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Autor Thema: Kavernom -----Vorstellung newlady (Betroffene)  (Gelesen 2595 mal)

Offline fips2

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Kavernom -----Vorstellung newlady (Betroffene)
« am: 31. Dezember 2013, 15:12:20 »
Hallo!!
ich verfolge die Diskussionen hier seit paar Jahren ...und dachte mir,dass ich jetzt auch was schreibe

Also das mit dem Spätfolgen, hab ich das Gefühl das ich einer von vielen bin die  das volle Paket erwischt hat... :(

bei mir würde vor 6 Jahren ein Kavernom enteckt,und würde sofort not Operiert

ich habe wie auch andere die Symptome :
Vergesslichkeit
Sprachstörung,
Orientierungslos,
Erschöpfung,
Gleichgewicht
usw....
ich frage mich wirklich ob das noch normal ist???

Nach der OP war ich leider zu nichts mehr in der Lage ,hab mein Studium abgebrochen und war auch etwa 3 Jahre  Arbeitsunfähig ,weil ich ständig Panikanfälle hatte ,das es noch mal passiert...
ich habe auch das Gefühl das ich die 4 Jahre nach meine OP ganricht gelebt hab..kann mich nicht mal richtig dran erinnern

jetzt arbeite ich auch wider, und habe seit September mit  Studium wieder begonnen....
nur leider ist es sehr schwierig da ich am nächsten tag keine Erinnerung mehr hab was erzählt würden ist...

ich muss ständig lernen weil ich immer vergesse...
schon alles anstrengend

was mich am meisten stört ist die Sensibilität
ich bin sowas von Sensibel... ist das normal, gibts noch welche die sowas erleben
oder sollte ich mich lieber noch mal untersuchen lassen????

naja um ehrlich zu sein ,ich weis nicht mal ob der Eintrag hier Richtig ist..
und sorry mein Deutsch und die Rechtschreibung,denn auch das habe ich leider auch nicht mehr unter Kontrolle


ich weis nur nicht ob noch weitere Spätfolgen noch kommen???
wie andere auch beschreiben das man uns nicht ansieht was für Schwierigkeiten wir haben mit anderen mit zu leben.....
und ständig so zu tun als kommen wir mit....
man kann ja nicht ständig jeden erzählen was man für Defizite man hat

wird es irgendwann besser??



Vielen Dank und Viele Grüße
Maria

Vorstellungsthread erstellt Mod
Berichtet auch im Klinikbewertungsthread über Eure Erfahrungen.

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Offline Pedro

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Re:Kavernom -----Vorstellung newlady (Betroffene)
« Antwort #1 am: 01. Januar 2014, 16:57:47 »
Hallo Maria,

Willkommen im Forum.
Auch bei mir wurde 2001 eine Kavernomblutung links operiert. Erst sieben Jahre später zeigte sich ein atypisches Meningeom links und es folgten zwei Operationen und drei Gamma Knife Behandlungen.

Die letzten MRT's zeigen dass sich das Meningeom in den Bereich rechts des Keilbeinflügels ausgebreitet hat. Außerdem wird auch ein Kavernom rechts mit einem Durchmesser von 12 mm erwähnt, welchen meine behandelnden Ärzte aber vorerst keine Bedeutung beimessen möchten. Der Zusammenhang zwischen Kavernom und Meningeom ist mir nicht ganz klar, aber letztlich ist wohl alles auf die Ganzhirnbestrahlung zurückzuführen der ich mich 1986 nach einer Leukämie unterziehen musste.

Die von dir angesprochenen Symptome der Vergesslichkeit und fallweise Gleichgewichtsstörungen habe ich gerade zuletzt auch an mir feststellen müssen. Ich merke speziell seit den epileptischen Anfällen im November 2013 dass ich auffallend agressiv bin, auch wenn ich versuche es meinen Mitmenschen nicht spüren zu lassen. Die Frage, ob das normal ist kann ich dir leider nicht beantworten, aber ich möchte in den nächsten Woche in dieser Sache einen Psychologen aufsuchen.

LG Pedro
« Letzte Änderung: 01. Januar 2014, 17:02:07 von Pedro99 »

Offline Jaki267

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Re:Kavernom -----Vorstellung newlady (Betroffene)
« Antwort #2 am: 17. Januar 2014, 22:56:35 »
Hallo Newlady,

bei mir (46 J.) wurde Anfang 2012 (??) ein "eingeblutetes Kavernom im dritten Ventrikel" entfernt. Seitdem ist nichts mehr wie es war...

Mein Kurzzeitgedächtnis ist stark betroffen. Ich habe jetzt bereits Schwierigkeiten auf deinen Text einzugehen, da er irgendwie schon ... weg ist ... Es gibt mit Sicherheit Schlimmeres, aber das Doofe an der Sache ist: Trifft mich etwas auf der emotionalen Ebene fährt es Dauerkarusell in meinem Kopf. Ich kann dann nicht einordnen, ob es gerade heute, gestern oder vor einem halben Jahr passiert ist. Tja, und wie das Leben so ist, sind das leider nur die Dinge, die mit negativen Emotionen verknüpft sind... bei den positiven Dingen muss ich mich richtig anstrengen, dass ich sie nicht vergesse ... Ich gehe mal jetzt davon aus, dass mir auch viele positive Dinge seit meiner OP (Anfang 2012?? glaube ich) passiert sind. Mein Filmriss ist Silvesternacht 2011 auf 2012, Heimweg, meine Tochter hat zu Hause gefeiert und ich denke: Ach, es ist schon alles ruhig. Dann kommen nur kurze Momentaufnahmen meines Lebens... ziemlich wirr ...

Mir wurde eine Schwerbehinderung zu 90 % anerkannt und ich bin berentet. Ich würde aber gerne etwas machen, habe im gleichen Moment große Angst, dass ich es nicht schaffe. Zudem habe ich vorher Teilzeit gearbeitet. Das was mir bisher vorgeschlagen wurde (in geschützten Einrichtungen) war dann Vollzeit.

Mein Umfeld hat Probleme, mit mir umzugehen, da man mir meine OP nicht ansieht. Vorher war ich tough, berufstätig, engagiert ... jetzt schaffe ich gerade meinen Alltag, bin davon schon total erledigt und trotzdem gefrustet, warum ich nichts schaffe...  Meine Partnerschaft ist darüber zerbrochen und das ist auch besser so. Meine Tochter studiert im Ausland, was ich ihr von Herzen gönne und auch megastolz darauf bin, dass sie ihren Weg geht.

Sei es nur mal ein Bummel durch die Stadt. Dann bin ich von den Geräuschen und Bildern so fertig, dass ich nur noch Stille und Schlafen möchte.

Ich ziehe den Hut vor dir, dass du dein Studium wieder begonnen hast! Respekt! Dafür wünsche ich dir alles Gute, dass es deinen Vorstellungen entsprechend läuft.

Mit der Sensibilität kann ich zu 100 % bestätigen. Als wenn ein Filter, der früher Dinge von mir fern gehalten hat, mit entfernt wurde. Jetzt trifft mich manches voll ins Herz und ich kann es nicht einordnen, damit umgehen und was mich noch mehr ärgert: Es fährt Dauerkarusell im Kopf. (...und das habe ich oben schon erwähnt, was schon weg war und ich es jetzt beim Hochscollen wieder gelesen habe...)

 



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