichstes versuchen, dass es noch über das Krankenhaus funktioniert.
Ich finde es eine Sauerei, dass ein Arzt einfach auf soetwas besteht..
Habe selbst eine lange Krankheitsgeschichte hinter mir und kenne mittlerweile so einige Marotten der
 Ärzte. Es ist nur traurig, dass jetzt meine Mutter auch Probleme hat.

Vlg, Janine
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« Antworten #6 am: 06. April 2013, 20:51:08 »

450 Euro Basis?
Zahlt sie freiwillig Rentenbeiträge oder der Arbeitgeber?
Ist sie selbst krankenversichert, oder familienversichert über ihren Mann?
Bei Familienversicherung und keiner Rentenbeitragszahlung wäre sie auch nur ein Fall für die KK und nicht für den RV-Träger.
Wäre dumm gelaufen. Sie ist dann blauäugig voll in die 450 Euro Falle gerannt.
Die 400- oder wie es jetzt heist 450 Euro Jober sehen leider nur die Kohle, bedenken aber nicht dabei. dass sie keinerlei Sozialversicherungbeiträge zahlen und damit auch keinerlei Rechte  auf, Krankengeld, Urlaubsgeld und und und.... daraus entstehen.
Das Fatale. Man merkt es erst im Leistungsfalle.

Der Sozialdienst wird den entsprechende Kostenträger schon wissen und dementsprechend den Antrag stellen

Trotzdem. Auf jeden Fall den Antrag stellen.

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jankla
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« Antworten #7 am: 07. April 2013, 10:25:44 »

Der Arbeitgeber zahlt in die Rentenkasse ein. Einen Minibetrag, aber er zahlt ein.
Krankenversichert ist sie über meinen Vater.
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