HirnTumor-Forum

Autor Thema: Verdacht auf Meningeom  (Gelesen 37690 mal)

Offline KaSy

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #15 am: 15. Juli 2020, 20:35:41 »
Liebe Blümscha,
Du gehst zu der Radiologie, wo Dein MRT gemacht wurde, oder rufst dort an, falls es zu weit ist. Du bittest um weitere CDs von Deinen MRTs und lässt sie Dir geben oder schicken. Mehrere MRTs können auf eine CD gebrannt werden.

Woher weißt Du, dass weitere CDs etwas kosten?

Ich erhalte sie problemlos und kostenlos von "meiner" Radiologie ausgehändigt oder auch von der Klinik, wo ich sie habe einlesen lassen, kostenlos zugeschickt. Auch nachträglich.

Falls es wirklich etwas kosten sollte, ist es entweder ganz wenig oder ansonsten lass Dir eine Quittung geben bzw. mitschicken für die Steuer als "Krankheitskosten". (Vielleicht verzichten sie dann sogar auf den unnötigen Aufwand, den kleinen Betrag von Dir einzufordern.)

KaSy
« Letzte Änderung: 15. Juli 2020, 20:38:18 von KaSy »
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

Offline Blümscha

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #16 am: 16. Juli 2020, 20:52:07 »
Liebe KaSy,

vielen Dank für Deine Nachricht.
Ich habe in der Praxis gelesen, dass jede weitere CD etwas kostet. Ich finde darüber aber keine Info auf der Homepage. Im Internet habe ich gerade folgendes gelesen:

Beschlüsse des Ausschusses "Gebührenordnung" der Bundesärztekammer

4. Sitzung (Amtsperiode 2011/2015) am 19.03.2012

Für eine auf Wunsch eines Patienten ausgehändigte Daten-CD(z. B mit Daten einer MRT-Untersuchung) kann der Arzt von dem Patienten eine Aufwandsentschädigung verlangen. Ein Betrag in Höhe von 5,00 Euro wird als angemessen eingestuft.

Dann ist das in "deiner" Radiologie wohl eine besondere Service-Leistung  :D

Viele Grüße

Offline Blümscha

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #17 am: 16. Juli 2020, 20:55:06 »
Ich wurde heute!!!! (meinen Brief habe ich vor zwei Tagen abends zur Post gebracht) von Freiburg angerufen. Eine Ärztin meinte ich solle zur Hypophysensprechstunde. Termin wäre in zwei Wochen. Nächste Woche will sich noch ein Neurochirurg die Bilder ansehen, dass ich die drei Stunden nicht umsonst fahre (falls doch noch neuere Bilder wichtig wären). Ich finde den Umgang bis jetzt echt spitzenmäßig!

Offline KaSy

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #18 am: 16. Juli 2020, 23:54:41 »
Liebe Blümscha
Die rasche Reaktion aus Freiburg ist natürlich prima.

Fall diese Gebührenordnung, die ja ein "kann" enthält, tatsächlich angewandt wird, dann unterläuft sie das Recht auf Zweit- / Drittmeinungen, auf die jeder Patient ein Recht hat. 
Ja, ich weiß, dass die BRD sich als "Rechtsstaat" bezeichnet, in der jeder (der genug Geld, den allerbesten Anwalt und noch mehr Zeit hat) sein Recht bekommt.

Nun stamme ich aus der ehemaligen DDR und dort geht das vermutlich etwas lockerer zu, auch wenn es sich um Spitzenärzte (aus der Charité), um eine Superklinik (vergleichbar mit Zentralem Bundeswehrkrankenhaus) und auch um normale Ärzte handelt. Z.B. erhalte ich von allen Ärzten problemlos Unterschriften für die Fahrtkosten, die ich zur Praxis bzw. Klinik hatte, weil ich sie als Schwerbehinderte als zusätzliche Krankheitskosten bei der Steuererklärung einreichen kann. Die einzige Ausnahme macht meine (sehr gute!) Hausärztin, die im Jahr 2008 aus Bayern hierherkam und wohl daran gewöhnt ist, dass man lt. dieser Gebührenordung für solche Unterschriften 5 Euro verlangen kann. Darauf verzichte ich, weil 5 Euro viel mehr sind als die Kosten die ich für diesen Weg (2 x 4 km) als Steuererstattung bekäme. Aber ich erhalte auch von ihr problemlos alle Befunde ausgedruckt, die an sie geschickt werden - ohne 5 Euro. Die Ärzte aus der 50 km entfernten Klinik schicken pflichtgemäß der überweisenden Hausärztin und zusätzlich mir als Patientin die Befundberichte, ohne Zusatzkosten. Und auch die Zweitausfertigung der MRT-CDs benötigt nur wenige Sekunden Zeit für das Reinlegen und Herausnehmen der CD, die ja nun fast gar nichts kostet. Dafür 5 Euro zu verlangen, würde den Arbeitsaufwand für das Einfordern der 5 Euro und das Ausfertigen der Quittung und die zusätzliche Diskussion darüber enorm erhöhen und diese Zeit fehlt für die Patienten.
Vielleicht ist es eine kleine Diskussion wert, in den "alten Bundesländern" an solche Gebühren nicht formal nach "Recht und Gesetz", sondern im Interesse der unverschuldet schwer erkrankten Menschen mit "Sinn und Verstand" heranzugehen.

Ich wünsche Dir für die Termine in Freiburg gute und hilfreiche Gespräche!
KaSy
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Offline TinaF

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #19 am: 17. Juli 2020, 08:50:32 »
Hallo,

also ich stamme ja aus den alten Bundesländern und habe hier auch alle meine Ärzte und ich musste noch nie für eine CD oder einen Befundbericht zahlen. Mein Mann auch nicht. Unser Kinderarzt lässt sich dagegen gut bezahlen, Attest für die Schule kostet z.B. 10,- EUR. Da unser Sohn aber mittlerweile groß genug ist, müssen wir nicht mehr zwangsläufig zum Kinderarzt.

Ich denke, das Vorgehen ist nicht so sehr vom Bundesland, sondern vom jeweiligen Arzt abhängig.

TinaF
« Letzte Änderung: 17. Juli 2020, 12:38:05 von TinaF »
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline Blümscha

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #20 am: 17. Juli 2020, 10:15:57 »
Liebe Blümscha,
Du gehst zu der Radiologie, wo Dein MRT gemacht wurde, oder rufst dort an, falls es zu weit ist. Du bittest um weitere CDs von Deinen MRTs und lässt sie Dir geben oder schicken. Mehrere MRTs können auf eine CD gebrannt werden.

Woher weißt Du, dass weitere CDs etwas kosten?

Ich erhalte sie problemlos und kostenlos von "meiner" Radiologie ausgehändigt oder auch von der Klinik, wo ich sie habe einlesen lassen, kostenlos zugeschickt. Auch nachträglich.

Falls es wirklich etwas kosten sollte, ist es entweder ganz wenig oder ansonsten lass Dir eine Quittung geben bzw. mitschicken für die Steuer als "Krankheitskosten". (Vielleicht verzichten sie dann sogar auf den unnötigen Aufwand, den kleinen Betrag von Dir einzufordern.)

KaSy

Liebe KaSy,

ich habe gestern noch eine Anfrage an die Radiologie-Praxis geschickt und heute morgen eine Email erhalten, dass sie mir die CDs für 8,- Euro zusenden und die Rechnung beilegen.  :o
Also das finde ich schon heftig.

Ich habe hier in einem älteren Beitrag gefunden, dass man die Dateien auf den PC ziehen kann und die MRT Bilder dann selber auf CD brennen kann. Vielleicht werde ich das mal probieren, sobald ich meine CDs wieder habe.....

Was Du bzgl. der Gebührenordung schreibst ist sehr interessant. Ja, das unterläuft das Recht auf Zweitmeinung. Ich habe die CDs ja nicht immer wieder verlegt und mir ständig neue geholt  >:(

Vielen Dank für Deine Wünsche.

Schönes Wochenende!

Offline Blümscha

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #21 am: 17. Juli 2020, 10:17:49 »
Hallo,

also ich stamme ja aus den alten Bundesländern und habe hier auch alle meine Ärzte und ich musste noch nie für eine CD oder einen Befundbericht zahlen. Mein Mann auch nicht. Unser Kinderarzt lässt sich dagegen gut bezahlen, Attest für die Schule kostet z.B. 10,- EUR. Da unser Sohn aber mittlerweile groß genug ist, müssen wir nicht mehr zwangsläufig zu Kinderarzt.

Ich denke, das Vorgehen ist nicht so sehr vom Bundesland, sondern vom jeweiligen Arzt abhängig.

TinaF

Hallo TinaF,

also 10,- Euro für ein Attest ist ja wirklich heftig  :o Das ist ja nicht etwas, was ich vielleicht möchte, sondern ich MUSS es für die Schule habe.

Liebe Grüße

Offline KaSy

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #22 am: 17. Juli 2020, 11:17:28 »
Zu den Schul-Attests:
Dass ein extra vom Arzt auszustellendes Attest für die Schule auch in den "neuen Bundesländern" etwas kostet, war uns Lehrern dann irgendwann auch bekannt. Deswegen forderten wir es nur dann an, wenn wir vermuteten, dass die Eltern falsche Entschuldigungszettel schrieben (z.B. "Mein Kind war krank", aber es war im Urlaub), ansonsten waren diese Zettel ausreichend.

Allerdings gab/gibt es diese geldgierigen Ärzte, die auf das Geld für ein Attest nicht verzichten wollten und dann standen wir da - mit einem Attest, von dem wir wussten, dass es der Arzt gefälscht hatte.

Der Schüler und die Eltern bekamen ihr angebliches Recht, weil sie den Arzt dafür bestochen hatten.

Mit Geld für den Arzt kann man das Recht auf Schulpflicht unterlaufen.

Rechtsstaat?

Entschuldigt bitte meine Empörung, aber diese Preise sind doch wirklich bar jeder Vernunft und ganz klar gegen die Gesundheit und gegen die Bildung und gegen alle die gerichtet, die ehrlich arbeiten, Kinder haben und ihr Geld für das ganz normale Leben brauchen.

An Blümscha:
Lass Dir die CD mit allen(!) MRTs drauf schicken und lass die Rechnung liegen oder reiche sie direkt bei der Krankenkasse ein, ich würde mir diese Abzocke nicht gefallen lassen. Möglicherweise benötigst Du sogar zwei oder drei CDs für weitere Meinungen, dann fordere sie gleich mit an.
Wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du gar keine eigene CD mehr??
Gib nie Originale von CDs und Befunden aus der Hand (es sei denn, Du stehst beim Einlesen daneben)!!!

(Und sei so gut und verzichte bitte auf das Zitieren, wir können alle selbst nachlesen, was geschrieben wurde und dann bläht es das Forum nicht so auf.)

Alles Liebe Euch!
KaSy
« Letzte Änderung: 17. Juli 2020, 11:22:34 von KaSy »
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Offline TinaF

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #23 am: 17. Juli 2020, 12:49:45 »
Aufgrund der "Preise" mancher Kinderärzte, hat unser Grundschullehrer (3. + 4. Klasse) auf solche Bescheinigungen verzichtet, es sei denn, er hatte Zweifel in bestimmten Fällen. Auf dem Gymnasium wird eine ärztliche Bescheinigung verlangt, es dürfte aber auch ein "formloser Zettel" sein. Man hat mir im Sekretariat auch solche Zettel gezeigt. Also gibt es offenbar Ärzte, die auch formlose Bescheinigungen kostenfrei ausstellen. Ich war auch mal mit unserem Sohn bei der Hausärztin, die verlangte immerhin "nur" 5,- EUR. Und sie hat mir erklärt (ich hoffe, dass ich das richtig in Erinnerung habe), dass es an den Krankenkassen läge, dass Ärzte solche Bescheinigungen nicht kostenfrei ausstellen dürften. In bisher neun Schuljahren haben wir zwei oder drei Atteste benötigt und zwar, weil unser Kind wirklich krank war, nicht, weil wir während der Schulzeit in Urlaub fahren wollten, aber aufgeregt habe ich mich trotzdem über diese Gebühren. :o

CD, Befundberichte, Labortestergebnisse etc. habe ich aber immer problemlos bekommen. Der Hausarzt meiner Eltern verlangt wiederum 0,50 EUR pro ausgedruckter Seite...

TinaF
« Letzte Änderung: 17. Juli 2020, 12:52:43 von TinaF »
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline Blümscha

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #24 am: 17. Juli 2020, 20:39:43 »
Hallo KaSy,

danke für den Tip bzgl. dem Zitieren. Ich dachte irgendwie, dass ist hier gewünscht  :-[

Ja, ich habe gar keine CD mehr, weil die nette Dame in Freiburg meinte, ich solle die Unterlagen so schnell wie möglich losschicken.....
Die Radiologie-Praxis meinte nun, dass sie die CDs schon gebrannt hätten (ohne meinen Auftrag) und es wären so viele Bilder, die hätten gar nicht alle auf eine CD gepasst  ::) Sie würden mir jetzt die CDs schicken und mir preislich entgegen kommen und ich müsse nur 10,- Euro zahlen. Finde das alles bisschen komisch.
Bei der Krankenkasse einreichen klingt ja nicht schlecht, aber mit welcher Begründung? Dass ich die CDs eben für die Zweitmeinung brauche?
Ich würde gern noch Heidelberg und Mainz kontaktieren.

Viele Grüße

Offline KaSy

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #25 am: 18. Juli 2020, 00:02:20 »
Liebe Blümscha,
ich habe mich mittlerweise zusätzlich zu TinaFs informationen mit meinen erwachsenen Kindern (Berlin, Potsdam, München) unterhalten. Es ist äußerst unterschiedlich, ob und wieviel Geld die Ärzte bzw. Kliniken verlangen, wenn es um (unverschuldet!) Kranke und Schwerkranke sowie wenn es um (gewollte und für den Staat lebensnotwendige) Kinder geht, die (unverschuldet) erkranken. Wenn man das öfter bezahlen muss, sieht man es beinahe als "normal" an und denkt nicht mehr darüber nach. Aber das, was Du in der Gebührenordnung für Ärzte gefunden hast, ist ja eine "kann-Bestimmung", also kann das jeder Arzt so tun, "muss" es aber nicht. Und auch den Schulen "hier" genügen im Normalfall Entschuldigungszettel der Eltern, wenn das Kind krank ist. Das muss auch kein "formloses" Arztattest sein, sondern Mutti oder Vati schreibt freundlich an den Lehrer, dass das Kind krank ist, nachdem die Eltern in der Schule morgens angerufen haben, dass das Kind krank ist und nicht etwa die Polizei alarmiert wird ...
Ich hatte mich auch einmal bei meiner Hausärztin erkundigt, wieso ich für das MRT keine "vorstationäre Krankenhauseinweisung" mehr bekomme (Das war der Umweg, auf dem die Klinik 2 Jahre lang doch noch für Langzeitpatienten MRTs durchführen durfte, was ja auch überall anders ist.) In meiner Erinnerung ist, dass es die Kassenärztliche Vereinigung so verlangte und zwar für alle gesetzlich Versicherten aller Krankenkassen.


Aber zu Deiner Frage:

Was Du tust, also ob Du die 10 Euro zahlst und ängstlich auf eine Mahnung wartest oder cool bleiben kannst, hängt von Dir ab und von der "Widerspruchserklärung" oder "Rechtsbehelfsbelehrung" (oder wie das heißt), die auf der Rechnung draufstehen könnte. Zumindest sollte draufstehen, auf welcher Grundlage diese Geldforderung besteht, da sie mit 10 Euro deutlich höher ist als der zur Anfertigung und Zusendung der MRT-CDs erforderliche Aufwand.
(Vielleicht lässt Du es auch ganz sein, ich bin mitunter gerade in sozialen Dingen regelrecht aggressiv und nehme die Realität nicht mehr so ganz wahr. Das liegt sicher auch daran, dass ich die erste Hirntumordiagnose vor 25 Jahren als allein erziehende Mutti mit drei Kindern bekam und sehr aufs Geld achten musste. Meinen Kindern hat es ganz und gar nicht geschadet und mich begleiten diese Tumoren seitdem.)

Ob Du es an die Krankenkasse gibst, musst Du überlegen.

Auf jeden Fall hebe die Rechnung und den Überweisungsbeleg auf, vielleicht sammeln sich ja noch Medikamenten-, Krankenhausaufenthalts- und Rehakosten sowie die Fahrkosten zu verschiedenen Fachärzten und Kliniken an, die in diesem Jahr den 2%- bzw. bei Schwerbehinderten 1%-Betrag von Deinem Bruttoeinkommen insgesamt übersteigen.

Außerdem solltest Du, wenn Du in Freiburg bist, in der Radiologie die MRT-CDs einlesen lassen und dann dort fragen, ob sie Dir für weitere Meinungen eine oder zwei Kopien von diesen CDs brennen. Vielleicht wird es dort kostenlos oder billiger getan?

Und noch ein Tipp, hier schreibt gerade im Thema Meningeom (Habe Diagnose DD Olfaktoriusmeningeom erhalten, kann mir wer weiter helfen?) das Mitglied "Senseo", der in seinen Beiträgen erwähnte, dass er seine MRT-CD "online" an eine Klinik geschickt hat. Vielleicht fragst Du ihn per PN, wie er das gemacht hat, falls Du es nicht selbst herausbekommst.

(Es wundert mich übrigens, dass die vielen MRTs nicht auf eine CD gepasst haben. Meine ersten MRTs wurden seit 1995 viele Jahre lang auf diesen großen Röntgenfilmen entwickelt. Das waren etwa 5 pro MRT, nach und nach wurden es 30, 35, 40 und mehr, die ich selbst aus dem Archiv holen musste, die waren so schwer, dass ich einen extra großen und stabilen Beutel mitbrachte. Als dann alles digitalisiert wurde, wurden alle auf EINE CD gebrannt.
Naja, es ist eben überall anders und ich muss und will das nicht verstehen.)


Ich hoffe, dass Dir einige meiner Hinweise doch helfen und ich wünsche Dir hilfreiche Gespräche mit den Ärzten in den Kliniken.
KaSy
« Letzte Änderung: 18. Juli 2020, 00:10:35 von KaSy »
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Offline Blümscha

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #26 am: 18. Juli 2020, 21:02:01 »
Liebe KaSy,

ich danke Dir für Deine ausführliche Antwort.

Ich warte noch auf Rückmeldung von der Radiologie-Praxis...

Ich gehöre durch meine chronische Erkankung zu der 1%-Regelung. "Nur" mit den Medikamenten erreiche ich nicht die Beitragsgrenze, aber mit Klinikaufenthalt schon. Bzgl. der Fahrkosten wusste ich nicht, dass man etwas zurück bekommen kann. Finde ich da eine Info im Internet? Werde mal googlen, aber Du darfst mir da gern noch etwas dazu schreiben, wenn Du möchtest.

Danke für den Tip bzgl. "Senseo", werde mir das nochmal durchlesen und auch nachfragen.

Danke auch für Deine Wünsche. Meine Kopfschmerzen/Kopfdruck werden immer schlimmer und ich bin dankbar für weitere Meinungen. Da ich den nächsten MRT Termin erst im September habe, kann ich halt keine aktuellen Bilder mitschicken. Ich habe mich schon gefragt, ob aufgrund der stärker werdenden Schmerzen ein früherer Termin möglich wäre...... Will mich dann aber auch nicht irgendwie vordrängeln oder so und denke mir dann immer "das werde ich schon noch aushalten bis dahin"  :(

Ganz liebe Grüße und schönes Wochenende

Offline KaSy

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #27 am: 19. Juli 2020, 00:23:13 »
Hallo, Blümscha,
Die Fahrkosten, also die Entfernungen zu den Ärzten, hatte ich für die Steuerrückerstattung gesammelt.

Wieso willst Du eigentlich  Schmerzen aushalten, wenn Du glaubst, dass auf einem aktuellen MRT eine Ursache gefunden werden könnte?!?
Oder eine Ursache ausgeschlossen wird.
Vor wen, bitte, willst Du Dich nicht vordrängeln?
Das verstehe ich nicht.
Geht es um Deine Gesundheit und das MRT für die Therapieentscheidung oder willst Du den anderen MRT-Bedürftigen den Vortritt lassen, damit sie ... ja was eigentlich ... zuerst behandelt werden?

Setzt Du Dich im Kino auch immer so, dass Du am besten gar nichts sehen kannst?
Oder suchst das frische Obst erst kurz vor Ladenschluss, wenn schon.die Fliegen daran naschen?

Ich bin irgendwie schon davon überzeugt, dass Ärzte erfunden wurden und jahrelang studiert haben, damit sie Kopfschmerz- und Kopfdruck-geplagten Blümschas helfen.
Meinst Du nicht?
Die Leute im Forum schreiben Dir, aber für die Behandlung solltest Du schon auch einem Arzt mitteilen, was Du hast und ein MRT wäre für ihn sehr sehr hilfreich.

Also greif am Montag zum Telefon, vereinbare einen dringenden MRT-Termin (weil der Termin in Freiburg bevorsteht), hole Dir die Überweisung, geh zum MRT und lass Dir gleich 3 CDs geben.

Du musst das Beste aus dem schnellen Termin machen!
Für Dich!!
KaSy
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Offline Blümscha

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #28 am: 20. Juli 2020, 10:48:28 »
Hallo KaSy,

jetzt musste ich aber so richtig lachen  ;D  Woher kennst Du mich?  ;D Genau so würde ich das im Kino machen  ;D

Aber jetzt mal im Ernst, Du hast Recht. Ich befürchte nur, dass ich als Patient wenig ausrichten kann..... Ich war vorhin schon 8 Minuten in der Warteschleife bei der Radiologie-Praxis. Und vorhin hieß es die Leitungen sind überlastet. Ich probiere es weiter, habe aber wenig Hoffnung, ansonsten frage ich bei meiner Hausärztin nach, vielleicht erreicht sie etwas.
Beim Augenarzt sollte ich auch einen Termin ausmachen, wobei die ja eigentlich nicht viel machen können, ich bin mir ziemlich sicher woher meine Probleme stammen. Und zu den Terminen fahren wird schwieriger, weil das Fahren immer anstrengender wird  :(

Heidelberg will mich persönlich sehen, aber nur mit aktuellem MRT.....

Danke für Deine Info mit den Fahrkosten. Die Krankenkasse übernimmt nur bei Fahrten zu stationären Behandlungen und bei Pflegestufe.

Ich bleibe dran und danke Dir  :)

Offline KaSy

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Antw:Verdacht auf Meningeom
« Antwort #29 am: 20. Juli 2020, 11:30:55 »
Hallo, Blümscha,
das mit der Warteschleife bei der Radiologie kenne ich auch: 
nette Sprüche, hübsche Musik,  nette Sprüche, hübsche Musik, nette Sprüche, hübsche Musik - und dann: "Wegen erhöhten Anrufaufkommens können wir Ihren Anruf leider nicht entgegennehmen. Bitte versuchen Sie es später noch einmal."
Ich habe mich in dieser Lage meinen Rechenrätseln gewidmet. Das Telefon lag laut gestellt neben mir und ich drückte immer wieder auf die Wiederholungstaste, bis es irgendwann klappte.
Allerdings bin ich zu Hause, da geht es, die Terminvereinbarung mit dem "Hirnleistungstraining" zu verbinden. (8 min waren da gar nichts ...) Probiere weiter und tu etwas Schönes dabei, dann stresst das nicht so.
KaSy
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