HirnTumor-Forum

Autor Thema: Frontobasales M. Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP  (Gelesen 7751 mal)

modus09

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Frontobasales M. Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP
« am: 14. Januar 2011, 17:41:05 »
Ich weiß seit kurz vor Weihnachten - per Zufallsbefund - nach einem Hörsturz, dass ich laut MRT ein " Frontobasales Meningeom" hab - und übernächste Woche bin ich zur  OP in der MHH bei Prof. Krauss angemeldet. Diese Forum hab ich auch per Zufall entdeckt und mich bisher nur schlau gelesen,wie man so schön sagt. Ich bin froh darüber,dass es dieses Forum gibt, es hilft doch ungemein und gibt Hoffnung.
« Letzte Änderung: 14. Januar 2011, 17:43:09 von fips2 »

Offline TinaF

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Re: Frontobasales M.-Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP
« Antwort #1 am: 15. Januar 2011, 16:44:09 »
Hallo modus09,

ein herzliches Willkommen bei uns im Forum.

Freut mich, dass Du durch das Forum schon Infos, Hilfe und Hoffnung bekommen hast. Ich bin auch immer wieder unheimlich froh, dass ich hier gelandet bin.

Für Deine OP wünsche ich Dir alles erdenklich Gute. Magst Du noch ein bisschen was über Dich schreiben? Wie groß ist Dein Meniningeom? Hast Du bereits Ausfallerscheinungen?

Mein erstes Schädel-MRT wurde auch nach einem Hörsturz gemacht, das war 1997 und in meinem Kopf war noch alles okay. 2009 fand man dann ein 5x6 cm großes Meningeom, links-frontal. Der Schock war riesig, die Beschwerden, die ich vorher hatte, allerdings auch. Bis zur OP verging nach Diagnose nur eine Woche. Das alles ist jetzt schon fast 17 Monate her und es geht mir recht gut.

Solltest Du noch Fragen haben, dann raus damit, hier findest Du immer ein offenen Ohr (bzw. Auge ;)).

LG TinaF
« Letzte Änderung: 16. Januar 2011, 12:51:32 von Bluebird »
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline Pefferkorn

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Re:Frontobasales M.-Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP
« Antwort #2 am: 16. Januar 2011, 07:55:06 »
Hallo Modus09,

auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen hier im Forum, wenn auch der Anlass natürlich nicht wünschenswert ist! Hier bist du auf jeden Fall gut aufgehoben, hier ist immer jemand, der dir mit Ratschlägen zur Seite steht!

Hast du denn Ausfallerscheinungen, wo genau liegt dein Menigeom? Meins liegt auch basal, aber temporo- basal, und wird beobachtet, da ich keine Beschwerden habe. Hängt denn dein Hörsturz mit dem Meningeom zusammen?

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute, dass du sowohl körperlich als auch seelisch in guten Händen bist und deine OP optimal verläuft und das erwünschte Ergebnis bringt!

Liebe Grüße,
Maria
« Letzte Änderung: 16. Januar 2011, 12:51:53 von Bluebird »

modus09

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Re.Frontobasales M.-Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP
« Antwort #3 am: 16. Januar 2011, 11:54:40 »
Ich möcht mich erstmal bei TinaF und Maria bedanken-es ist wirklich ein gutes Gefühl, nicht allein dazu sein mit der Angst vor und nach der OP. Mein Mann steht mir glücklicherweise auch sehr gut zur Seite.
Jetzt, so relativ kurz vor der OP (26.1. Ankunft MHH, 27.1. OP) merke ich immer wieder, wie ich dazu neige, den Kopf in den Sand zu stecken oder an Dinge zu denken, die nebensächlich(?) sind: so z.B. was zieh ich tagsüber an, so dass ich nicht ins Schwitzen komm (obwohl ich sicherlich, wie Prof.Krauss sagte, ein bis zwei Tage auf der Intensiv-Station liegen werde)
Das Meningeom liegt ja vorn kurz oberhalb der Augenbrauen, fast in der Mitte und ist 3cm groß, also wohl Grad 1, wie Tina meint.

Der Professor will alles vorne aufklappen - sozusagen ich werde (Galgenhumor!) "skalpiert".
Wer von euch hat(te) denn auch ein sog. "Frontobasales Meningeom"?

Wie lang hat bei euch die OP gedauert? Der Prof. sagte was von 5 Stunden.

Wie war denn das Befinden hinterher? Übelkeit etc.?

Wie lang musstet Ihr in der Klinik bleiben? 10 Tage?

Und hinterher AHB oder Reha?

Was ist denn nun der Unterschied zwischen AHB und Reha?

Wie lang hat's ungefähr gedauert, bis Ihr wieder die "Alten" ward, das heißt , dass Ihr z.B.wieder Auto fahren konntet (ich hab hier gelesen, nach einer Kopf-OP dürfe man eine Zeit lang (wie lange?) nicht Auto fahren?

Rehas hab ich seit meiner vorzeitigen Pensionierung schon drei gemacht, und da hat nur meine Beihilfestelle einen Teil gezahlt, da ich nicht mehr aktiv im Schuldienst bin, sondern nur "passives" Mitglied der Lehrerschaft .... - Und die Private Krankenversicherung hat nur einen minimalen Teil pro Tag beigesteuert, so dass ich jeweils doch auf einem Teil der Kosten "sitzen blieb"
Ich war immer in der "Gesundheitsklinik Stadt Hamburg" in St.Peter-Ording wegen meines total kaputten Rückens und wegen der Depressionen. Das letzte Mal hab ich mich auch wegen des Tinnitus behandeln lassen, der übrigens ein gutes halbes Jahr vor meiner Diagnose (Ende November 2010) frontobasales Meningeom einschließlich übelster Hörstörungen (50% Minderung) auftrat.
Schwindelgefühle (nur beim Gehen) hatte ich zwischendurch auch schon vorher- trotz  
Walkens, da hab ich nichts bemerkt - mit meinen 64 Jahren, die ich eigentlich nicht bemerke, nur auf dem Papier. Das Walken tut dem Rücken und den Depressionen sehr gut.

Ach ja, und was ich in der ganzen letzten Zeit sehr stark bemerke, ist ein ungewöhnliches Schlafbedürfnis. Ich hab das Gefühl, ich bin immer so kaputt, als sei ich 10 Kilometer mit Familie gewandert - ob das mit dem Tumor zusammenhängt?

Liebe Grüße- modus09


Beitrag strukturiert wegen der besseren Lesbarkeit
Bluebird/Moderation
« Letzte Änderung: 16. Januar 2011, 12:52:15 von Bluebird »

Offline Bluebird

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Re:Frontobasales M.-Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP
« Antwort #4 am: 16. Januar 2011, 12:47:22 »
Das Meningeom liegt ja vorn kurz oberhalb der Augenbrauen, fast in der Mitte und ist 3cm groß, also wohl Grad 1, wie Tina meint.




In welchem Absatz meint Tina F. das?
Die Tumorklassifizierung überlassen wir als Laien doch bitte den Pathologen.

Natürlich wünsche ich Modus und jedem M.-Betroffenen, dass sich ein niedriggradiger Tumor als Befund ergibt. Ich bin selbst Betroffene, habe ein fronto-basales parasagittales Meningeom links, das seit 2005 beobachtet wird.

Danke
Bluebird
« Letzte Änderung: 16. Januar 2011, 12:53:08 von Bluebird »
The best time to plant a tree was 20 years ago.
The second best time is NOW.
(Chinesisches Sprichwort)

Offline TinaF

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Re:Frontobasales M. Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP
« Antwort #5 am: 16. Januar 2011, 17:29:08 »
Sorry, das war wohl ein Missverständnis. Ich habe NICHT geschrieben, dass das Meningeom WHO I ist, sondern dass ich die Daumen drücke, dass es so ist.

LG TinaF




Hier handelt es sich offensichtlich um ein Missverständnis einer Aussage per PM. Das kommt vor, wenn man neu im Forum und aufgeregt ist. Also geklärt, so dass jetzt wieder die eigentliche Fragestellung im Vordergrund stehen kann.
Bluebird/Mod.
« Letzte Änderung: 16. Januar 2011, 17:51:45 von Bluebird »
Es passiert nichts umsonst, es hat alles seinen Sinn!

Offline probastel

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Re:Frontobasales M. Erbitte Erfahrungen vor und nach der OP
« Antwort #6 am: 16. Januar 2011, 20:53:33 »
Hallo Modus,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Ich möchte ein paar von Deinen Fragen beantworten:

Mein Meningeom saß an der Falx, also zwischen den beiden Gehirnhälften am Bewegungszentrums.  Mein Schitt ist also am Hinterkopf.

Wie lang eine Op dauert ist sehr individuell, denn es hängt sehr von der Lage, von den beeinträchtigten und evtl. ummanteltenden Hirnstrukturen ab. Insofern kann man die OP-Dauer nur sehr eingeschränkt vergleichen.

Direkt nach der OP fühlte ich fit, wenn man mal von der narkosebedingten Müdigkeit absieht. Ich fühlte mich so fit, dass ich dachte Bäume ausreißen zu können. Jetzt im Nachhinein beurteilt waren es bestenfalls Bonsais. Aber durch die OP hatten sich wohl gleichzeitig auch meine Beurteilungsmaßstäbe verschoben. Schwindelig war mir zu keinem Zeitpunkt.  Dafür gluckerte, die in meinem Kopf eingeschlossene Luft, wie in einer Cognac-Flasche. Schon allein deshalb hatte ich heftige Kopfbewegungen vermieden. Der Krankengymnast riet mir deshalb mich nicht vorne über zu beugen. Im Laufe der Tage wurde das Gluckern schnell weniger, mein Körper  begann, dass während der OP ausgetretene Hirnwasser zu ersetzen.

Am 6. Tag konnte ich das Krankenhaus wieder verlassen.
Nach 10 Tagen zuhause fing dann meine AHB an.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass bei mir die OP, die Heilung und die Reha problemlos verliefen, ich es aber deutlich langsamer hätte angehen lassen sollen. Jetzt, fast ein Jahr nach meiner OP, führe ich quasi das gleiche Leben wie vor der OP.

Eine AHB unterscheidet sich nur im Namen, der Art der Beantragung und in der Finanzierung von einer Reha. Bei mir, als normaler Erwerbstätiger, wurde die AHB komplett vom Rentenversicherer bezahlt. Eine AHB steht dir nach einer Hirn-OP zu, sie wird daher vom behandelnden Arzt (oder dem Sozialen Dienst) des Krankenhauses beantragt.

Beste Grüße

Probastel
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!

Antoine de Saint-Exupéry

 



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