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Autor Thema: Spinale Tumoren: Intradural-extramedulläre Tumoren  (Gelesen 8276 mal)

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Spinale Tumoren: Intradural-extramedulläre Tumoren
« am: 01. Juni 2010, 10:22:07 »

Zitat
Spinale Tumoren
Intradural-extramedulläre Tumoren
Michael Payer

FMH Neurochirurgie, Klinik Hirslanden, Zürich, und Klinik Belair, Schaffhausen
CURRICULUM Schweiz Med Forum 2008;8(39):729–733 7

Ependymome dazu (Tab. 1 p) [1]. Sie manifestieren
sich durch lokale oder radikuläre Schmerzen, progrediente sensomotorische Ausfälle, selten
durch eine Sphinkterstörung oder Subarachnoidalblutung. Wichtig ist eine frühe Diagnose
mittels MRI, mit und ohne Kontrastmittel. Die möglichst umgehende chirurgische Entfernung
ist die Therapie der Wahl; sie liefert die histologische Diagnose und entlastet das vom Tumor komprimierte Rückenmark und die Nervenwurzeln.
Eine tabellarische Übersicht gibt Tabelle 2 p.

Nervenhüllentumoren
Charakteristika
Sie sind mit den Meningeomen die häufigsten intraduralen Tumoren [2]. Es handelt sich fast
immer um gutartige Tumoren, ausgehend von Schwannschen Scheidezellen der sensiblen Hinterwurzeln. 80–90% liegen intradural, 10–20%
(intra- und) extradural (sogenannte «Sanduhrneurinome
») [2, 3]. Die gesamte Wirbelsäule ist gleichmässig betroffen [3]. Histologisch gibt es
die abgekapselten, den Nerven umwachsenden Schwannome (Synonym Neurinome) und die die
Nervenfaszikel durchwachsenden Neurofibrome
[4]. Äusserst selten können Neurofibrome zu sogenannten malignen peripheren Nervenhüllentumoren entarten [4]. Spinale Nervenhüllentumoren können im Rahmen einer Neurofibromatose (NF) auftreten, wobei sie dann durch ein invasiveres Wachstum, multiple Lokalisationen und gehäufte maligne Entartung gekennzeichnet sind [3, 4]. Sie manifestieren sich vorzugsweise im 3. bis 5. Lebensjahrzehnt, bei Frauen und Männern gleich häufig [2–4].

Nervenhüllentumoren
Einleitung
Extramedulläre Tumoren machen rund 90% aller intraduralen spinalen Tumoren aus. Histologisch
handelt es sich fast ausschliesslich um Nervenhüllentumoren oder Meningeome. Im Bereich
der Cauda equina kommen Filum-terminale CME zu diesem Artikel finden Sie auf S. 719
Intradurale Tumoren sind selten. Aufgrund ihrer engen Nachbarschaft zum Rückenmark und zu den Nervenwurzeln verursachen sie aber oft eine erhebliche Morbidität und sollten daher in der Differentialdiagnose von Wirbelsäulenleiden mitberücksichtigt werden
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http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2008/2008-39/2008-39-068.PDF


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