HirnTumor-Forum

Autor Thema: 1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht  (Gelesen 7947 mal)

Offline Tina33

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 20
    • Profil anzeigen
1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« am: 06. Januar 2016, 16:51:33 »
Mein Mann hatte letztes Jahr die 4. Meningeom OP linkstemporal. Nun war die linke Seite neben dem Auge immer mal Leicht geschwollen. Heute morgen wieder und jetzt ist es mehr. Was kann das sein. Ist es eher etwas harmloses wie Lymphe oder kann es was schlimmes sein?

Offline TinaF

  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1165
  • Danke für dieses Forum!
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #1 am: 06. Januar 2016, 17:31:17 »
Hallo Tina33,

schön, mal wieder von dir zu hören. Ist ja Wahnsinn, dass dein Mann jetzt schon die 4. OP hatte. War es WHO II? Und wie geht es ihm?

Zur Schwellung kann ich nichts sagen. Wenn du schreibst, dass die Stelle immer wieder mal leicht geschwollen war, dann stellt sich mir die Frage, ob es ein Liquorkissen sein könnte. War dein Mann irgendwann mal mit dieser Schwellung bei seinem NC vorstellig? Ich würde das durch einen Arzt abklären lassen, wir können hier ja alle nur Vermutungen anstellen.

Auf jeden Fall wünsche ich dir und deinem Mann, dass es etwas vollkommen Harmloses ist. Alles Gute für euch!

LG TinaF
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline Tina33

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 20
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #2 am: 06. Januar 2016, 18:19:18 »
Naja er hat es dort schonmal erwähnt. Manchmal ist da nix und manchmal eben bissel. Heute nach nem Nickerchen mehr und wenn er drüberreibt, hat man das gefühl es verteilt sich. Liquorkissen würde bedeuten dass da Hirnwasser rein läuft. Kann man eher von was Harmlosen ausgehen? Schicke ihn morgen zum Neurologen. Neurochirurg ist erst am 15.1. wieder. Es war WHo 2. Tumor wachstum in großem Ausmaß ist unwahrscheinlich. Ich hasse es, wenn sowas am Abend ist.

Offline Tina33

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 20
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #3 am: 06. Januar 2016, 18:24:53 »
Muss ich jetzt bis zum Arzttermin Angst haben?
Da kann er doch auch ne Hirnhautentzündung bekommen oder

Offline TinaF

  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1165
  • Danke für dieses Forum!
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #4 am: 06. Januar 2016, 19:15:46 »
Ich kenne jemanden, der hat seit Jahren ein Liquorkissen, ohne dass es zu irgendwelchen Komplikationen gekommen ist.

Ich verstehe, dass du Angst hast, aber jetzt warte den morgigen Tag mal ab. Wenn der Neurologe keine Zeit hat, dann ab zum Hausarzt. Und evtl. auch noch einen Termin beim NC ausmachen.

Meine Daumen sind gedrückt!

LG TinaF
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline Tina33

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 20
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #5 am: 07. Januar 2016, 11:23:28 »
Mein Mann war gestern beim Bereitschaftsdienst. Die praktische Ärztin hats runtergespielt und meinte wenn es heute nicht weg ist zum Hausarzt. Da mein mann aber sehr selten dort ist habe ich beim Neurologen nachgefragt und der meinte wieso die nicht den Neurochirurgen hinzugezogen haben. Da mein MAnn das ja über 1 Jahr nach der OP erst bekam sollte wenigstens erstmal alles gecheckt werden. Nun isser im OP KH mit Einweisung vom Neurologen und die sollen gucken und entscheiden was zu tun ist.

Offline TinaF

  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1165
  • Danke für dieses Forum!
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #6 am: 07. Januar 2016, 19:11:46 »
Hallo Tina33,

ich denke, dass das die beste Variante ist. Jetzt gucken die drauf, die ihn operiert haben.

Meine Daumen bleiben gedrückt, sag uns doch bitte, was rausgekommen ist.

LG TinaF
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline krimi

  • Global Moderator
  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2082
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #7 am: 07. Januar 2016, 19:16:30 »
Hallo Tina33,

das war die richtige Entscheidung, die euer Neurologe getroffen.
Niemand kann dies besser beurteilen als ein Neurochirurg. Neurochirurgen kennen das Gehirn und in der Klinik sind schließlich die Unterlagen deines Mannes.
Er ist dort gut aufgehoben.

Alles Gute für euch.
krimi
Wer einen Platz im Herzen eines Menschen hat, ist nie allein.

Offline TinaF

  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 1165
  • Danke für dieses Forum!
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #8 am: 11. Januar 2016, 10:28:50 »
Hallo Tina33,

was kam denn im KH raus? Mittlerweile müsstet ihr doch wissen, was die Ursache dieser Schwellung ist. Wäre nett, wenn du uns Bescheid geben könntest.

LG TinaF
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline KaSy

  • Mitglied Forum
  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2164
  • Ich gebe niemals auf!
    • Profil anzeigen
Re:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #9 am: 12. Januar 2016, 22:47:36 »
Liebe Tina 33,
mich würde der weitere Verlauf und die mögliche Ursache auch interessieren.

Ich habe selbst Erfahrungen mit einem Liquorkissen, dass jedoch direkt nach der OP auftrat und nicht verschwand. Mehrere Neurochirurgen hatten verschiedene Meinungen, von "so lassen" bis "man kann eine folgenschwere Hirnhautentzündung bekommen". Ich habe es zwei Jahre nach der OP operieren lassen.

Wenn es bei Deinem Mann erst derart lange nach der OP auftrat, kann eigentlich kein "Leck" entstanden sein, durch das Hirnwasser an die falschen Stellen fließt, sodass ein Liquorkissen entsteht. Dafür spricht allerdings die Verstärkung im Liegen und der Rückgang in aufrechter Lage. Eine Entzündungsgefahr besteht in dem Fall, wenn Hirnwasser nach außen dringen kann, durch Nase, Ohren, Augen?

Gruß KaSy
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

Offline Tina33

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 20
    • Profil anzeigen
Antw:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #10 am: 21. Juni 2016, 15:09:41 »
Hier mal ein Update. Es war kein Liquorkissen. Beim nächsten MRT kam aber raus, dass eine 5. OP nötig ist, die war am 22.2.16 Alles super verlaufen, dachten nun reichts mal. Nun ja Fehler. Jetzt wieder am Deckel noch was und wohl auch schon länger an der Schädelbasis (konnte ich aus den Berichten nicht herauslesen. Ist aber wohl langsam wachsend. Nun soll in 3 Monaten , Anfang September kontrolliert werden. Bestrahlung ist vorgesehen. Das gestaltet sich schwierig , da unsere Kasse nicht für das KH zahlt und er müsste nach Krefeld.Nun überlegen wir Krefeld oder Kasse wechseln. Ich weiß nicht was wir tun sollen. In unserm KH soll es wohl ne Einmalbestrahlung sein und in Krefeld stationär. Der Arzt sagte was, dass er dort am Kopf nen Ring bekommt dafür. Hier wirds anders gemacht . Er hat uns nur frühzeitig informiert, damit wir in Ruhe entscheiden können. Wir können auch nochmal zum Gespräch kommen. Alles wir ich weiß. Der Tumor an der Schädelbasis macht mir Angst und ich weiß nicht, ob es nicht verschiedene Methoden sind in den KH und welche besser ist

Offline KaSy

  • Mitglied Forum
  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2164
  • Ich gebe niemals auf!
    • Profil anzeigen
Antw:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #11 am: 22. Juni 2016, 14:26:36 »
Hallo, Tina33,
Der Verlauf bei Deinem Mann klingt nicht gerade gut, andererseits gibt es Therapiemöglichkeiten sogar zur Auswahl.
Einzeitbestrahlungen werden nicht von allen Krankenkassen bezahlt, da sie den konventionellen Strahlentherapiemethoden nicht überlegen, aber deutlich teurer sind.
Eigenartig finde ich, dass es in Eurem KH nur die Einzeitbestrahlung (also Gammaknife oder Cyberknife) gibt, aber keine konventionelle Strahlentherapie. Letztere hat es dort wohl nie gegeben?

Üblicherweise finden Bestrahlungen an 30 Werktagen (= 6 Wochen) mit einer jeweils geringen Strahlendosis statt, die sich zur Gesamtdosis addiert. Dies wird getan, um dem gesunden Gewebe Zeit zu geben, sich in den Zwischenzeiten zu erholen.
Die konventionellen Bestrahlungen müssen nicht stationär erfolgen, das geschieht nur, wenn es dem Patienten so schlecht geht, dass er nicht täglich per Taxi den Weg von Zuhause zur Strahlentherapie zurücklegen kann. Die Taxikosten werden von den Krankenkassen übernommen.   
Die Bestrahlung, wo der Patient einen Ring um den Kopf "montiert" / "angeschraubt" bekommt, findet nicht mehr überall so statt. Ich selbst bin in den Jahren 2000 und 2011 bestrahlt worden, ohne Ring, jedoch mit einer speziell angefertigten Maske, mit deren Hilfe die stets möglichst gleiche Lagerung auf der Bestrahlungsliege erfolgen kann. Es ist möglich, dass bei den Einzeitbestrahlungen ein solcher Ring noch verwendet wird, auch das ist nicht überall so.
Die Methoden sind immer mehr verbessert worden und laufen computergestützt ab, so dass bei geringfügig veränderter Lage des Patienten bzw. seines Hirns die Bestrahlung nicht beginnt. Es wird aus verschiedenen Richtungen bestrahlt, um möglichst wenig gesundes Gewebe zu treffen und dennoch dem Zielvolumen (= Tumor) die maximale Dosis zukommen zu lassen.
Jede tägliche Einzelbestrahlung dauert nur ganz wenige Minuten.

Natürlich ist es die Entscheidung Deines Mannes, welche Bestrahlungsart er bevorzugt. Bei Zweifeln ist es wichtig, sich über beide Varianten gut zu informieren.

Alles Gute
KaSy


 
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

Offline Tina33

  • Junior Mitglied
  • **
  • Beiträge: 20
    • Profil anzeigen
Antw:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #12 am: 08. Juli 2016, 13:51:38 »
Also, so wie ich es verstanden habe, ist Erfurt mit der Maske und Krefeld mit festschrauben. Ich weiß immer noch nicht, wie ich mit meinem Mann da überhaupt ne Entscheidung treffen soll. In Erfurt gabs wohl ne Umstrukturierung. Er wurde vor Jahren schon mal dort bestrahlt mit Maske. Ich würde ungern unsere Kasse wechseln, wenn es nicht nötig ist. Kann man einfach sagen ob Erfurt oder Krefeld bzw. die beiden Varianten besser sind???? Ich werde um einen Gesprächstermin bitten und mir beides erläutern lassen und alles notieren.

Offline KaSy

  • Mitglied Forum
  • God Mitglied
  • *****
  • Beiträge: 2164
  • Ich gebe niemals auf!
    • Profil anzeigen
Antw:1 Jahr nach OP Schwellung im Gesicht
« Antwort #13 am: 08. Juli 2016, 22:57:57 »
Oh, was wurde Euch denn da empfohlen?!
Ihr wohnt offensichtlich in Erfurt und dort gibt es keine konventionelle Bestrahlung mehr, sondern nur noch Einzeitbestrahlungen.
Nun gut.
Aber wer, bitte schön, empfiehlt Euch Krefeld?? Das ist doch ewig weit weg!
Eine sehr gute und erfahrene Strahlenklinik gibt es z.B. in Dresden. Ich würde an Eurer Stelle auch in weiteren näher gelegenen Kliniken nachfragen. Ich habe in Dessau gute Strahlenexperten getroffen und die Berliner Charité hat ohnehin einen sehr guten diesbezüglichen Ruf. Selbst München wäre für Euch näher dran.
Wenn Du in Erfurt nicht fragen möchtest, dann schau im Internet oder ruf die Deutsche Hirntumorhilfe an, Kontaktdaten findest Du hier:
www.hirntumorhilfe.de
KaSy
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

 



SMF 2.0.14 | SMF © 2014, Simple Machines
Hirntumor Forum © 1996-2016 hirntumor.de
Impressum | Haftungsausschluss | Datenschutzerklärung