HirnTumor-Forum

Autor Thema: Laif 600  (Gelesen 66641 mal)

Indara

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Re:Laif 600
« Antwort #15 am: 31. Januar 2007, 22:40:00 »
hallo Doro,

Also ich habe bisher wirklich nur die allerbesten Erfahrungen mit Professor Vogel und seiner Sekretärin gemacht!
Ich glaube nicht, daß es darauf ankommt, ob Du schon mal da warst, denn Professor Vogel führt ja keine Praxis in dem Sinne und führt auch alle Patientengespräche, ohne dafür bezahlt zu werden! (Das finde ich so super, weil er auch noch so fleißig ist, daß ich allen immer erzähle, wie toll ich seinen Einsatz finde.)

Aber wie auch immer, hier ist der Text, den ich meine und den ich auch gleich in die Mailingliste stellen werde.


Ich zitiere mal den Absatz vom Professor. Ich hoffe, ich verstoße damit damit nicht gegen irgendwelche Urheberrechte!


" 1994 veröffentlichte Couldwell et. al. seine Erfahrungen mit Hypericin zur Behandlung von anaplastischen Astrozytomen und Glioblastomen. 1996 wird in einer Veröffentlichung darauf hingewiesen, dass die Kombinationstherapie von Tamoxifen und Hypericin eine gute Wirkung gegen maligne Gliome habe. in einer experimentellen Untersuchung von Zhang et.al. wurde 1997 und 2001 die Wirkung von Hypericin gegenüber malignen Gliomzellen nachgewiesen. In den USA ist aufgrund der Hypericin-Studie die Therapie von Hypericin bei malignen Gliomen in Kombination mit Zytostatika empfohlen worden. Seit 1998 führten wir deshalb bei etwa 200 Patienten diese Therapie bei Versagen der Standardtherapie mit gutem Erfolg durch. In der Phase-I- Studie der USA wird eine Dosierung von 24 mg Rohhypericin pro Tag empfohlen. Dies entspricht einer Dosierung von 3 x 4 Tabletten Laif 600, da in diesem Präparat das tumorwirksame Rohhypericin mit 2 mg pro Tablette enthalten ist.

Die Dauer der Therapie richtet sich nach den klinischen Kontrolllen im Verlauf. Ein vorzeitiges Absetzen hat bei einigen Patienten zu einem Rebound-Effekt mit explosionsartigem Tumorwachstum geführt. Deshalb muß diese Therapie langfristig (12 Monate) bei Nachweis der Wirksamkeit durchgeführt werden."




Gute Nacht, Indara

Offline kabas

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Re:Laif 600
« Antwort #16 am: 01. Februar 2007, 23:25:55 »
Hallo Indara,

auch ich kann nur deine Worte so wieder geben, was den Prof. Dr. Vogel angeht.
Auch wir sind dort in Behandlung mit meiner Schwester, 36 Jahre, seit Febr. 06 Glio-Patient.
Sie nimmt seit August 06 Laif 600, vorher war es nicht möglich, die damals behandelnde Uni-Klinik hat damit nicht "gearbeitet", wir haben meine Schwester dort halbtot nach Hause geholt.
Sie nimmt seit Mitte August Laif 600, und ich sage heute, bloß gut, denn ich bin absolut von Laif 600 überzeugt.
Anfangs hat das bei uns die KK auch nicht übernommen, heute laufen die Kosten voll darüber, nicht, wie du schreibst, zu einem Drittel! Bei uns schreibt der Hausarzt das Rezept, ansonsten lehnt euch an den Beschluß, von dem Elisabeth schrieb. Laßt euch das nicht gefallen............, die müssen die Kosten übernehmen!

Was den Prof. angeht, ich habe wirklich einige Andere kennengelernt während der Erkrankung meiner Schwester, aber kein Vergleich zu dieser "Größe" ist möglich. "Größe" meine ich auch, was er für die Patienten und Angehörigen macht, mit welcher Zeit er an jede einzelne Geschichte ran geht,..........,
da bin ich einfach beeindruckt!
Ich wünschte mir mehr von diesen Menschen, da hatte ich nie das Gefühl, meine Schwester ist ein Glio-Patient von Vielen,.............

Gute Nacht, alles Gute,

Kabas

Bine66

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Re:Laif 600
« Antwort #17 am: 20. Februar 2007, 20:38:25 »
Hallo,

haben heute für meine Mama (anaplastisches Astro III-inoperabel) endlich beim Neurologen ein Rezept für Laif 600 bekommen. War ein harter Kampf! Er hat es allerdings nur wg. der (teilweise geflunkerten) Verstimmungen verschrieben (max. 2 Stück/Tag).
Kann Mama das gleich in der Dosierung 3 x 4St. nehmen oder soll das auch langsam gesteigert werden?! Und wann nimmt man es am besten ein?
Ich möchte auch gerne das Cortison (3x 4mg) langsam mit H15 ersetzen, nur verschreibt das leider auch kein Arzt... und m.W. ist das ja nur auf Rezept zu erhalten. Wer hat einen Tipp?!

Danke!
« Letzte Änderung: 20. Februar 2007, 21:04:27 von Bine66 »

Offline Morgenroete

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Re:Laif 600
« Antwort #18 am: 21. Februar 2007, 14:18:53 »
Hallo Bine66,

deine Mutter sollte meiner Meinung nach gleich mit der Gesamtdosis von 12 Tabletten anfangen. Laif 600 braucht eine ganze Weile bis es wirkt.

Mein Mann nimmt morgens und abends jeweils 6 Stück.

Zur Frage was zu beachten ist, kopiere ich nochmals einen Teil meines Beitrages:

Tagesdosis zur Tumorbehandlung sind 24 mg, also 12 Tabletten ( 3 x 4 pro Tag)

Die Einnahme sollte zwischen den Mahlzeiten erfolgen, da durch Eiweißbindung die Resorption erschwert wird.

( Wir halten konsequent einen Abstand von 3 Stunden ein )

Bei Einnahme von Antiepileptika ( z.B. Timonil ) muß ein zeitlicher Abstand zu Laif 600 von 2 Stunden eingehalten werden, da es sonst zu Anfällen kommen kann.

Die Einnahme von hochkonzentrierten Nahrungsergänzungsstoffen ( z.B. 2OH Immun, das sind Orthomolekulare Mikronährstoffe) sollte unbedingt vermieden werden.
Sie stehen im Verdacht..."Mastfutter"  für den Tumor zu sein...

Nebenwirkung von Laif 600 in der oben genannten hohen Dosierung: Lichtempfindlichkeit ( unter Umständen sehr stark ! ), die einen Sonnenschutz mit Sonnenmilch (Lichtschutzfaktor > 30) erfordert.


Viele liebe Grüße

Elisabeth
« Letzte Änderung: 21. Februar 2007, 14:20:28 von Morgenroete »
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Bine66

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Re:Laif 600
« Antwort #19 am: 21. Februar 2007, 22:24:52 »
Danke für die Info, Elisabeth!

Wir haben heute angefangen ihr 12 Tabl. zu geben. Allerdings wird das mit dem großen zeitlichen Abstand zum Essen ein kleines Problem werden... Wegen dem Cortison ist sie permanent am Essen...  ::)
Augen rollen
Der Neurologe hat eindringlich darauf hingewiesen, dass die MAXIMALDOSIS  1 Tablette pro Tag ist!!!! Von den Erfolgen von Prof. Vogel hat er noch nie etwas gehört... Ich wundere mich schon, wie verbohrt Ärzte sein können... Aber Gott sei Dank gibt es Ausnahmen, die sind nur recht schwer zu finden. Wir sind mit Mama noch bei einem androposophischen Arzt, der keinesfalls die Schulmedizin schlecht redet, sondern das als harmonisches Ganzes sieht. Nur leider hat er keine Kassenzulassung, die Rezepte müssen also privat bezahlt werden...

Viele Grüße
Sabine
« Letzte Änderung: 21. Februar 2007, 22:27:13 von Bine66 »

Offline kabas

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Re:Laif 600
« Antwort #20 am: 25. Februar 2007, 17:19:17 »
Hallo Bine66,

der zeitliche Abstand sollte eingehalten werden. Auch bei meiner Schwester hatten wir anfangs das Problem, da sie nur am Essen war. Es hat sich dann relativ schnell eingepägelt, heute halten wir den Abstand zum Essen und zu den anderen Medikamenten. Sie "überwacht" das selbst mit.
Natürlich weist der Neurologe auf die Maximaldosis von einer Tablette hin, es wird ja sonst auch so verschrieben, also bei Depressionen.
Aber hier in unserem Fall, also für unsere Hirntumorpatienten, soll das Laif 600 eine anti-angiogenitische Wirkung haben, und das soll wohl nur mit 12 Kapseln pro Tag so sein.
Ich verlasse mich da auf die Aussage des Prof. Vogel, ich bin davon überzeugt.

Was macht der Androposoph noch zusätzlich, bzw. welche Empfehlungen gibt es von ihm?

Liebe Grüße,

Kabas

Stefans Frau

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Re:Laif 600
« Antwort #21 am: 26. Februar 2007, 12:39:54 »

Ich kann auch fragen, wen ich will, Prof. Vogel aus Berlin sagt niemandem etwas. Ich habe auch mal überlegt, ob wir mit Laif 600 anfangen sollten. Mich hat davon abgebracht, dass es so viele Tabletten am Tag sind, die immer, für den Rest des Lebens genommen werden müssen, weil sonst der Tumor explosionsartig wächst. Ich habe mich gefragt, wie ich das machen soll, wenn mein Mann mal ein Problem mit Schlucken oder Magen, Darm etc. hat.
Mein Mann bekommt mittlerweile als Angiogenesehemmer den Antikörper Erbitux 1 x wöchentlich als Infusion. Ist zwar nicht vergleichbar, weil nichts pflanzliches und er wird als Nebenwirkung eine Akne im Gesicht bekommen. Es war für uns einfach die bessere Alternative zum Laif, das ja sehr lichtempfindlich macht. Und ihm tut die Sonne schon immer sehr gut...
 


Offline Jo

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Re:Laif 600
« Antwort #22 am: 26. Februar 2007, 15:18:20 »
Hallo Elisabeth,

Zitat
Die Einnahme von hochkonzentrierten Nahrungsergänzungsstoffen ( z.B. 2OH Immun, das sind Orthomolekulare Mikronährstoffe) sollte unbedingt vermieden werden.
Sie stehen im Verdacht..."Mastfutter"  für den Tumor zu sein...
 


Gibt es dazu irgendwo etwas darüber zu lesen?
Gruß, Jo

Indara

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Re:Laif 600wo bekommt es am günstigsten?!
« Antwort #23 am: 26. Februar 2007, 21:58:59 »
ich weiß nicht, ob das jetzt schon unter werbung laufen würde, aber es gibt einen link, über den man die günstigste internetapotheke finden kann. jeweils für ein bestimmtes medikament.

schaut mal unter www.medzinfuchs.de


liebe grüße, indara

Bine66

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Re:Laif 600
« Antwort #24 am: 03. März 2007, 17:47:23 »
Hallo Kabas,

die Einnahme der 3x4 Tabletten gestaltet sich immer schwieriger, denn Mama hat momentan offenbar Schluckbeschwerden. Entweder kaut sie ewig auf den Dingern rum oder sie behält sie einfach im Backen... Mein Vater hat ihr die Dinger dann einfach in ein Stückchen Semmel gesteckt und aufgeweicht. Dann waren zwar die Tabletten relativ schnell geschluckt, aber halt ZUM essen... als ich das dann mitbekommen habe, ist er total ausgerastet, weil er schon fix und alle is, da sie ja auch noch andere Medis nehmen muss. Ab Mittwoch beginnt die Bestrahlung und Temodal, das muss sie ja auch nüchtern nehmen :-\
Können wir auch 2x 6Stück machen? Dann hätten wir das zeitliche Problem zum essen "nur" zwei Mal am Tag?!
Der Androposoph hat eine Misteltherapie begonnen, bei Hirntumoren wirken allerdings nur 2 Arten der über 30 verschiedenen Sorten, er hat aufgrund ihres Typs eine für sie ausgesucht. Und Christrose spritzen wir abwechselnd mit der Mistel.
Viele Grüße
Sabine

Offline Morgenroete

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Re:Laif 600
« Antwort #25 am: 04. März 2007, 13:32:07 »
Hallo Sabine,

mein Mann nimmt seit November 2006 2 x 6 Tabletten Laif 600. Er kommt mit dieser Dosierung einfach besser zurecht...da er ja nicht nur auf die Abstände zum Essen, sondern auch auf die Einnahme zum Antiepileptikum achten muß.
Ich habe seinerzeit Prof. Vogel dazu befragt, er hatte keine Einwände.

Ich kann mir den Kampf mit den 12 riesigen Tabletten lebhaft vorstellen. Dass Deinem Vater da die Nerven durchgehen...kann ich gut verstehen.

Evtl. die Tabletten zermörsern und mit Wasser zu einem Brei verühren ?
Damit habe ich allerdings keine Erfahrung und weiß nicht, ob es die Wirksamkeit von Laif 600 in irgendeiner Weise beeinflußt.

Liebe Grüße

Elisabeth
« Letzte Änderung: 04. März 2007, 15:51:00 von Morgenroete »
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Offline agnes

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Re:Laif 600
« Antwort #26 am: 04. März 2007, 15:05:00 »
Liebe Bine66!

Das Temodal muss nicht nüchtern genommen werden und ist auch nicht zu empfehlen!

Mein Mann hat fast ein Jahr Temodal genommen und zwar ABENDS, vor dem Schlafengehen und 1 Std. vorher Zofran (ein Mittel, das im Brechreizzentrum im Gehirn wirkt und die Übelkeit verhindert)
Der Arzt hat gesagt, dass es egal ist ob Temodal morgens oder abends eingenommen wird und warum soll man sich zusätzlich quälen.
Mein Mann hat auch versucht morgens Temodal einzunehmen, es war ihm nur kotzübel und abends hat es gut geklappt!

Also versucht es lieber abends, alles andere ist eine Qual!!
LG Hilde

Offline kabas

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Re:Laif 600
« Antwort #27 am: 06. März 2007, 22:14:46 »
Hallo an Alle,

auch mich würde interessieren, wenn wir das Laif zermörsern, ob die Wirksamkeit verloren geht. Wir hatten es schon mal im vergangenen September, als meine Schwester nicht mehr in der Lage war, die Tabletten und Kapseln im Ganzen zu schlucken. Wir haben sie zermörsert, mit Joghurt und Pudding gegeben. Aber ich weiß bis heute nicht, wie weit das Laif noch wirkt???

Liebe Grüße,

Kabas

Bine66

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Re:Laif 600
« Antwort #28 am: 07. März 2007, 09:25:42 »
Hallo Kabas,

der Neurologe sagte mir, dass wir Laif durchaus zermörsern können. Er geht ja aber davon aus, dass wir nur 1 Tablette tgl. gegen die Depri geben  ;)   Allerdings wird der Wirkstoff dadurch schneller aufgenommen und also auch schneller "verbraucht". Inwieweit das nun den Effekt, den wir mit 12 Tabletten erreichen wollen, beeinflusst, weiß ich nicht.

Mein Vater hat gestern aber aufgehört, ihr das Laif zu geben, weil er meint, dass Mama dadurch schlechter drauf ist, viel mehr schläft und mittlerweile spricht sie ja auch fast gar nicht mehr. Mal sehen, ob das tatsächlich so ist.

Liebe Grüße
Sabine

Offline kabas

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Re:Laif 600
« Antwort #29 am: 07. März 2007, 22:29:02 »
Hallo Sabine,

ich verstehe nicht, daß dein Vater das Laif jetzt abgesetzt hat. Deine Mutter nimmt es doch noch gar nicht so lange, die Wirkung von Laif braucht seine Zeit.
Natürlich geht der Neurologe von einer Tablette aus, das Laif wird ja auch normalerweise bei Depressionen verschrieben, dann ist eine Tablette normal in der Anwendung.
Es hat lange gedauert, bis das Laif wirkte, zeitgleich haben wir komplett die Ernährung umgestellt.

Liebe Grüße,

Kabas

 



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