HirnTumor-Forum

Autor Thema: Kleinbeinflügelmeningeom  (Gelesen 898 mal)

Offline TinaF

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Antw:Kleinbeinflügelmeningeom
« Antwort #15 am: 04. Mai 2020, 15:19:04 »
Hallo Theresia,

ich wünsche dir einen guten Termin am Freitag, bei dem du alle Fragen stellen kannst und hilfreiche Antworten bekommst. Und hoffentlich kann deine Tochter dich wieder begleiten.

LG TinaF
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Offline t.paskowski

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Antw:Kleinbeinflügelmeningeom
« Antwort #16 am: 09. Mai 2020, 20:05:48 »
Hallo zusammen,
ich hatte gestern den Termin in Heidelberg in der Neurochirurgie. Ich hatte davor 2 schlaflose Nächte und mir ging es überhaupt nicht gut, wahrscheinlich war es die Aufregung vor dem Termin. Zunächst durfte ich nur alleine in die Klinik wegen des Virus, aber da es mir so schlecht ging, durfte meine Tochter dann doch mir zu dem Gespräch, das war auch sehr wichtig. Denn der Oberarzt meinte, dass es gut wäre bald zu operieren, da der Sehnerv noch nicht vom Meningeom bedrängt wird. Er meinte auch, je kleiner der Tumor ist, um so besser läßt er sich entfernen, ohne dass umliegende Gefäße und Organe beschädigt werden, Der Tumor ist nicht sehr groß, aber er liegt nahe beim Sehnerv und wenn er wächst wird das Sehvermögen beeinträchtigt oder kann bis zur völligen Erblindung führen. Der Oberarzt hat uns auch über den Verlauf der Operation aufgeklärt und gesagt, dass er solche Operationen ca. 2 x in der Woche durchführt.
Auf meine Nachfrage wegen einer Bestrahlung meinte er, ich könnte noch zu einem Facharzt für Strahlentherapie, aber aus seiner Erfahrung wüßte er, dass diese auch erst zur Op raten. Der Oberarzt meinte, er könnte mir einen Termin innerhalb 2 Wochen geben. Meine Tochter war ein wenig skeptisch, sie dachte dass die Klinik einfach OPs braucht, wegen des Corona Virus.
Ich bin jetzt so verblieben, dass ich mit meiner Hausärztin alles bespreche, wenn der Bericht da ist und auch mit meinen beiden anderen Töchtern und ich mich dann entscheide.
Ich habe eine große Angst vor dieser OP, aber auf der anderen Seite möchte ich auch nicht unbedingt blind werden, falls ich nichts mache und der Tumor wächst.  Leider weiß ich vom letzten Mal, dass sich das Wachstum nicht so einfach kontrollieren läßt.

L.G, Theresia

Offline TinaF

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Antw:Kleinbeinflügelmeningeom
« Antwort #17 am: 10. Mai 2020, 10:02:01 »
Hallo Theresia,

tut mir leid, dass es dir so schlecht ging. Finde ich aber sehr gut, dass man deiner Tochter dann doch erlaubt hat, während des Gespräches bei dir zu sein. Spricht für die Ärzte in Heidelberg.

Was der Oberarzt erklärt hat, kann ich absolut nachvollziehen. Es gibt so ein paar "Weisheiten", die oft zutreffen. Je kleiner der Tumor, umso leichter ist die OP, je weniger Einschränkungen man vor der OP hat, umso größer ist die Chance, dass es einem auch nach der OP relativ schnell wieder relativ gut geht, die erste Option bei einem Meningeom ist die OP mit möglichst vollständiger Entfernung, Bestrahlung schließt sich bei Bedarf an die OP an. Natürlich ist das nicht alles in Stein gemeißelt, jeder Fall muss individuell betrachtet werden und es gibt sicherlich Fälle, bei denen man anders vorgehen muss. Aber wenn dein Meningeom noch klein ist und noch nicht den Sehnerv bedrängt, dann spricht schon viel für eine baldige OP.

Ich glaube nicht, dass Heidelberg Patienten "fangen" will. Es stimmt schon, dass viele Menschen momentan lieber nicht oder zu spät ins Krankenhaus gehen, weil sie Angst vor einer Infektion haben, aber oft genug gefährden sie sich gerade durch dieses Verhalten. Ich persönlich denke, dass man momentan im Krankenhaus sicherer ist als im Supermarkt. Und wenn sich diese massenhaften Versammlungen von Hunderten oder gar Tausenden ohne Mindestabstand etc. häufen, dann steigen auch wieder die Infektionen und irgendwann sind dann auch wieder die Krankenhäuser voll. Vielleicht solltest du die aktuell entspanntere Situation in den Krankenhäusern nutzen.

Aber ich kann deine Angst natürlich gut verstehen. Hier gibt es keinen, der nicht Angst vor der OP hatte. Ich kenne auch welche, die vor lauter Angst die OP immer und immer wieder verschoben haben, teilweise trotz Größenzunahme des Tumors. Und irgendwann sind dann Schäden aufgetreten, die auch nach der OP nicht mehr verschwinden. Außerdem muss man immer bedenken, dass man während der Warterei älter wird, weitere Erkrankungen dazu kommen können, der Tumor wächst und und und.

Abnehmen kann dir die Entscheidung keiner und natürlich birgt jede OP Risiken. Aber nichts zu machen, ist ebenfalls ein Risiko und leider kann auch keiner sagen, wann und wie viel der Tumor wachsen wird. Und wie du schon geschrieben hast, geht es um dein Sehvermögen.

Es ist meine persönliche Meinung, aber ich denke, dass du dem Oberarzt vertrauen kannst. Aber das kannst nur du entscheiden.

Ich drücke dir weiterhin die Daumen!

LG TinaF
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Offline KaSy

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Antw:Kleinbeinflügelmeningeom
« Antwort #18 am: 04. Juni 2020, 12:42:54 »
Hallo, Theresia,
Wie hast Du Dich entschieden?
Hast Du Dich operieren lassen?
Schreib doch mal, wenn Du kannst.
KaSy
Wenn man schon im Müllkasten landet, sollte man schauen, ob er bunt angemalt ist.

Der Hirntumor hat einen geänderten und deswegen nicht weniger wertvollen Menschen aus uns gemacht!

 



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