HirnTumor-Forum

Autor Thema: Verdacht auf Tumor --- Vorstellung Juli89 (Betroffene)  (Gelesen 18204 mal)

Juli89

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Re:Verdacht auf Tumor --- Vorstellung Juli89 (Betroffene)
« Antwort #15 am: 06. Juni 2013, 17:50:26 »
Danke für eure Beiträge.
Was ich nur nicht verstehe: Wie kann ein EEG denn effektiv sein, wenn es nicht tadellos Aufschluss in Bezug auf die Ergebnisse geben kann? Ich meine, wenn nicht einmal garantiert ist, ob es wahrheitsgemäße Ergebnisse macht, wenn jemand einen Tumor hat und es nicht ausschlägt oder es ausschlägt und jemand keinen Tumor hat. Welcher Sinn steckt da dahinter?

Dann ist das ja wie beim Langzeit EKG. Wenn ich zwischenzeitlich eine Panikattacke bekomme, verfälscht das alle Werte. Und genauso ist es beim EEG wenn ich mich bewege. Oder nicht?

Offline Bluebird

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Re:Verdacht auf Tumor --- Vorstellung Juli89 (Betroffene)
« Antwort #16 am: 06. Juni 2013, 21:10:35 »
Hallo,

ich meine, irgendwer hat hier im Forum das EEG irgendwann erklärt, finde ich allerdings gerade nicht.
Nur soviel: das EEG ist eine erste neurologische Untersuchungsmethode, die die Hirnströme eines Patienten misst. Die Auswertung nach den einzelnen Kriterien ist ein kompliziertes Machwerk und sollte den Fachärzten vorbehalten sein.
Erkennt ein Arzt bei der Auswertung Abweichungen von der Norm, wird er weitergehende Untersuchungsmethoden - die Bilddiagnostik - anordnen, um feststellen zu lassen, ob und welche Ursachen diese Abweichungen haben. Hierbei muss nicht zwangsläufig ein Tumor vorhanden sein, es gibt vielfältige Gründe hierfür.
Ein EEG ist immer nur eine Darstellung des aktuellen IST-Zustandes.
Warum ein Tumor teilweise per EEG nicht feststellbar ist? Weil er womöglich aufgrund seiner geringen Größe oder der Lokalisation die Hirnströme nicht negativ beeinflusst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektroenzephalografie

Ein übliches Kurzzeit- Ruhe-EKG, das Auffälligkeiten zeigt, wird meist wiederholt, um zu sehen, ob intermittierende (sich wiederholende) Abweichungen vorliegen. Sollte dies der Fall sein, werden auch hier weitergehende Untersuchungen stattfinden müssen.

LG
Bluebird
 

« Letzte Änderung: 06. Juni 2013, 21:16:05 von Bluebird »
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Juli89

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Re:Verdacht auf Tumor --- Vorstellung Juli89 (Betroffene)
« Antwort #17 am: 06. Juni 2013, 22:05:37 »
Danke, du hast das sehr schön formuliert.
Kannst du mir vielleicht noch sagen, wie Abweichungen auch fälschlicherweise zu stande kommen können?
Mich würde interessieren, welche Auswirkungen es hat, wenn ich versehentlich wackle, die Augen öffne, sehr nervös bin?

Offline krimi

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Re:Verdacht auf Tumor --- Vorstellung Juli89 (Betroffene)
« Antwort #18 am: 06. Juni 2013, 22:32:33 »
Bluebird hat sehr gut beschrieben wie ein EEG funktioniert.
Super, Bluebird.

Dem möchte ich nur ein Link hinzufügen.

http://www.neuropraxis-schmiedel.de/eeg.html

In diesem Beitrag wird auch erklärt was passiert wenn du z.B. die Augen öffnest.
Und was beachtet werden sollte.


krimi
« Letzte Änderung: 06. Juni 2013, 22:37:18 von krimi »
Wer einen Platz im Herzen eines Menschen hat, ist nie allein.
______________

http://www.hirntumor.de/forum/index.php/topic,6956.msg50233.html#msg50233

Offline Bluebird

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Re:Verdacht auf Tumor --- Vorstellung Juli89 (Betroffene)
« Antwort #19 am: 07. Juni 2013, 09:47:12 »

Du hast berechtigte Fragen, die allerdings auch nur ein Facharzt beantworten sollte.
Wir können und dürfen als Laien hier keine Deutungen abgeben, welche Faktoren zu Deiner Verdachtsdiagnose führten. Ich würde diese an den Neurologen zu richtenden Fragen nicht vor dem eigentlichen MRT-Ergebnis stellen, sondern dieses abwarten und dann das Gespräch suchen.

« Letzte Änderung: 07. Juni 2013, 11:07:12 von Bluebird »
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Juli89

  • Gast
Re:Verdacht auf Tumor --- Vorstellung Juli89 (Betroffene)
« Antwort #20 am: 07. Juni 2013, 23:13:24 »
Danke für den Link.
Wie gesagt. Ich weiß noch nicht ob übrhaupt und wann ich ein MRT wahr nehme.

 



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