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Autor Thema: Bewegungseinschränkungen durch Hirnmetastasen?  (Gelesen 1080 mal)
BiBuBa
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Beiträge: 2


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« am: 11. Oktober 2012, 14:47:47 »

Hallo zusammen,

seit Sommer diesen Jahres kämpft ein Bekannter gegen Krebs.
Zunächst hat man einen Lungentumor entfernt, im Nachgang wurde festgestellt, dass dieser gestreut hat.

Nun hat man Metastasen im Kopf festgestellt.
Seither hat die Person Aussetzer: Schwere Probleme mit der Aussprache und vergisst Schlüsselwörter.
Zudem hat er eine geringfügige Lähmung am rechten Mundwinkel.
Hinzu kommt, dass der rechte Arm nur mit Einschränkung bewegt werden kann:
Er kann zwar teilweise angehoben werden, die Finger können auch bewegt werden, aber sowohl Kraft und Koordination fehlen vollkommen in Arm und Hand.

Laut Ärzten liegt dies an den Metastasen (bekommt derzeit Bestrahlung).
Nun muss man allerdings auch erwähnen, dass aufgrund des angegriffenen Knochenbaus auch noch das Schlüsselbein auf der rechten Seite gebrochen war und operiert wurde.

Während nach einer Woche Bestrahlung auffällt, dass die Aussprache besser wird und die Vergesslichkeit weniger, macht uns der Arm allerdings gehörig Probleme (Einschätzung ist eher dass es schlechter wird).

Hat jmd. ähnliche Erfahrungen gemacht, kann die Lähmung im Arm auch durch einen falschen Eingriff bei der Operation des Schlüsselbeins gewesen sein.

Wäre um jede Antwort mehr als dankbar!

Grüße
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KaSy
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God Mitglied
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Beiträge: 1483

sunshine


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« Antworten #1 am: 11. Oktober 2012, 16:52:21 »

Liebe/r  BiBuBa,
es ist gut, dass Du Dich für Deine bekannte Person hier informieren möchtest.
Du wirst auch Antworten erhalten.
Ich habe als Meningeom-Mehrfachbetroffene und Vielleser hier im Forum einige eigene und angelesene Erfahrungen.

Von sprachlichen Störungen  (
Schwere Probleme mit der Aussprache und vergisst Schlüsselwörter.
) und damit zusammen hängenden Lähmungen (

Zudem hat er eine geringfügige Lähmung am rechten Mundwinkel.
) berichten hier mitunter Betroffene oder deren Angehörige.


Die Probleme mit dem Arm sind nach Deiner Beschreibung (
Hinzu kommt, dass der rechte Arm nur mit Einschränkung bewegt werden kann. Er kann zwar teilweise angehoben werden, die Finger können auch bewegt werden, aber sowohl Kraft und Koordination fehlen vollkommen in Arm und Hand.
) aber keine "Lähmung im Arm". Eine Lähmung würde mit den Metastasen im Hirn zusammenhängen können.

Die fehlende bzw. eingeschränkte Beweglichkeit, Kraft und Koordination im Arm haben vermutlich mit der OP des Schlüsselbeins zu tun. Das Schlüsselbein wird nach seiner OP üblicherweise mit einem geeigneten Verband (Rucksackverband) zwecks Schonung stillgelegt. Damit wird der Arm ja für eine gewisse Zeit nicht mehr bewegt. Nun fehlt die Forderung an den Arm, er wird nicht mehr angehoben und muss auch nichts Schweres tragen, also verlässt ihn auch die Kraft. Das wird mit der üblichen Physiotherapie und dem Training des Armes wieder hergestellt. Dafür war wegen der Metastasen-Therapie vermutlich nicht ausreichend Zeit. Immerhin können ja die Finger bewegt werden, es kommen also alle erforderlichen Signale über die Nervenbahnen bis in die Finger an.

Wieso die Koordination nicht klappt, das weiß ich nicht.


 
Wichtig für detailliertere Antworten wäre es, wenn Du mitteilen könntest:

- Wann war die Schlüsselbein-OP?
- Wie lange wurde das Schlüsselbein geschont?
- Gab es bereits eine Physiotherapie für den Arm?
- Wann war die Lungentumor-OP?
- Wann begannen die Bestrahlungen, wie lange sind sie geplant und welche Begleittherapie findet statt (z.B. Cortison) Wird gezielt bestrahlt oder ist es eine Ganzkopf- oder sogar Ganzkörperbestrahlung?
- Wo überall im Körper liegen die Metastasen, insbesondere auch: Welche Hirn-Bereiche sind betroffen?
     (Wegen der Sprachprobleme gibt es vermutlich rechts seitlich Metastasen. In der Nähe dieses Gebietes befinden sich Bereiche, die für die Ausführung bewusster Bewegungen zuständig sind.)


Ich bin mir einigermaßen sicher, dass auch die Koordination des Armes mit physiotherapeutischer Unterstützung wieder hergestellt werden kann.


Dass es bereits nach der ersten Bestrahlungswoche Verbesserungen im Sprachvermögen gibt, ist ein sehr gutes Zeichen. Ich hoffe sehr und wünsche es der Person, dass die Bestrahlung weiterhin so gut anschlägt.

KaSy
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Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!
BiBuBa
Newbie Mitglied
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Beiträge: 2


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« Antworten #2 am: 12. Oktober 2012, 16:36:14 »

Hallo und vielen Dank für die Rückmeldung!!!
Zitat
- Wann war die Schlüsselbein-OP?
Gebrochen am 3.9., operiert am 6.9.

Zitat
- Wie lange wurde das Schlüsselbein geschont?
Eine Bandage hat er vor der OP 3 Tage getragen und nach der OP tagsüber 3-4 Tage.

Zitat
- Gab es bereits eine Physiotherapie für den Arm?
Es gab eine Krankengymnastik im Krhs. Es wurde sich darum gekümmert dass er ab nächste Woche eine regelmäßige Physio bekommt.

Zitat
- Wann war die Lungentumor-OP?
August 2012
Zitat
- Wann begannen die Bestrahlungen, wie lange sind sie geplant und welche Begleittherapie findet statt (z.B. Cortison) Wird gezielt bestrahlt oder ist es eine Ganzkopf- oder sogar Ganzkörperbestrahlung?
Er hat erst seine 4. Bestrahlung bekommen (Beginn letzte WOche) und er soll die nächsten 5 Wochen bestrahlt werden.
Cortison-Therapie: Erst Tabletten, dann eine Woche lange via Tropf und jetzt wieder Tabletten. Die Dosis soll meines Wissens nach bald runter gefahren werden bis hin zur Absetzung.
Es findet eine Schlüsselbein- und Ganzhirnbestrahlung statt.

Zitat
- Wo überall im Körper liegen die Metastasen, insbesondere auch: Welche Hirn-Bereiche sind betroffen?
     
Ich weiß nur von einer Metastase im Kopf. Diese befindet sich links hinten (aufliegend auf Sprachzentrum usw.). Vermutlich befinden sich noch Metastasen in der anderen Lungenseite. Das konnte bisher aber noch nicht weiter untersucht werden, da die o. g. Faktoren erst behandelt wurden bzw. werden.

Vielen Dank für alles!
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