HirnTumor-Forum

Autor Thema: Zusammenhang von Prolaktinommedikament und Testosteron  (Gelesen 3135 mal)

Offline Philipp90

  • Newbie Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1
    • Profil anzeigen
Zusammenhang von Prolaktinommedikament und Testosteron
« am: 22. März 2016, 14:36:03 »
Hallo,
ich bin neu hier.
Seit gestern weiß ich, dass ich ein Mikroprolaktinom bzw. Hypophysenadenom habe.
Zufällig wurde bei einer Blutkontrolle einer Erhöhung von Prolaktin festgestellt und jetzt nach MRT der Verdacht eines Hypophysentumor bestätigt.
Gleichzeitig mit der Erhöhung des Prolaktins wurde festgestellt, dass mein Testosteronwert komplett im Keller ist, obwohl ich jung, sportlich bin und mich optimal ernähre.
Nun mache ich mir große Sorgen, das verordnete Medikament mit dem Wirkstoff Cabergolin (vermutlich mein Leben lang) einnehmen zu müssen - mit allen auch psychischen Nebenwirkungen. Die möglichen Nebenwirkungen sind gravierend.
Aber auch der viel zu niedrige Testosteronwert stimmt mich auch bedenklich.
Da es eine Wechselwirkung zwischen Prolaktin und Testosteron gibt, wird die Ursache des niedrigen Wertes darin gesehen.
Was ich jetzt nicht weiß, ist, ob sich bei einer Korrektur bzw. Abnahme des Prolaktins auch das Testosteron wieder steigen lässt. Ich würde die Zusammenhänge gerne verstehen.

Offline Mr.Tom

  • Newbie Mitglied
  • *
  • Beiträge: 1
    • Profil anzeigen
Antw:Zusammenhang von Prolaktinommedikament und Testosteron
« Antwort #1 am: 18. April 2016, 12:20:15 »
Hi Phillipp,
Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ist anderen Drüsen im Körper übergeordnet und sendet sozusagen Signale für die Hormonproduktion. Ein kompletter Ausfall würde bedeuten, dass dein Körper u.a. kein Cortisol & Testosteron mehr bilden kann. Die ganz genauen biochemischen Zusammenhänge kann ich dir leider nicht erklären.

Ich leide auch an einem Prolaktinom und werde seit ca. 6 Wochen mit Cabergolin behandelt. Grund für meinen Arztbesuch war eine geringe Leistungsfähigkeit und Müdigkeit. Das Resultat waren sehr schlechte Testosteronwerte & viel zu hohes Prolaktin.
Laut meinem Arzt schrumpft das Adenom durch das Medikament. Die Folge davon ist eine Normalisierung des Hormonhaushalts, also weniger Prolaktin und mehr Testosteron.

Ich bekomme von dem Medikament kurzzeitig  Kopfschmerzen, daher nehme ich es immer vor dem schlafen gehen. Eine weitere Nebenwirkung ist eine verstopfte Nase am Morgen. Bisher also nichts schlimmes, allerdings möchte ich das Medikament ebenfalls nicht mein Leben lang einnehmen, da im Verlauf ja größere Nebenwirkungen auftreten können (z.B Herzklappenveränderungen). Ich denke daher über eine Operation nach und möchte mich bald mal bei einem Neurochirugen beraten lassen.

Ich hoffe der Beitrag war hilfreich für dich! Schreib doch mal wie es dir mit dem Medikament geht, mich würde der Verlauf deiner Behandlung interessieren.

Viele Grüße
Tom

Offline Sabrina26

  • Newbie Mitglied
  • *
  • Beiträge: 2
    • Profil anzeigen
Antw:Zusammenhang von Prolaktinommedikament und Testosteron
« Antwort #2 am: 02. Juni 2016, 17:50:03 »
Hallo ich bin Sabrina und neu hier.
Habe durch Zufall euren Post gefunden.

Ich lebe seid 5 Jahren mit einem Makrohypophysenadenom.
Da meines damals ziemlich groß war und mein Augenlicht gefährdet war entschieden die Ärzte sich für eine op.
Leider hat diese nicht viel gebracht weil sie nicht alles entfernen konnten.  Über mehrere Jahre wurden dann verschiedene Medikamente ausprobiert, von Cabergolin über Dostinex bishin zu Bromocriptin. Aber wirklich los werde ich die Medikamente nie. Nach Jahren gewöhnt sich der Körper zwar daran. Aber zwischendurch hat man trotzdem noch schlechte Tage wo ich mich dann auch frage wie lannge hält man das durch ich bin erst 26. Aber irgendwie gibt es nie einen Grund aufzugeben

 



SMF 2.0.14 | SMF © 2014, Simple Machines
Hirntumor Forum © 1996-2018 hirntumor.de
Impressum | Datenschutzerklärung