HirnTumor-Forum

Autor Thema: Wieder zum MRT  (Gelesen 818883 mal)

Offline Smarty

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Antw:Wieder zum MRT
« Antwort #2235 am: 09. Dezember 2020, 23:51:40 »
Hallo Tina und ihr alle da draußen  :)

Genaues wissen wir noch nicht.
Ich bin mit meinem Mann in die radiologische Praxis gegangen - so wie die letzten 6 Jahre.
Mich hat man wegen den "neuen Corona-Vorschriften" wieder aus der Praxis rausgeschickt "sie hätten soviel Durchlauf ..." . Habe dann 50 Minuten draußen in der Kälte (: warten dürfen. Das war ziemlich doof und unangenehm. Ich habe mich an dem Abend lange mit Decken wieder aufwärmen müssen ...

Mein Mann kam zwar schnell dran, mußte aber mit Maske in die Röhre !

Als er aus der Praxis kam, hat er gesagt, daß sie nach der Untersuchung gesagt haben, "wenn alles in Ordnung sei, würde kein weiteres Gespräch mit "unserem" Radiologen stattfinden.

Also muß das MRT wohl soweit gut gewesen sein. Den Bericht bekommen wir ja zugeschickt.

Am 17.12.20 sind wir dann zur Besprechung in Tübingen. Ich hoffe sehr, daß ich da nicht auch nach draußen komplimentiert werde und mit zur Besprechung kann.
Auf dem Terminzettel hatte der Arzt geschrieben "daß eine Begleitperson erforderlich" ist.

Als Angehörige kann ich es nicht so recht verstehen. Wir sind ja auch mit zur Unterstützung da. Und ich finde, daß es gut ist, wenn 4 Ohren hören, was der Arzt sagt und Fragen offen sind.

Mal sehen, ob der Bericht rechtzeitig da ist. Das letzte Mal hat es nicht geklappt und wir mußten den Bericht persönlich in der radiologischen Praxis abholen.

Liebe Grüße und schöne Tage bis Weihnachten wünscht euch allen
smarty ☺


« Letzte Änderung: 11. Dezember 2020, 20:51:30 von Smarty »
Jeder Tag ist ein Geschenk.
Aber einige sind einfach schlecht verpackt.

Die schönsten Menschen, die ich kennengelernt habe, sind die, die Niederlagen einstecken mußten, die Leid, Schicksalsschläge und Verlust erfahren haben.
Und die es dennoch schafften, immer wieder ihren Weg aus der Tiefe herauszufinden.

Offline KaSy

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Antw:Wieder zum MRT
« Antwort #2236 am: 10. Dezember 2020, 22:55:23 »
Liebe Smarty,
ich hoffe, Du nimmst mir meine folgenden Worte nicht übel.

Hattest Du nicht geschrieben, dass es Deinem Mann recht gut geht und er von dem Schlaganfall nichts mitbekommen hat?

Seit einem Dreivierteljahr lebt die ganze Welt mit der Corona-Pandemie. Es ist seitdem nicht oder nur in ganz besonderen Ausnahmefällen möglich, dass Begleitpersonen in die Arztpraxen und Kliniken mit hinein dürfen, um das medizinische Personal und die Erkrankten keinesfalls zu gefährden. Damit alle ihre Arztbesuche weiterhin durchführen können, muss es diese Einschränkungen geben, ansonsten müssten sogar lebensnotwendige Behandlungen und Operationen abgesagt werden. Zeitweise mussten bereits ITS oder ganze Kliniken einen Aufnahmestopp verhängen. Das kann keiner wollen.

Die Maske im MRT ist schon seit Monaten Pflicht zum Schutz des Personals, nur wurde das in manchen Praxen und Kliniken nicht so Ernst genommen.

Die Wartezimmer dürfen nicht mehr so voll sein, wie soll das mit dem Abstand funktionieren? Nicht jedes Wartezimmer kann gelüftet werden, schon gar nicht mit kurzzeitigem Durchzug.

Vieles kann telefonisch geregelt und angefragt werden, z.B. die Anforderung des MRT-Befundes Deines Mannes.

Es hat sich viel für alle geändert, um das Notwendige für alle zu ermöglichen.

Ich rate Dir, in der Klinik (per Internet oder Telefon) nachzufragen, ob Du mit hinein darfst, obwohl es auf dem Terminzettel steht. Denn noch einmal draußen warten solltest Du nicht - eine Woche vor Weihnachten.

Ich wünsche Deinem Mann wirklich gute Nachrichten, und auch wenn sie weniger gut sein sollten, er wird Dir alles erzählen. Bereitet doch eine Frageliste für alle Fälle (wörtlich gemeint) vor, auf die er im Beisein des Arztes alles notieren kann. Er kann sich auch beim Arzt vergewissern, ob er alles richtig verstanden hat.

Alles Gute für Euch!
Eure KaSy
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

Offline TinaF

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Antw:Wieder zum MRT
« Antwort #2237 am: 11. Dezember 2020, 10:46:05 »
Hallo Smarty,

grundsätzlich stimme ich dir zu, eine Begleitperson, ein zweites Paar Ohren kann wirklich sehr hilfreich sein, dazu kommt noch die seelisch-moralische Unterstützung. Aber wir leben halt nun mal in einer sehr speziellen Situation, in der alles anders ist. Mein Vater musste z.B. kürzlich operiert werden, zu der Zeit durften anfangs noch pro Tag zwei Personen für je eine Stunde zu Besuch kommen, dann nur noch eine Person. In der Nachbarstadt waren keine Besucher mehr erlaubt und ganz kurz nach der Entlassung meines Vaters kam auch das Besuchsverbot bei uns. Das stelle ich mir wirklich hart vor, da helfen auch Telefonate nicht wirklich, wir haben es ja erlebt.

Als ich mit meinem Sohn zum Kieferorthopäden musste, saßen alle Kinder im Wartezimmer allein da, nur beim Ersttermin durfte wegen Beratung und Entscheidung über die Behandlung ein Elternteil mit, bei den Folgeterminen nicht mehr. Mein Sohn ist schon groß, der kommt allein klar, aber da saßen auch wesentlich jüngere Kinder, teilweise im Grundschulalter, die taten mir echt leid.

Ich kann KaSy nur zustimmen, frage vorab in Tübingen nochmal nach, ob du mitkommen darfst und dann könnt ihr euch darauf einstellen.

Alles Gute für euch!

LG TinaF
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Offline Smarty

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Antw:Wieder zum MRT
« Antwort #2238 am: 11. Dezember 2020, 21:25:20 »
Hallo Tina, hallo KaSy

vielen Dank für eure Zeilen.
Stimmt, diese Pandemie verlangt uns ziemlich viel ab und wir können froh sein, wenn wir dieses Virus nicht selbst bekommen. Bis jetzt sind wir und meine Familie noch ohne Virus (und ich habe gottseidank noch keinen Bekannten oder nahe Verwandte, die diese schlimme Erfahrung - sei es auch "nur" Quarantäne, machen mußten und hoffe, daß dies so bleibt.

Das mit der Maske und auch die "Herauskomplimentierung" aus der radiologischen Praxis war für uns halt absolutes Neuland; beim letzten Termin Anfang September hatten wir sozusagen noch "Normalzustand", was Untersuchung uns Wartemöglichkeit (es sind glaub ich nur insgesamt 6 oder 7 Stühle im Wartezimmer gewesen) betraf.

Vom Schlaganfall selbst ist auch nach dieser Zeit nichts zu merken und meinem Mann geht es soweit gut. Inzwischen hat er auch das Langzeit EKG hinter sich. Der Prof, mit der mit ihm das Gespräch danach geführt hat, ist dafür, daß man ihm ein "Schirmchen" einsetzt, weil bei ihm wohl ein Loch - allerdings schon bei der Untersuchung im September - diagostiziert hat. Aber da wollte er mit Tübingen sprechen und wir müssen da auch noch den Bericht aus dem Esslinger Klinikum abwarten.
Ich bin dafür, daß wir uns diesbezüglich eine Zweitmeinung einholen sollten.
Mein Mann sagte zu mir, daß es doch ein Eingriff am Herz wäre (ich glaube, es geht über die Leiste ??) und wenn es nicht wirklich nötig ist, würde er es lieber (noch) nicht machen lassen.

Aber Tina, daß beim Kieferorthopäden auch die ganz jungen Kinder allein warten "dürfen", hatten wir nicht". Bei unsrem Sohn im September war es noch nicht so. Ich durfte auch die Praxis betreten (war aber nur für eine Terminvereinbarung da), während mein Sohnemann natürlich allein zur Untersuchung war; er kam mit dem Befund, daß seine Weisheitszähne raus müssen, wieder nach Hause. Aber auch in dieser Praxis war es (noch) kein Problem, dabei zu sein; der Eingriff war mit Dämmerschlaf dann gut überstanden.

Wegen Tübingen:
Mein Mann meinte, ich solle doch einfach den Terminzettel nehmen und mitkommen nach Tübingen.
Ich selbst sehe es inzwischen nach dem MRT etwas anders. Ich werde mit Tübingen Kontakt aufnehmen. Ich habe keine Lust, dann doch noch aufgrund Corona abgewiesen zu werden und die Wartezeit im Parkhaus in der Garage zu verbringen. Da kann ich ihn nicht wirklich unterstützen ;)

Ich werde mit Tübingen Kontakt aufnehmen. Wenn dann das okay kommt, werde ich versuchen, mir das in Papierform (oder per Mail) zukommen zu lassen; falls nicht, werde ich daheim bleiben und auf den Bericht meines Mannes gespannt sein ...

Euch wünsche ich eine gute, restliche Adventszeit mit viel Muße, Plätzchen backen, ausruhen und schönen Vorbereitungen für das Weihnachtsfest und einen gemütlichen Jahresabschluß.

Bis bald
Smarty
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2020, 18:11:03 von Smarty »
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Antw:Wieder zum MRT
« Antwort #2239 am: 11. Dezember 2020, 23:37:14 »
Liebe Smarty,
ich finde Deinen Weg, den Du jetzt der Pandemie ein wenig anzupassen versuchst, von der Begründung her (!) nicht so wirklich gut.
Dein Mann ist durch seinen Hirntumor und den Schlaganfall doppelter Risikopatient.
Alle, die derzeit zu Ärzten gehen, weil sie krank sind, sind schützenswerte Personen.
Da kannst Du als Angehörige doch nicht sagen, weil Du keinen kennst, der sich angesteckt hat, in Quarantäne ging, an Covid19 erkrankt ist oder daran versterben musste, dass Du Deinen Mann und Dich und die Kinder als Angehörige nicht mindestens schützen musst!

Das Virus sitzt nicht im Bundestag, es kennt keinen Kalender, es unterscheidet nicht zwischen arm und reich.
Es ist da und steckt an jedem Tag zehntausende Menschen an und an jedem Tag sterben hunderte, die trauernde Familien hinterlassen.

Wer, wenn nicht wir, die wir hier alle Risikopatienten und deren Angehörige sind, soll denn dann Solidarität üben?

Bei all meinen Kindern, die in drei B-Bundesländern leben, gab es in der Familie Quarantäne, zum großen Glück ohne Infektion.
In den Schulen meiner Lehrerkinder werden die Lehrer alle 2 Wochen getestet und es gibt mehrere bis viele Lehrer und Klassen, die zeitweise in Quarantäne mussten. Es wird weiter unterrichtet, direkt oder aus der Ferne, auch durch die Quarantäne-Lehrer.
"Homeoffice" ist für Familien mit Kindern die Härte!

Die Ärzte schützen sich und ihr Personal vor Ansteckung so penibel wie sie es können - und bleiben freundlich und machen ihre Arbeit beständig gut unter diesen besonderen Bedingungen.
Es gibt viele Tätigkeiten, wo seit neun Monaten die Menschen weit über ihren Grenzen arbeiten, und es ist kein Ende abzusehen.

Ja, es ist verdammt schwer, dort zurückzustecken, wo es wirklich sein muss und sein kann.
Es ist auch sehr schwer, sich selbst zu schützen, wenn man ab und zu auf Leute trifft, die die AHA-L- Regeln nicht so gern einhalten möchten.

Aber noch werden die Lebensmittel verkauft (Danke an alle Verkäuferinnen), noch gibt es die nicht lebensnotwendige Kiefernorthopädie (Diese Ärzte könnten bald in den Kliniken gebraucht werden.), noch muss dieses 3-Stufen-System (Wer wird zuerst behandelt und wen darf man sterben lassen.) nicht angewendet werden.

Ich bin ganz klar der Meinung und sehr viele mit mir, dass man mindestens alle geltenden Regeln einhalten muss und am besten immer ein Stück mehr zur eigenen und zu Sicherheit der anderen tun sollte, z.B. möglichst:
- häufiger die Maske tragen
- immer den Abstand groß zu halten
- ohne Kinder einzukaufen
- auf Begleitung beim Arztbesuch zu verzichten
- Besuche im Krankenhaus durch viele andere Medien zu ersetzen

Natürlich tut es mir weh, meine Kinder und die Enkel seit Februar fast nie zu sehen. Aber sie haben ihre Oma und ich habe sie - am Telefon, per E-Mail, in den sozialen Medien, Päckchen werden geschickt, manches im Internet (klima- und zeitfreundlich!) bestellt. Wir haben so viele Kontaktmöglichkeiten (auch zu den Ärzten!), wir müssen nicht mal unbedingt Briefe schreiben.

Ja, es gehört hier in die Kumnerecke, aber wir müssen jeder das Allerbeste daraus machen.
Wir hier wissen doch besonders gut, dass man auch winzigste Glückspünktchen finden kann, auch mit Abstand, Frischluft, duftender Seife und Maske.

Ich wünsche mir, dass Ihr das und mich versteht.
Deine/Eure KaSy
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Antw:Wieder zum MRT
« Antwort #2240 am: 12. Dezember 2020, 18:38:41 »
Liebe KaSy,

ich verstehe dich.
Natürlich halten wir uns an alle Regeln (AHA, Maske tragen, Hände desinfizieren ...); alles andere wäre für mich und meine Familie nicht akzeptabel, zumal die Infektionen und Sterbefälle ja leider nicht weniger, sondern mehr werden. Das stimmt mich traurig.

Auch vermeiden wir Menschenansammlungen und vermeiden unnötige Kontakte, auch weil mein Mann Risikopatient ist, meine Mutter jetzt 80 Jahre alt ist. Mit ihr haben wir ebenfalls über Telefon und WhatsApp Kontakt. Einzig und allein an Heiligabend werden wir uns sehen; ich möchte meine Mama an diesem Tag nicht allein lassen, sie ist sonst die meiste Zeit alleine. Sie selbst hat inzwischen ebenfalls kaum Kontakte nach außen.

Und schützen wollen und müssen wir uns alle.

Natürlich machen die Ärzte und das Pflegepersonal in Seniorenheimen, Krankenhäusern, ambulanten Diensten, Krankenschwestern, Verkäufer (um nur einige zu nennen) einen sehr guten Job. Ich habe ja bis Mitte Oktober selbst im Seniorenheim gearbeitet und weiß, was das alles bedeutet/bedeuten kann.
Auch einkaufen gehe ich alleine, Arzttermine nehmen wir alle einzeln wahr ...

Die Schulschließungen ab März haben wir auch mitgemacht und das Homeoffice hat bei uns nicht so wirklich gut funktioniert; meine Kinder - vor allem mein Sohn - hat daheim nicht so die Motivation gehabt und die "Kontrolle" der gestellten Aufgaben in den vielen Fächern war zu wenig. Aber ich denke, daß die Schulen jetzt besser darauf eingestellt sind.
Ob die Lehrer hier auch getestet werden, weiß ich nicht. Das wäre aber genauso wichtig. Schulschließungen will man hier bei uns vermeiden. Aber durch Corona ändert sich ja täglich alles.

Es ist einfach gerade eine schwierige Zeit und ich hoffe, wir alle überstehen sie gut.

Dir alles Gute für deine kommende OP und ein gutes Wochenende
wünscht
Smarty


« Letzte Änderung: 12. Dezember 2020, 21:18:14 von Smarty »
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Und die es dennoch schafften, immer wieder ihren Weg aus der Tiefe herauszufinden.

 



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