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Autor Thema: Sohn: Ependymom °III  (Gelesen 12519 mal)

Bär2

  • Gast
Sohn: Ependymom °III
« am: 03. Oktober 2008, 18:19:31 »
Hallo, ich schreibe heute meinen ersten Beitrag, daher etwas länger...
mein Sohn, 20 Jahre ist 06/06 an anaplast. Ependymom Grad III erkrankt, (epil. Anfälle, Lähmungserscheinungen rechtsseitig), es folgte OP, Bestrahlung und Chemo nach HIT 2000. Er hat alles recht gut vertragen, mit den bekannten Nebenwirkungen. Ende der Therapie Juli 07. Er ging dann wieder zur Schule bis im Juni  08 wieder epil. Anfall kam. Es wurde ein Rezidiv an gleicher Stelle per MRT festgestellt. OP im Juli, danach Start der Chemotherapie . Es gibt zwar eine Rezidiv-Studie bei Ependymom, aber man sagte uns diese sei leider nicht wirklich erfolgreich, und man wolle daher eine andere probieren.
Zuerst 2 MTX-Gaben 8g Tag 1 und Tag 8
Danach 6 Zyklen mit Caelyx 20mg Tag 1 und Tag 15 i.v.
Temodal 150mg 7 Tage on, 7 Tage off
Sudent 50 mg täglich, 4 Wochen nehmen, 2 Wochen Pause

Dies war der Plan, nach dem 1. Monat = 1 Zyklus gingen die Blutwerte stark nach unten, starkes Nasenbluten was nicht mehr zu stoppen war.
Dazu hatte er Probleme mit den Weißheitszähnen, der ganze Mundraum war stark entzündet, er konnte nichts mehr essen ohne Schmerzen.
Er lag jetzt 3 Wochen stat. in der Klinik, bekam einige Infusionen Thrombos und Eroz., Antibiotika und sein Blutbild hat sich nur sehr zögerlich gebessert. Wir sind gestern mit 1,2 Leukos und  14 Thrombos nach Hause gefahren, und hoffen das es hier noch aufwärts geht. (alle 2 Tage BB und strenge Schutz vor Infekten mit Feinstaubmaske)
Obwohl Ende  Aug.  nach rechtsseitigen Lähmungen  ein erneutes Tumorwachstum im  MRT festgestellt wurde, wollte mann trotzdem erst 2 Zyklen  Chemo abwarten , um  dann per MRT und PET - Kontrolle zu sehen, ob diese Chemotherapie eine positive Wirkung auf das Tumorwachstum hat.
Diese Termine stehen jetzt nächste Woche an. Wegen der starken Nebenwirkungen der Chemo haben wir jetzt nur einen Zyklus mit dieser starken Mixtur geschafft. Die Dosis soll dann reduziert werden.
Ich weiß nicht ob mein Beitrag hier richtig ist, aber ich habe lange nach einer aussage gesucht, das bei Hirntumor dieses Sutent eingesetzt wird.
Leider kann ich auch sehr wenig über Ependymom finden, speziell Grad III Rezidiv und im  Alter eines jungen Erwachsenen.
Danke für all diese Beiträge, liebe Grüße von Humer   
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2008, 18:48:30 von Ulrich »

Bär2

  • Gast
Re: Sohn: Ependymom °III
« Antwort #1 am: 27. Dezember 2008, 16:02:44 »
nach dem 2. Zyklus hat sich bei der MRT - Kontrolle leider wieder ein Tumorwachstum gezeigt.
Anfang Jan. haben wir einen erneuten OP - Termin, um  danach event. wieder eine neue Möglichkeit für eine andere Behandlung zu bekommen???
Dies ist bereits die 3. OP. Wie oft ist eine OP an der gleichen Stelle möglich?

Danke für die vielen Infos in diesem Forum!!!

Liebe Grüße, Bär 2

fips2

  • Gast
Re: Sohn: Ependymom °III
« Antwort #2 am: 27. Dezember 2008, 19:43:08 »
Hallo Bär2

Ich würde  sagen,dies kann man ganz und gar nicht pauschal beantworten.

Hier spielen zu viele Faktoren eine Rolle.
Klar kann man ein Meningeom das an der äußeren Gehirnregion sitzt bestimmt öfter operieren als eines das in tieferen Regionen sitzt.
Bei einem Glioblastom,(eine äußerst agressive Tumorart), wird die Möglichkeit und Anzahl wohl schon weit geringer sein.
Dann kommt es noch auf den köperlichen und seelischen Zustand des Patienten an.Hier wird wohl die größte Einschränkungspotenz liegen.

Also du siehst,ganz so einfach ist die Frage wohl nicht zu beantworten.

Wenn ihr Vrtrauen zu eurem Neurochirurgen und behandelndem Arzt habt,hört auf deren Rat.Sie werden den Umständen entsprechend die Entscheidungen fällen und euch die entsprechenden Ratschläge oder Behandlungsoptionen nennen.

Ich weis.Im Moment keine befriedigende Antwort.Aber man muss in diesen Fällen ganz nach exzipliter Sachlage urteilen.

Gruß  und möglichst gute Befunde,sowie erfolgreiche Therapie
 Fips2

Offline Bluebird

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Re: Sohn: Ependymom °III
« Antwort #3 am: 28. Dezember 2008, 11:01:59 »
Hallo,

ergänzend zum schon Geschriebenen,  kann man davon ausgehen, dass bei wiederholten OPs an derselben Stelle Gewebe -auch gesundes - verlorengehen könnte. Welche möglichen Folgen in Form von Ausfällen dies verursachen könnte, solltet Ihr mit den behandelnden Ärzten erörtern.

Hoffe, dass alles gut läuft...

Gruß
Bluebird
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