HirnTumor-Forum

Autor Thema: Sehstörungen nach Hirntumor  (Gelesen 26428 mal)

Offline Stawi

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 11
    • Profil anzeigen
Re:Sehstörungen nach Hirntumor
« Antwort #15 am: 16. Januar 2012, 14:56:12 »
Hallo Susanna und auch alle anderen Doppeltseher :D,
Da isse ja wieder....freu.
Bin zur Zeit wieder in der Reha, heute erster Tag. Kenne es schon alles von den letzten Jahren 2011 und 2007 hier und die mich auch.
Die Rechnung vom Optometristen und vom Taxiunternehmen (jede Fahrt 50€), ich darf ja kein Auto fahren, werde ich bei der Steuer einreichen. Werde mich allerdings vorher mal mit einem Juristen, mal sehen wer sich auskennt, zusammen setzen. Es ist wirklich ungerecht, das der Optometrist nicht bezahlt wird. Bei mir hat die Optotistin, der Augenarzt, gesagt, das er / sie mir nicht helfen wird und ich eine Prismenbrille brauche. Das habe ich schriftlich!! Der Augenarzt hatte die Möglichkeit mit einem Sehtraining zu helfen, hat er abgelehnt.
Meinen Augen geht es ganz gut dank des Optometristen, der hat es echt drauf, Kopfschmerzanfälle habe ich noch immer, besonders nachts aber der Schwindel ist auch noch nicht weg. In den letzten Wochen hatte ich so ein schummeriges Gefühl im Kopf, geht langsam weg. Besser sieht es vielleicht mit der Syrings aus, nach den MRT Bildern ist diese von 30mm auf 29,8mm in der Länge und von 8,9mm auf 6mm in der Breite kleiner geworden. Sie ist allerdings etwas abgerutscht.
Zumindest geht es mir "ganz" gut auch wenn ich noch nicht arbeiten kann und darf (ich möchte sooooo gerne), so wie mit dem Autofahren (habe zwar den Schein aber fahren nach Ärzten darf ich nicht).
In 4 Monaten muss ich noch einmal zum Optometristen, Kontrolle, bis dahin habe ich noch einge Aufgaben zum abarbeiten. Jetzt freue ich mich auf die Reha, das letzte mal haben sie mir gut geholfen.
Stimmt meine Angst war und ist mein größter Feind. Ständig frage ich mich was mit mir noch alles passiert und wie das Leben weiter geht, falls ich so nicht mehr arbeiten kann..... schrecklich. Heute bekam ich einen Anruf von einem Kollegen, er wollte etwas wissen und konnte ihm so helfen. Dann fühle ich mich nicht mehr so nutzlos. Ich möchte produktiv sein, etwas tun. Kommt Zeit kommt Rat. Erst Reha dann sehen wir weiter. Und ich bin froh das ich meine bessere Hälfte (Lebensgefährtin), ihre Kinder, meinen besten Freund und einen guten ehemaligen Arbeitskollegen  habe. Was besseres kann mir nicht passieren.
Jetzt wünsche ich erstmal allen eine schöne Woche und einen positiven Blick in die Zukunft auch wenn mir das selbst nicht immer einfach fällt.

Ganz viele liebe Grüße

Rudi (Stawi)


Aufgeben.... gibt es nicht.
Wie meine "Tochter" sagt: Er ist ein Kämpfer.
(sie ist die Tochter meiner Lebensgefährtin)

Offline kavernom

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 8
    • Profil anzeigen
Re:Sehstörungen nach Hirntumor
« Antwort #16 am: 07. März 2012, 13:15:46 »
Hallo mal wieder!

Da gibt es also auch Optometristen, die einem das Blaue vom Himmel erzählen und etwas mit einem machen, das garnicht funktionieren kann!
Dafür bezahlt man nicht nur viel Geld, sondern man bezahlt mit verzögerter Heilung und dem Verlust an Lebensqualität! Ist mir leider widerfahren.

Nach einem Jahr(!) habe ich nun herausgefunden, das es 1(!) Klinik in Deuschland gibt, die eine neurovisuelle REHA (Das ist es was wir brauchen) anbietet und zwar die AHG Wolletzsee.
http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Wolletzsee/index.html

Dort arbeitet auch eine Optikerin/Optometristin die obendrein Dozentin an der FH Berlin ist und einen Optiker Laden in Berlin hat.
http://www.esthergoeltzer.de/

Sie erscheint mir sehr kompetent und obendrein ist sie die Erste, die sich wirklich engagiert für mein Problem.

Ich kann allen hier nur dringend empfehlen, sich an Frau Goeltzer zu wenden! Lieber eine Fahrt nach Berlin machen, als Monatelang garnicht oder falsch behandelt zu werden.

Ich hätte sofort nach der Hirnblutung mit Prismenfolien versorgt werden müssen, erst danach macht ein Visualtraining bei einem grossen Schielwinkel Sinn.
Ich hoffe und bete, dass es noch nicht zu spät ist und die Prismenfolien mir nun helfen, auch ohne diese bald wieder räumlich sehen zu können.

Es grüßt Euch, Susanna

Offline Stawi

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 11
    • Profil anzeigen
Re:Sehstörungen nach Hirntumor
« Antwort #17 am: 07. März 2012, 19:05:40 »
Hallo Zusammen,
Hallo Susanna,
Schön wieder von dir zu lesen. Ich hatte es abgelehnt eine Prismafolie zu nehmen und es hat mir geholfen, auch durch das Augentraining. Meine Optotistin, nicht Optometrist,  wollte kein Augentraining durchführen und nur ein Prisma verschreiben. Etwas anderes würde mir eh nicht helfen.
Mit meinem Optometristen hatte ich wirklich sehr viel Glück. Habe mir die Seite
http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Wolletzsee/Service/Veroeffentlichungen/1_Konzeptbezogene_Literatur/Optometrie.pdf
durchgelesen und der Optometrist hat sich viel Zeit genommen und meine Augen getestet, wie auch auf der Seite beschrieben. Dann hat er sich etwas überlegt und mir eine Woche später mitgeteilt was er vorhat. 10 Sitzungen, alle zwei Wochen, haben wir durchgeführt. Was bedeutet, er hat mir in den Sitzungen gezeigt was ich zuhause machen soll, hat mir verschiedenste Aufgaben gezeigt, die ich dann jeden Tag in den zwei Wochen zwischen den Terminen durchführt habe.
Nachdem ich jetzt wieder fast zwei Wochen aus der Reha zurück bin und das Augentraining nach meinem Optometristen weiterführe, sehe ich besser, viel besser. Wenn ich mit den Augen nach links schaue kommen noch doppelte Bilder zusatande aber das kann ich durch drehen des Kopfes nach links kompensieren. Mein Optometrist kommt aus Dortmund, kann ihn wirklich weiterempfehlen. Er hatte mir sofort gesagt, das er mir nichts versprechen kann und haben erstmal 5 Sitzungen vereinbart, dann wollten wir sehen wie es weitergeht und ob es etwas bringt. Zwischenzeitlich hat er Sehtests gemacht, habe diese mitbekommen und es ist schon interessant zu sehen wie die Augen sich verändern. Auch wenn mich die Sitzungen etwas gekostet haben, sie haben es gebracht.
Doch zur Zeit ist es mir morgens "kotzübel", manchmal muss ich brechen. Keine Ahnung woran das wieder liegt. Bin bei einer Osteopatin und die gab mir den Tip morgens  mal Olivenöl zu trinken (Esslöffel). Auch nehme ich etwas für die Magenflora ein. Was tut man(n) nicht alles.
Vor einer Woche bekam ich auch eine neue Brille (neue Gläser), kann inzwischen auch wieder eine Brille tragen. Da hatte sich ebenfalls einiges geändert.
Zur Zeit habe ich ein schummeriges Gefühl im Kopf, wie besoffen, lt. MRT ist alles OK (habe einen Verdacht), mir ist übel, habe Kopfschmerzen und etwas doppeltsehen (s.o). Wäre diese Übelkeit nicht würde ich mich besser fühlen.

Wünsche erstmal allen eine schöne Woche

Liebe Grüße
Stawi

Aufgeben.... gibt es nicht.
Wie meine "Tochter" sagt: Er ist ein Kämpfer.
(sie ist die Tochter meiner Lebensgefährtin)

 



SMF 2.0.19 | SMF © 2022, Simple Machines
Hirntumor Forum © 1996-2022 hirntumor.de
Impressum | Datenschutzerklärung