HirnTumor-Forum

Autor Thema: Diagnose Giloblastom Grad 4  (Gelesen 1614 mal)

Offline vegeta

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Antw:Diagnose Giloblastom Grad 4
« Antwort #15 am: 09. Mai 2018, 12:56:37 »
Hallo nochmal liebe Forum.

Meine Mutter hat gestern mit der Chemo und Strahlentherapie  begonnen. Erst ging es ihr noch einigermaßen nach Einnahme der Chemo Tablette  ( Temozolomid 140mg) aber ein paar Std später wurde es richtig schlimm. Sie ist sich nur noch am übergeben und alles was sie isst und trinkt kommt schnell wieder raus. Der Onkologe sagte beim Gespräch zu uns das die Chemo allgemein gut verträglich ist und hat uns falls es meiner Mutter  wiedererwarten doch schlecht gehen sollte (Vergentan 50mg) aufgeschrieben wo meine Mutter dann bei Bedarf immer 1 Tablette  von nehmen soll was aber nicht hilft. Wir haben den Arzt  im Gespräch auch daraufhin gewiesen das meine Mutter sehr empfindlich ist und bei sehr vielen Medikamenten etwas für den Magen einnehmen muss .

Wir haben jetzt noch (Vomex A Zäpfchen) besorgt was die Apotheke uns empfohlen hat.

Natürlich  haben wir schon damit gerechnet das es meiner Mutter schlecht gehen wird aber so extrem hätten wir nicht gedacht oder ist das normal?

Wir haben auch schon in der Klinik angerufen und dort wurde nur gesagt wenn das Vergentan nicht hilft dann hilft auch nichts anderes. Ich verstehe auch nicht warum der Arzt nur 1x täglich Vergentan aufgeschrieben hat aber in der Packungsbeilage steht am 1 Tag der Chemo ca 30min vorher 3 Tabletten und danach nochmal 3 Tabletten. Ab dem 2 Tag sollen dann 3x täglich 1 Tabletten eingenommen werden.

Hoffe nun auf ein paar Tipps


Lieben Gruß

Offline Smarty

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Antw:Diagnose Giloblastom Grad 4
« Antwort #16 am: 09. Mai 2018, 15:16:27 »
Lieber Danny

wir hatten zur Temodal-Chemo ca. 1 Std. davor eine Magenschutz-Tablette, die vom Onkologen verschrieben wurde. Dieses Mittel heißt "Odensatron".
Damit hatte mein Mann so gut wie gar keine Probleme mit der Übelkeit.  Wenn deine Mutter Probleme mit der Verdauung bekommen sollte, wäre Macrogol/Movicol
eine Möglichkeit. Wir haben dies vom Onkologen auf Rezept bekommen.
Ihr könntet eure Ärze mal danach fragen.
Ohne diesen Schutz kann es definitiv zur Übelkeit mit allem drum und dran kommen. Vergetan kenne ich nicht.

Ich hoffe, es hilft dir erstmal weiter.
Alles Gute euch !!

Liebe Grüße Smarty
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Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte.

Offline haijaa

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Antw:Diagnose Giloblastom Grad 4
« Antwort #17 am: 09. Mai 2018, 18:25:08 »
Odansetron ist eine sogenanntes Antiemetika- es hilft ganz gezielt sehr gut!, GEGEN das Erbrechen und die Übelkeit

andere ähnlich wirkende Mittel findet ihr unter der letzten Rubrik "Serotonin(5-HT3)-Antagonisten" im Link
https://www.test.de/medikamente/vom_arzt/a_magen_darm/a_uebelkeit_erbrechen/a_uebelkeit_erbrechen/bespr.med/

Zitat
Wir haben auch schon in der Klinik angerufen und dort wurde nur gesagt wenn das Vergentan nicht hilft dann hilft auch nichts anderes.
wenn das wirklich so gesagt wurde, und nicht nur die Meinung einer/s unwissenden Mitarbeiter*in war; sucht euch bitte eine andere Klinik, dann haben sie dort wenig Erfahrung  mit onkologischen Behandlungen

wenn sie vom Magen her empfindlich ist, kann man einen zusätzlichen Magenschutz, wie Pantoprazol einsetzen, doch das ist meist nicht nötig, wenn das Erbrechen und die Übelkeit wirksam unterdrückt werden.
Bewährt hat sich die Einnahme am Abend oder in den frühen Morgenstunden, erst die Übelkeitstablette, Weckerstellen und dann nach 1-2 Stunden das Temodal
Wichtig allgemein: 2 Stunden vorher und 1 Stunde nach der Temodaleinnahme nichts essen.

Zur Nüchterneinnahme gibt es hier noch ausführlichere Erklärungen:
https://www.hirntumorhilfe.de/hirntumor/hirntumortherapie/chemotherapie/hinweise-zur-einnahme/



Offline vegeta

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Antw:Diagnose Giloblastom Grad 4
« Antwort #18 am: 15. Mai 2018, 11:24:06 »
Hallo nochmal und vielen dank für die Antworten. Meine Mutter macht jetzt seit 1 Wochen Chemo + Bestrahlung und es geht ihr zum Glück schon um einiges besser. Wir haben die Tablette gegen Übelkeit (Vergentan) jetzt jeden Tag 2x1 gegeben dadurch ging es ihr etwas besser ab und zu allerdings auch nicht so gut.  Wir vermuten das die Tabletten logischerweise irgendwann die Wirkung verlieren und werden meiner Mutter jetzt täglich  3x1 Tablette geben wie es auch in der Packungsbeilage steht und hoffen das es ihr dadurch nochmal besser geht . Ich kann auch echt absolut nicht nachvollziehen warum der Onkologe zuerst sagte nehmen Sie die Tablette nur bei Bedarf.  Wenn die Übelkeit erstmal da ist dann bekommt man diese nicht so schnell weg man muss dem vorher entgegen wirken. Na ja wir testen das jetzt mal so in der Hoffnung das es meiner Mutter so nochmal etwas besser geht.


Ein paar Fragen habe ich da noch .


1. Meine Mutter muss ziemlich oft aufstoßen obwohl sie gar nicht so viel trinkt.  Hat jemand eine Ahnung woran das liegen könnte?

2. Meine Mutter bekommt bisher kein Cortison. Hätte sie das nicht eigentlich bekommen müssen gegen Ödeme? Hab es schon öfter gelesen und da meine Mutter auch öfter sagt sie habe Kopfdruck was eventuell durch ein Ödem kommen könnte wundert mich das etwas.



Meine Mutter läuft hier jetzt auch schon öfter mal durch die Gegend aber so richtig viel machen kann sie noch nicht. Ihr wird mehrmals täglich so ein bissl düdelig im Kopf so das sie sich erstmal setzen muss das passiert meist wenn sie aus dem sitzen aufsteht wenn wir mit ihr zb zur Bestrahlung fahren. Jetzt fragen wir uns natürlich ob das nicht langsam mal besser werden müsste denn das hat sie bereits seit nach der Op am 16.4.18 und eigentlich sollte das ja mal etwas besser werden so das die Lebensqualität steigt. Wir dachten das wäre normal für die erste Zeit aber jetzt ca 1 Monat nach der Op ist das immer noch so.

Am Kreislauf kann es eigentlich nicht liegen weil wir jeden Tag min 30min mit ihr spazieren gehen es sei denn es geht ihr nicht so gut

Gruß Danny

« Letzte Änderung: 15. Mai 2018, 11:27:23 von vegeta »

Offline KaSy

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Antw:Diagnose Giloblastom Grad 4
« Antwort #19 am: 16. Mai 2018, 01:05:40 »
Hallo, Danny,
da das Auftreten der Übelkeit individuell sehr unterschiedlich ist, meinte der Onkologe mit "bei Bedarf" vermutlich, dass man schauen soll, ob überhaupt Übelkeit auftritt. Bei Euch ist der Bedarf da und nun gebt ihr das Mittel natürlich vor dem Essen und probiert aus, wie lange vorher das Mittel und zu welcher Tageszeit die Chemo am besten genommen wird.

Das Aufstoßen kann mit der Chemo zusammenhängen, auch hier solltet ihr probieren, welche Getränke besser vertragen werden und ob nicht kleinere und dafür häufigere Mahlzeiten günstig sind.

Dass sich die Lebensqualität noch nicht verbessert, liegt daran, dass zwar die OP vorbei ist. Aber Bestrahlung und Chemotherapie wirken doch recht stark auf den Körper. Eine Verbesserung könnte sich nach Abschluss der Bestrahlung nach und nach einstellen.

Cortison geben die Ärzte nur, wenn es wirklich erforderlich ist, da die Nebenwirkungen recht stark sind. "Einfacher" Kopfdruck ist noch nicht unbedingt ein Zeichen von Hirndruck durch ein Ödem. In dem Fall würde es ihr rasch deutlich schlechter gehen und dann ist Cortison angebracht. Durch die Bestrahlung wird sie ja täglich von Fachleuten gesehen und sie werden das erkennen.

Ihr solltet aber all diese Fragen auch den Ärzten stellen, momentan besteht ja täglich diese Möglichkeit unkompliziert.

KaSy
« Letzte Änderung: 16. Mai 2018, 01:08:14 von KaSy »
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

Offline Paujo

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Antw:Diagnose Giloblastom Grad 4
« Antwort #20 am: 16. Mai 2018, 08:05:49 »
Moin moin.

Aufstoßen muss nicht nur vom trinken kommen. Es kann auch zuviel Säure oder oder oder sein.
Wenn ihr zum Arzt geht dann schreibt vorher die Fragen auf.....so vergisst man nichts.

Eine Op und Bestrahlung an der hauptschaltzentrale, also am Gehirn, ist eine große Belastung für den gesamten Körper. Ein junger Mensch steckt das eher schneller weg als ein älterer.
Narkose über längere Zeit strengt an. Die Bestrahlung ist heftig.
Bis es besser wird kann es Wochen dauern.
Ihr braucht Geduld und Ruhe. Für den Betroffenen ist alles noch schlimmer. Die Diagnose plus aller Nebenerscheinungen schlägt aufs Gemüt und das hemmt den Fortschritt.

Ab der Op geht alles nur langsamer. Die Diagnose Hirntumor verändert das gesamte Leben. Nichts ist mehr wie vorher und es wird wahrscheinlich auch nicht mehr so.

Cortison  gibt es erst wenn das Gehirn anschwillt und das merkt der Patient und auch der Arzt wird es wissen. Sollte das so weit sein können auch Kopfschmerzen dazu kommen.

Ich wünsche euch viel Kraft, viel Geduld und einen guten Verlauf.

Alles Gute für die Mutter.

LG
Paujo 
Hinter dem Horizont geht s weiter.....

Offline vegeta

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Antw:Diagnose Giloblastom Grad 4
« Antwort #21 am: 10. Juli 2018, 11:25:12 »
Hallo liebes Forum . :-)


Meine Mutter  hat jetzt die erste die Bestrahlung + Chemo (Temozolomid 140mg) hinter sich und ab morgen nach 2 Wochen Pause geht es bereits weiter mit 250mg Temozolomid. Sie nimmt zusätzlich auch von Anfang an Methadon mit ein und ist jetzt bei 33 Tropfen seit Anfang Mai was wir aber wohl wieder etwas reduzieren müssen weil sie nun immer  extrem müde ist. Wir mussten auch  feststellen  das sie  Ausschlag bekommen hat an der Lippe und am Po ist das normal? Zusätzlich hat sie eine Infektion im Mund was jetzt langsam besser wird.  Desweiterer kann sie sich schlecht Sachen merken bzw vergisst schnell etwas was sie eigentlich noch machen wollte aber ich denke das ist nicht unnormal oder ?

Na ja sonst geht es ihr eigentlich einigermaßen gut sie kann besser trinken und essen als zuvor  und ihr war auch schon während der ersten Chemo Phase nachdem sie andere Medikamente gegen Übelkeit bekommen hat ( jetzt Ondansetron anstatt Vergentan) nicht mehr so extrem übel .



Ich wünsche euch allen nur das beste kämpft weiter :-)


Ps. Sorry das ich mich erst so spät wieder gemeldet habe und ich danke euch natürlich für die bisherigen Antworten

 



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