HirnTumor Diskussionsforum

Sonstiges zum Thema Hirntumor => Erfahrungsaustausch / Erfahrungsberichte => Thema gestartet von: Grisi-Françoise am 14. Oktober 2009, 21:50:12

Titel: Hirntumor oder doch nur Migräne?
Beitrag von: Grisi-Françoise am 14. Oktober 2009, 21:50:12
Guten Abend!
Sorry, der folgende Text wird etwas lang und da hier im Forum schon eine ähnliche Frage gestellt wurde, hab ichs in meiner Überschrift einfach rumgedreht, also:
Ich war vor etwa 10 Jahren Migränepatientin, das hatte sich während des Abiturs so aufgebaut. Die Anfälle waren echt schlimm, ich war tagelang nicht zu gebrauchen, und die Nebenwirkungen vom Migränerton waren auch nicht ohne. Dann war eine ganze Weile nix, eben fast zehn Jahre, bis Februar dieses Jahres.
Da hatte ich eine Weiterbildung und saß jeden Tag fast 8h vorm PC. Die Kopfschmerzen waren desaströs und seitdem habe ich ein völlig neues Gefühl im Kopf, dicht unter der Schädeldecke in der linken Hirnhälfte ein Klopfen, das immer heftiger wird, dann breitet sich ein Schmerz aus, der sich anfühlt, als wenn man mit dem Auto einen Berg ins Tal hinabfährt, nur leider OHNE das erlösende Knacken im Ohr. Seitdem habe ich diese Kopfschmerzen ständig, also jetzt fast 9 Monate und es macht mich wahnsinnig. Mein Kopf steht ständig unter Spannung, das Gefühl ist auch hinter der Stirn.
Manchmal, allerdings nicht immer, sehe ich verschwommen, habe manchmal wie schwarzes Aufblitzen vor den Augen oder im Augenwinkel, motorische Ausfälle, also Fallenlassen von Gegenständen oder ich stoße mit der Hand überall an, obwohl ich dachte, ich komme noch dran vorbei oder ich zucke plötzlich. Mit der Zeit hat sich das Klopfen unter der Schädeldecke zu einem beständigen Druck entwickelt, so als wäre da was, was links und rechts gegendrückt. Die Lymphdrüsen unter den Ohren fühlen sich total geschwollen an. Und ganz besonders alle macht mich, dass ich von den Ärzten angeschaut werde wie eine Simulantin oder eine Hypochonderin. Aber die Kopfschmerzen sind doch nun mal da und Medikamente wie Migränerton, Ibuprofen (Dolormin Migräne) helfen einfach nicht (mehr). Ich habs auch schon mit natürlichen Schmerzmitteln wie Weidenrindetabletten probiert oder einfach Acetylsalicylsäure. Die Kopfschmerzen machen mich noch verrückt.  >:(
Kann das ein Hirntumor sein oder bilde ich mir inzwischen schon was ein, haben die Ärzte vielleicht Recht? Aber mit den Migräneanfällen war doch irgendwann auch wieder Schluss, das war doch nicht durchgängig monatelang.

Ich würde mich sehr über eine Antwort ihrerseits freuen und wünsche noch einen guten Abend und allen hier gute Besserung und viel Kraft weiterhin.

LG
Grisi

PS: Sorry, hab gerade geguckt und das Gefühl, dass ich hier im falschen Unterforum gelandet bin
Titel: Re: Hirntumor oder doch nur Migräne?
Beitrag von: Bluebird am 14. Oktober 2009, 23:01:19
Hallo Grisi-Françoise,

ständige quälende Kopfschmerzen über einen längeren Zeitraum sollten grundsätzlich ernst genommen und abgeklärt werden.
Wenn auf der internistischen Seite alles im grünen Bereich ist, kämen evtl. orthopädische Probleme ebenso infrage wie Sehverschlechterungen etc.
Gewissheit, dass im Schädel/Hirn kein Befund vorliegt, bringt eine Untersuchung per CT bzw. MRT.
Sprechen Sie deswegen noch einmal mit einem Neurologen,
Ich drücke Ihnen die Daumen, dass die Ursache gefunden wird, damit man Ihnen helfen kann.

Gruß
Bluebird

Titel: Re:Hirntumor oder doch nur Migräne?
Beitrag von: Adi am 07. Januar 2011, 22:34:14
Hallo ich bin 16,
mir ist klar das ich zu diesem Problem keine medizinische Lösung oder Anregung abgeben kann, jedoch bin ich slebst von Migräne betroffen (hochgradig) und dies schon seit über 6 Jahren. Ich habe die Form von Migräne die selbst mit Lähmung, Sprachstörung und Ohnmacht verbunden ist, jedoch hat diese geschilderte Situation wirklich kein bisschen etwas mit Migräne zutun. Viele Ärzte die ich aufgesucht habe, haben mir bereitwillig offengelegt das es oft das Problem gibt, dass bei Migräne/(Tumoren) falsche Diagnosen abgegeben werden  :-\. Und ich würde dir auch raten mehrere Ärzte aufzusuchen bevor du dich mit der Situation abfindest und auf einen Menschen vertraust. Auch 2 Ärzte reichen bei diesen Beschwerden lange nicht aus.


Wünsche dir viel Glück und Besserung.

Adi.
Titel: Re:Hirntumor oder doch nur Migräne?
Beitrag von: fips2 am 08. Januar 2011, 08:52:57
Hallo Grisi
Upps dein Beitrag ist ja schon sehr lange her. Anscheinend habe ich den übersehen. Sorry.

Es kommt Öfter vor, dass normale Neurologen bei Kopfschmerzen vor einem Rätsel stehen. Da hilft dir nur eine spezielle Kopfschmerzambulanz zu besuchen, die sich wirklich nur mit Kopfschmerzen auskennt und sonst nichts anderes macht.
Hier gebe ich dir mal einige Adressen an die du dich wenden kannst, wenn dein Problem immer noch besteht.
Von Norden nach Süden, da du keinen Wohnort angegeben hast.
Einfach mal googeln mit.

 Schmerzklinik Kiel Prof Goebel.
 UKE Hamburg Eppendorf Prof Arne May
 UKE Essen Prof Diener
 Neurocentrum  Freiburg Schmerzzentrum Dr. Tilman Wolter
 München Prof. Pfaffenrath, Prof Holger Kaube
 
Wende dich an einen dieser Personen und schildere ihnen deine Lage.
Wichtig dabei ist, dass du dich an einen Arzt wendest, der umfangreiche Diagnosemöglichkeiten hat, auf die er zurückgreifen kann. Das ist bei den o.g. Ärzten der Fall.

Führe bitte ab sofort ein Schmerztagebuch in den du deine Kopfschmerzen fest hälst mit Datum, Uhrzeit,Dauer und Schmerzgrad der Attacken in einer Skala von 0-10.
0= schmerzfrei, 10 =schlimmster ,für dich vorstellbarer Schmerz.
Das braucht der Arzt um deinen Kopfschmerz eingrenzen zu können, da viele Kopfschmerzarten gewisse Muster im Ablauf haben

Notfalls kannst du mir auch deine Telefonnummer per PN zukommen lassen. Bitte nur Festnetz, ich ruf dich dann zurück und gebe dir noch ein paar Tipps.
Ich habe auch noch ein Verzeichnis mit andern Kopfschmerzspezialisten. Vielleicht hab ich da Einen in deiner Nähe.

Gruß Fips2
Titel: Re:Hirntumor oder doch nur Migräne?
Beitrag von: moertchen am 18. Februar 2014, 16:20:31
Hallo Grisi,

ich hoffe, dass es dir inzwischen besser geht!

Ich bin 24 und habe seit fast einem Jahr zu 99% die gleichen Symptome wie du.

Es würde mir sehr weiter helfen, wenn du mir erzählen würdest, wie du fortgegangen bist und was sich bei herausstellte?

Ich wünsche dir das Beste.

Liebe Grüße