HirnTumor-Forum

Autor Thema: Meningeome bei Kindern und Jugendlichen  (Gelesen 14440 mal)

Offline KarlNapf

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Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« am: 01. Dezember 2008, 17:27:11 »
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2009, 12:01:51 von Mike »
Dum spiro, spero = So lange ich atme, hoffe ich. (Cicero, ad Atticum 9,11)

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Offline Ciconia

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Re: Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« Antwort #1 am: 02. Dezember 2008, 12:53:10 »
Hallo KarlNapf,

Zitat
Ein Aspekt wurde in diesem Forum bisher noch nicht angesprochen, nämlich Meningeome bei Kindern

ich denke, es liegt daran, das Meningeome äußert selten bei Kindern auftreten und dann leider auch meist in sehr bösartiger Form. Eine Ausnahme bildet die Erbkrankheit Neurofibromatose, da kann es schon mal öfter zu Meningeome auch im Kindesalter kommen.
Danke für die Recherche. Ist sehr interessant. Meines Wissens nach, hatten wir bisher noch kein Kind mit Meningeom hier im Forum, bzw. dessen Eltern. Spricht auch für die extreme Seltenheit dieser Tumore im Kindesalter.

LG
Ciconia
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Offline Jo

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Mumikmaus

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Re: Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« Antwort #3 am: 12. Mai 2009, 09:14:10 »
Hallo Ciconia,

leider hast du nicht ganz recht mit der Aussage noch keine Eltern hier. Mein Sohn hatte ein Menigeom WHO II hier der Link zu meinem Beitrag damals. (ich hoffe das klappt so, hab noch nie was verlinkt)

Meningeom WHO III im Spinalkanal (bei einem Kind)

Bin heute mal wieder hier auf die Seite gekommen, da ich in Gedanken bei meinem Sohn und meinem Mann bin, die gerade mal wieder aufm Weg sind in die Klinik nach Regensburg zur Kontrolle. Ist immer ein Scheißgefühl. obwohl eigentlich bis gestern abend meine Gefühle relativ gut waren. Er ist top fit und alles, aber trotzdem ein nagendes Gefühl ist doch immer wieder da. Die schlimmste Zeit ist normalerweise die wenn er im MRT drinnen liegt. da kommt einem alles wieder hoch.......... :-(

Ich hoffe mal es auch weiterhin alles ok, das blöde Ding ist und bleibt weg. Aber ich glaube die Angst bleibt immer.

Aber mal einen kurzen Zwischenstand wie es uns die letzten 2 Jahre ergangen ist. Vor zwei Jahren wurder er operiert, dann bestrahlt und seit dem ist alles weg. Kontrolle alle 4 Monate. Nichts zu sehen. Seine Entwicklung ganz normals (er ist ein bißchen kleiner als normal, aber das kann auch schon von der Leukämie kommen). Er geht ganz normal in die Schule, macht sich auch gut. Er ist sportlich ( spiel jetzt sogar seit einem Jahr American Football, ja man kanns nicht glauben). Rund gesagt ein ganz normales Kind, und ich bete das es so bleibt.

So ich zittere jetzt weiter, sollte eigentlich arbeiten, aber irgendwie sind meine Gedanken heute wo anders, ich glaube nicht, das ich nochmal meinen Mann alleine fahren lass zur Untersuchung.

Ich werde euch später berichten was raus gekommen ist, ein paar Stunden muß ich mich noch gedulden.

LG Alex


edit: Titel des ursprünglichen Beitrags ergänzt. KN
« Letzte Änderung: 12. Mai 2009, 11:27:28 von KarlNapf »

Offline Ciconia

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Re: Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« Antwort #4 am: 12. Mai 2009, 13:17:20 »
Hallo Alex,

danke für deine Wortmeldung zu diesem Thema. Sorry, das ich deinen Fall in dem Moment nicht im Kopf hatte, ich schrieb ja auch: Meines Wissens nach...
Bei fast 2000 Mitgliedern entfällt einem schon mal jemand, der zu diesem Zeitpunkt nur 2 Beiträge geschrieben hatte und das in 2007. Ich bin ja selbst Meningeom-Patientin und nicht topfit.

Ich wünsche dir und deinem Sohn alles Gute. Deine Ängste kann ich sehr gut nachvollziehen, da ich auch ein Kind mit einer ersthaften Erkrankung habe, es ist ein Auf und Ab der Gefühle.

Drücken wir deinem Sohn alle fest die Daumen, dass alles gut wird und bleibt. Es ist sehr gut, dass du den gegenwärtigen Stand mitteilst. Allerdings kann ich auch verstehen, wenn du das Thema nicht täglich vor Augen haben möchtest. Die Kräfte sind einfach begrenzt.

Lieben Gruß
Ciconia
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Mumikmaus

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Re: Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« Antwort #5 am: 13. Mai 2009, 08:26:26 »
Hallo Ciconia,

ich wollte dich gestern nicht kritisieren auf jeden Fall nicht böse. Wollte nur auf unseren Fall hinweisen. Ich hoffe das ist bei dir nicht falsch angekommen. Wenn je dann entschuldige bitte. es war keinesfalls meine Absicht.

Enige Beiträge habe ich wirklich erst geschrieben, aber eigentlich nur aus dem Grund, weil meine Kraft nicht mehr zugelassen hat. Die ganze Sache mit Leukämie und Meningeom. Ich konnte und wollte einfach davorn nichts mehr hören.

Aber an solchen Tagen wie gestern fällt einem halt viel wieder ein................ und man fängt das Grübeln an, dann kommt man natürlich auch wieder hier her.

Sollte jemand anderes an austausch interessiert sein, oder Infos brauchen weil selbst betroffen, dann bitte an mich verweisen, ich bin jederzeit zu einem austausch bereit. Auch um Mut zu machen, denn meinem Sohn geht es super. Gestern haben wir es wieder inofiziell bestätigt bekommen, keine Veränderung zur letzten Aufnahme. Den ofiziellen  Bericht gibt es erst in einer Woche.

Also wie oben schon geschrieben ich wollte keinem etwas böses hier und vielleicht war ich gestern einfach auch nicht so gut drauf, als ich geschrieben habe.  Bitte entschuldige.

Ich wünsche auch dir alles Gute und besonders auch deinem Sohn. Leider kann ich das nur zu gut nachvollziehen mit schweren Erkrankungen bei einem Kind. Es zieht sich mittlerweile seit 11,5  Jahren. Aber wir sind optimistisch. Auch wenns mir manchmal echt schwerfällt, besonders seit seit letztem Jahr noch die Diagnose MS bei mir dazugekommen ist(was aber besser ist wie ein Tumor, das war nämlich meine ursprüngliche Angst, aber MS ist auf jeden Fall bei mir momentan behandelbar). Ich weiß nicht irgendwann muß doch mal Schluß sein, wir können doch nicht bei allem hier geschrieen haben............. :-(

Ich wünsche dir noch eine schöne Woche

LG Alex

Offline Bluebird

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Re: Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« Antwort #6 am: 13. Mai 2009, 09:32:12 »


Liebe Alex,

ich drücke mal kräftig die Daumen, dass in Deiner Familie auch wieder bessere - sprich gesunde Zeiten einkehren.

Deine Wechselbäder der Ängste und Gefühle kann ich aus der anderen Perspektive verstehen. Die Sorgen einer Mutter bleiben, auch wenn die Kinder erwachsen sind.  Ich war als Kleinkind sehr krank, habe einen komplizierten Eingriff an der Wirbelsäule ohne großen Schaden überlebt. Nun bin ich schon Ende 40 und habe seit einigen Jahren die Diagnose Meningeom. Meine jüngere Schwester hat 2005 ein geplatztes Hirnaneurysma überlebt. Auch unsere Familie ist von Krankheiten betroffen, und für meine Mutter ist es besonders schlimm. dass beide Töchter betroffen sind.

Der Mensch kann vieles ertragen, Ich wünsche Dir, dass Du trotz eigener Erkrankung niemals Kraft und Mut verlierst.

Liebe Grüße
Bluebird
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Offline Ciconia

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Re: Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« Antwort #7 am: 14. Mai 2009, 14:33:33 »
Hallo Alex,

Zitat
ich wollte dich gestern nicht kritisieren auf jeden Fall nicht böse. Wollte nur auf unseren Fall hinweisen. Ich hoffe das ist bei dir nicht falsch angekommen. Wenn je dann entschuldige bitte. es war keinesfalls meine Absicht.
Nein, ist keinesfalls so angekommen. Wenn man schreibt, kommt es manchmal anders rüber, als man es meint. Es ist halt schwer, die richtigen Wort zu finden. Das geht mir oft so.

Zitat
Sollte jemand anderes an austausch interessiert sein, oder Infos brauchen weil selbst betroffen, dann bitte an mich verweisen, ich bin jederzeit zu einem austausch bereit. Auch um Mut zu machen, denn meinem Sohn geht es super. Gestern haben wir es wieder inofiziell bestätigt bekommen, keine Veränderung zur letzten Aufnahme. Den ofiziellen  Bericht gibt es erst in einer Woche.

Danke, das ist auf jeden Fall ein Angebot, welches wir gerne annehmen - sollte sich betroffene Angehörige melden.

Dir und deinem Sohn alles Gute

Ciconia
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Offline Bluebird

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Re:Meningeome bei Kindern und Jugendlichen
« Antwort #9 am: 12. Juli 2010, 08:46:33 »



Danke an Jo!


Zitat
Intracranial meningioma in children: Different from adult forms?

A series of 21 cases.

Lakhdar F, Arkha Y, El Ouahabi A, Melhaoui A, Rifi L, Derraz S, El Khamlichi A.
Department of Neurosurgery, hôpital des Spécialités, Mohamed Vth University School of Medicine, Rabat Institute, BP 6444, 10100 Rabat, Morocco.

Abstract
OBJECTIVE: Intracranial meningiomas are very rare in children, comprising only 0.4 to 4.1% of pediatric tumors and only 1.5 to 1.8% to all intracranial meningiomas. The goal of this study of pediatric meningiomas was to establish their epidemiological profile as well as their clinical and radiological features, to assess the long-term outcome, and compare this result with adult meningioma. PATIENT AND METHODS: We conducted a retrospective study from June 1983 to June 2007; during this period 521 patients underwent surgery for primary meningioma at the Rabat Hospital, Department of Neurosurgery. Twenty-one patients were under 16 years of age (4%). The clinical charts and imaging data were reviewed. RESULTS: The mean age was 10.3 years (range: 2 to 16 years), with 13 boys and eight girls. In one patient a neurofibromatosis was associated. The mean delay to diagnosis was 4.6 months (range: 1 to 12 months). The most common clinical sign was raised intracranial pressure (90%). Of the meningiomas diagnosed, 47% were convexity meningiomas while 24% were parasagittal and 19% were skull-base meningiomas; in two cases (9.5%) the location was intraventricular. The mean tumor diameter was 6.6cm (range: 3 to 10cm). A large cystic component was found in 24% of the cases. Surgery achieved a Simpson grade I resection in 47%; 62% of the tumors were grade I and 24% were grade II based on World Health Organization pathological classification. The mean follow-up period was 33 months (range: 6 to 120 months). The recurrence rate was 33%. CONCLUSION: Pediatric meningiomas are larger than those found in the adult population; there is a male predominance with high incidence of a cystic component and high-grade meningiomas, thus explaining the increased recurrence rate despite the multimodal treatment. Copyright © 2010 Elsevier Masson SAS.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20615516


Bluebird
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