HirnTumor-Forum

Autor Thema: Adenokarzinom Metastase im Gehirn---Vorstellung Pino (Betroffener) Italien  (Gelesen 21196 mal)

Offline pino

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Hallo Forum
lese hier schon 2 - 3 tage und wollte mich jetzt mal vorstellen. Bei mir ist noch alles ganz neu. Ich hatte im letzten Monat einige leichte Probleme, so hatte ich das gefuehl meine linke Koerperhaelfte sei weniger stark als die Rechte. besonderst beim sport ist mir das aufgefallen.
Dann war ich fahriger und weniger konzentriert, und dann hab ich einen Unfall gebaut. Gott sei dank hat sich dabei keiner weh getan, nur eben beide Autos einen gehoerigen Schaden. Na ja blech kann man ja reparieren.
Dann bin ich am 27 zum Arzt um mich mal untersuchen zu lassen. Die Aerztin hat mich darufhin sofort ins Krankenhaus geschickt um eine ct des Kopfes zu machen. Dann  haben sie mich sofort mit verdacht auf Hirntumor nach Pisa in die Neuroklinik gebracht( ich bin Deutscher wohne aber in Italien). In Pisa haben sie dann eine Resonanza Magnetica (?? in Deutsch) gemacht und mich dann am 2. Mai operiert. Adenokarzinom in der rechten vorderen Gehirnhaelfte.
So jetzt bin ich schon wieder zu Hause mit einem riesen schnitt auf dem Kopf, und warte auf das Histologische Ergebnis. Obwohl die Ärzte meinten das sei höchstwahrscheinlich eine Metastase, und anhand der Histologischen Untersuchung koenne man sagen wo der Primaertumor zu suchen sei.
Jetzt sitze ich hier und hoffe das sie den auch finden und der dann auch operabel ist.
Entschuldigt meine Fehler aber ich war noch nie ein grosser schreiber.
Fragen hab ich eigentlich tausende, aber ich lese erstmal ein bisschen im Forum, vieles ist warscheinlich schon wo anderst geschrieben.
LG Ralf

Offline fips2

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Hallo Pino (Ralf)

Sorry dass sich bis jetzt noch Keiner gemeldet hat.

Heute ist alljährlicher Hirntumortag. Dieses Jahrin Berlin und viele Forenmitglieder sind da hin gereist um neue Informationen zu erhaschen.

Willkommen im Forum

Zu deiner Frage Resonanza Magnetica.
Das ist die italienische Bezeichnung für ein MRT (Magnet Resonanz Tomographie)
Ein Verfahren um detailliert Strukturen im Körper,  mittels starken Magnetfeldern darzustellen.
Eine für den Körper recht schonende, aber relativ teure Untersuchungsmethode.
http://www.hirntumor.de/forum/index.php/board,95.0.html

Mit Metastasen ist das so eine Sache.
Es ist wirklich wichtig den Muttertumor zu finden. Ich drücke dir die Damen, dass er schnell gefunden wird und sich als eine gut operative Variante erweist.

Mach dir mal keine Sorgen wegen der Fehler. So lange du nicht alles in einem Block und dann auch noch in Kleinschreibung, ohne Satzzeichen schreibst, ist es OK.
Notfalls bessern wir Moderatoren, wenn wir Zeit dazu haben, aus.
Aber dein Stil ist schon in Ordnung.

Gruß und immer gute Befunde
Fips2

PS
Wie du siehst ,habe ich deine Überschrift geändert. Das dient der besseren Übersicht im Forum um deutlich zu machen, dass du ein Neuling bist, der sich vorstellt. Anders gehen solche Beiträge im Umfangreichen Forum evtl. unter und das wäre Schade. Oder?


« Letzte Änderung: 07. Mai 2011, 19:59:29 von fips2 »
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Offline pino

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Ciao und danke fips2 fuer deine Antwort und der Anpassung des Titels.
Auch ich hoffe das man den Primaertumor schnell findet und das er operabel ist.
Dann werden wir den operieren und dann wird alles wieder gut. So das hoffe ich und glaube ich auch ein bisschen. Ab und zu hab ich natuerlich Angst, aber das hilft mir nicht weiter und dann denke ich schnell an meine Frau oder etwas anderes schoenes.
Habe auch aufgehört mir alle Alternativen hier im Forum durch zu lesen. Erstmal muss ich mich von der op erholen, dann hab ich nächste Woche eine ganzkörper-ct, und da hoffe ich mal das man schon mal was sieht. Dann in unglaublich langen noch 18 tagen ist die Histologische Untersuchung fertig ( 3 Wochen ab der op, das ist unglaublich lange wenn ich so hier lese das das in D Land das ganze so eine woche dauert) und da muesste man ja dann genauer sehen wo man suchen muss. Und dann ja dann mach ich mir gedanken und schau genauer nach wie man das am besten angeht.
Ach, und noch was ganz anderes. Ich arbeite als Taxifahrer(habe mein eigenes Taxi). Aber vorerst darf ich ja nicht Auto Fahren (was ich im Augenblick auch gar nicht könnte). Aber was ich im Netz so finde 3 bis 5 Monate,. erschreckt mich schon ganz schön. Nicht das ich Arbeitsversessen bin, aber so ein gutes soziales Netz wie in D Land gibt es hier nicht, sagen wir ruhig es gibt kein soziales Netz. Also würde mich freuen über Erfahrungsberichte, ab wann ihr wieder sicher Auto fahren konntet.
Kommt natürlich immer auf den Einzelfall an, ist mir schon klar.
also bis dann und haltet die Ohren steif ciao Ralf

Offline fips2

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Wie das in Italien mit den Fahrverboten für Hirnoperierte geregelt ist, muss du dort erlesen. Die Fahrverbote die du gelesen hast beziehen sich auf Deutschland.
Vielleicht meldet sich noch einer der Italien-Betroffenen hier, die dir darüber Auskunft geben können.

IgB Fips2
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Offline pino

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heute habe ich etwas Schwindelgefuehl, also lige ich heute im Bett. Bisher hatte ich sowas noch nicht aber 6 Tage nach op ist das vielleicht normal, hier im Forum zu schwindelgefuehl habe ich zwar was gefunden , wird bei euch oft mit epilepse gleich gesetzt. Ich habe keine Ahnung wie sich Epilepsie anfuehlt, nehme aber pillen vom Krankemhaus 2 mal taeglich. Wenn das bis morgen nicht vorbei geht, gehe ich ins Krankenhaus.
Ist das eigentlich normal, das man schon nach 4 Tagen nach op aus dem Krankenhaus entlassen wird ?
Habe auch so viele Fragen weil ein Doctor von der Neurocirogie hat mit mir bei der Entlassung nicht geredet, das haben sie mir fürs Faedenziehen versprochen.

Offline pino

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Will nicht nur schreiben wenn ich mir sorgen mache, heute geht es mir gut keine Beschwerden. War beim onkologen für den Plan der nächsten Wochen, dabei habe ich erfahren das ich für 2 Jahre kein Auto mehr fahren darf. Muss ich mir also auch noch ne neue Arbeit verschaffen. aber alles der reihe nach, erst mal werde ich gesund werden, dann kommt die Arbeit drann. Aber es ist schon seltsam irgendwie mach ich mir gar keine sorgen mehr, eher das Gefühl das wird schon alles irgendwie gut enden. Hoffentlich bleibt das so. Ciao Ralf

Offline pino

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So, wollte nur mal kurz schreiben, damit mal was positives hie steht.
Erstmal zum Histologischen Befund, ein adenocarzinom,  schlecht differenziertes carzinom was auf TTf1 Faerbung anspricht und deshalb mit hoher warscheinlichkeit aus der Lunge kommt.
Nur da konnten meine Aerzte bis jetzt nichts finden mit Ct und ganzkoerner Pet/ct ganzkoerper sonografie, nichts zu finden. Ich fuehle mich ausgezeichnet und bin dabei Dintoin (gegen Epilepsie) langsam aus zu schleichen. Danach darf ich dann wieder alles machen.
Als letztes muss oder soll ich noch eine Darmspiegelung machen, und wenn da nichts ist (und da ist warscheinlich nichts) dann sehen wir uns in einem halben Jahr wieder zur naechsten Kontrolle.

Fazit nicht immer findet man einen Primaertumor bei einer Hirnmetastease.
Entweder zu klein um gefunden zu werden, oder das imunsystem (meins) hat den schon erledigt.  :)


Also jetzt sind ja wieder einige Monate rum. Mittlerweile wurde ich das zweite mal operiert weil da nach 3 Monaten ein Rezidiev nachgewachsen war das wieder fast 2*2 cm groß war. Die Op gindg so wie die erste Problemlos über die Bühne nach 4 Tagen nach op wieder zu Hause. Mittlerweile habe ich auch eine Bronchoskopie machen lassen, seeeehr unangenehm aber angenehm das sie da nichts gefunden haben. Habe immer noch ab und zu leichten Schwindel, eher eine Unsicherheit aber mein Doc meinte das könne auch ewig anhalten mmmh mal sehen, wenn das das einyige ist was bleibt so kann man damit leben.
jetzt habe ich alle 3 Monate meine Kontrollen, sehr eng da ich erstmal chemo und Strahlenterapie ausgeschlagen habe, werde der Krankheit mit einem gesünderem leben ein wenig Naturheilmitteln(sage hier nicht welche weil ich die Meinung der meisten hier kenne) mit dem wechseln der Arbeit und einer Psychotherapie bekämpfen. Es geht mir zur Zeit gut und morgen fange ich wieder an zu arbeiten -- nach 6 Monaten das erste mal. Muss aber sonst bin ich Pleite. Also ich hänge hier wieder was an nach meiner nächsten Kontrolle. Ich drück euch allen die Daumen. Und wenn ihr Statistiken lest dann immer schauen ob ihr euch da nicht auf die positive Seite stellen könnt bei CUP liest man oft im Netz das man eine Überlebensschanze von 3 oder 4 % hat, für mich hört sich das nicht schlecht an, da ich sicher bin ich werde zu den 3% gehören 0% währe da schon schlechter.

bin immer noch da 31.05.2012, schreibe auch noch was sonst noch so raus gekommen ist, aber nur wenn das überhaupt jemanden interessiert, scheint ja eher nicht so zu sein. Muss ja auch nicht.
« Letzte Änderung: 31. Mai 2012, 22:05:46 von pino »

Offline Romy

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Hallo Pino,

also, mich würde es schon interessieren, wie es Dir geht und was bei der Untersuchung rausgekommen ist...
Ich habe Deine Geschichte eben erst gelesen, weil ich normalerweise in einer anderen "Abteilung" unterwegs bin, SORRY!

Ein schönes, sonniges Wochenende wünscht Dir
Romy

Offline pino

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Hallo da ja doch immer mal wieder jemand reinschaut, und damit nicht alle denken ich sei mittlerweile gestorben. Ist nicht so. Am Ende Dezember 2011 2 Tafe nach Weihnachten so ungefaehr 1 Jahr her wurde mein Haupttumor in der Lunge gefunden Apicale links so fast an der Subclavia. Am Anfang wurde mir gesagt das sei nicht operabel bis ich dann in Mailand einen guten Arzt gefunden habe fuer den das kein Problem darstellte er wollte nur nicht sofort operieren sondern erst nach 3 Zyklen Chemio Cisplatin und Alimpta bevor ich mit der Chemo angefangen habe habe ich Aloe eingenommen bin dann nach D Land gefahren und habe eine B17 Kur gemacht die ich dann mit Tabletten und Diät  fortgesetzt habe. Während der Chemo weiter mit Diaet und Aloe B17 und hoch dosiert Vitamin C und D3. Dann im April CT und Pet deutliche verkleinerung des Tumors. Dann Op am 10 Mai oberer linker lungenlappen und etliche Lympfknoten. Mit dem Histologischen wunderbaren Ergebnis pT0 pN0 so was liest sich super und ist nicht sehr heufig. Jatzt kann ich nicht sagen was genau geholfen hat aber es ist auch nicht wichtig. HAupsache ist das es geholfen hat. Ich habe gerade meine 2. Kontrolle hinter mir alles ohne Befund.
Ab und zu ist mir immer noch schwindelig aber daran werde ich mich wohl gewoehnen muessen. Ich wuensche euch allen ein schoenes Fest und immer gute Befunde.
Und denkt daran nichts sollte unsere gute Laune verderben und haltet euch immer eine Chance offen.
Ciao Ralf

Offline pino

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Hallo da bin ich mal wieder Ende 2013 wurde bei mir nochmal eine Metastase im Hirn gefunden diesmal links hinter dem Ohr. Da ich mitlerweile schon viel mehr wusste was man machen kann habe ich mich diesmal fuer Cyberknife entschieden und jetzt nach so gut wie 2 Jahren ist die Metastase nicht mehr zu sehen. Man braucht gedult aber ih bin froh das es mir wieder gut geht und ich keine beschwerden habe nur allein meine onkologen sind noch nicht zufrieden und wollen gerne alle 4 monate eine Mrt machen. Nun ja wenn es so sein soll so mach ich das halt aber ich lasse mir keine Angst machen.
Wenn hier noch ab und an jemand liesst soll er wissen das es auch viele gibt die mit Krebs wieder gesund werden
Ciao bis zum naechsten jahr

Offline krimi

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Re:Adenokarzinom Metastase im Gehirn---Vorstellung Pino (Betroffener) Italien
« Antwort #10 am: 18. November 2015, 22:56:54 »
Hallo pino,

danke für deine neue Nachricht.
Es freut mich zu lesen, dass die Bestrahlung erfolgreich war und die Metastase nicht mehr vorhanden ist.
Das macht Mut und hilft anderen Betroffenen Hoffnung zu haben.

Dass deine Ärzte dich gern weiter regelmäßig überwachen möchten, spricht doch für ihre Gründlichkeit und ihr Interesse an dir als Patienten.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem positiven Befund.

Viele Grüße
krimi
Wer einen Platz im Herzen eines Menschen hat, ist nie allein.

Offline KaSy

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Re:Adenokarzinom Metastase im Gehirn---Vorstellung Pino (Betroffener) Italien
« Antwort #11 am: 19. November 2015, 22:20:50 »
Hallo, pino,
ich bin erst jetzt auf Deine Geschichte gestoßen und habe sie mit Interesse verfolgt.
Es ist wirklich sehr schön, dass Du mit den verschiedensten Methoden erfolgreich gegen den Krebs im Kopf und in der Lunge ankämpfen konntest.
Ich habe noch eine Frage: Bist Du damals weiter Taxi gefahren oder musstest Du Dir wirklich eine andere Arbeit suchen? Und jetzt - Du schreibst, Du bist wieder gesund - arbeitest Du auch wieder wie früher?
Ich wünsche Dir sehr, dass die Kontrollen keine Tumoren mehr finden werden!
KaSy
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

 



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