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Meningeom / Meningiom / Antw:OP steht an
« Letzter Beitrag von TinaF am Gestern um 09:02:46 »
Hallo Zuka,

ich erinnere mich an dich. Wenn ich deinen Beitrag lese, dann bin ich mal wieder froh, dass bei mir zwischen Diagnose und OP nur eine Woche lag, so konnte ich auch nur eine Woche lang Angst haben, grübeln, mich verrückt machen, heulen...

Wenn du dich für Heidelberg entschieden hast, dann ist das eine gute Entscheidung. Ich habe von Heidelberg bisher nur das Allerbeste gehört. Ich wundere mich zwar jetzt auch etwas, weil in deinen alten Beiträgen steht, dass du dich für Gießen entschieden hattest, aber wirklich wichtig ist nur, dass du dich entscheidest und dann auch bei deiner Entscheidung bleibst.

Wenn du operiert wirst, bist du arbeitsunfähig und der Job steht erstmal hinten an. Nach der OP wird man sehen, wie es wann weitergeht (AU, AHB, Wiedereingliederung etc.). Die Kinder werden klar kommen, sie haben ihren Vater, vielleicht gibt es Großeltern, Paten, Tanten, gute Freundinnen von dir. Schau, KaSy hat es mir drei Kinder geschafft, mein Sohn war bei meiner OP gerade mal vier Jahre alt. Für mich war der Gedanke an meinen Kleinen immer das Schlimmste, was mich anging, war ich relativ stark, aber wenn ich an ihn gedacht habe, dann kamen die Tränen. Himmel, hatte ich eine Angst! Sogar heute, nach über 11 Jahren, ist die Erinnerung an die Gedanken, die ich mir um meinen Zwerg gemacht habe, diejenige, die mir manchmal noch die Tränen in die Augen treibt. Aber ich habe es geschafft, mein Sohn hat es geschafft, er ist ein toller großer Junge geworden, der uns viel Freude und verhältnismäßig wenig Ärger bzw. Sorgen macht. Und auch deine Kinder werden es schaffen, genauso wie du, genauso wie wir alle. Organisieren mussten wir alle, in der aktuellen Coronazeit mag das noch schwieriger sein, aber du wirst eine gute Lösung finden.

Bring es jetzt "einfach" hinter dich, auch wenn es natürlich alles andere als einfach ist. Aber dann hat die Angst ein Ende, die Warterei, der ganze Kram, der vorab erledigt werden muss. Dann lässt du dich operieren und gibst dir danach die Zeit, um sehr geduldig wieder auf die Beine zu kommen. Du schaffst das!

Alles Gute für dich!

LG TinaF
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Nebenwirkungen / Antw:Reaktion auf Synthese Platten
« Letzter Beitrag von KaSy am 23. Februar 2021, 18:11:37 »
Liebe Siatara,
irgendwie antwortet Dir keiner, vermutlich, weil keiner so richtig weiß, was Du mit diesen "Synthese Platten ... zur Stabilisierung des Schädels" meinst.
Ich habe mich extra belesen und festgestellt, dass das eine Bezeichnung für etwas ist, wovon vermutlich fast jeder schon einmal gehört hat und so einige, denen Hirntumoren entfernt wurden, haben diese Platten im Kopf.
Ich auch.

Ich kenne diese Methode, Knochenbrüche, zertrümmerte Knochen oder Knochen, durch die man zu einem Tumor gelangen muss, mit speziellen Metallteilen zusammenzufügen, auch von jemandem, dem durch einen Motorradunfall ein Teil eines Hüftgelenks zerbrochen war und das die Operateure mit Titanschrauben zusammengefügt haben. Diese, so wurde gesagt, könne man entfernen, falls sie Probleme bereiten, wenn nicht, können sie drin bleiben. So etwa habe ich das auch gelesen, z. B. bei Bein- oder Armbrüchen könnte man diese Nägel, Schrauben, Platten entfernen, weil das mit nicht so großem Aufwand machbar ist. Es gibt andere Stellen, wo das weniger ratsam ist, weil eine OP zur Entfernung dieser "Syntheseplatten" in der Regel ein größeres Risiko ist, als wenn man sie drinlässt.

Insofern versteh ich die Aussage Deines Professors, der Dich operiert hat, sehr gut.

Ich habe auch solche winzigen Plättchen aus Titan im Kopf, die mein Neurochirurg mit Mini-Titan-Schräubchen verschraubt hat, um die Stelle wieder sorgfältig zu verschließen, durch die er zu meinem Meningeom vordringen musste. Es war ein Teil der Orbita, also des Knochens, der die Augenhöhle bildet. Das war 2016 und es konnte nur ein Teil entfernt werden. Der Rest wuchs trotz Nachbestrahlung wieder und Ende 2020 wagten sich gleich drei Neurochirurgen noch einmal an diese Stelle. Die NC-OÄ kannte das, weil sie damals mitoperiert hat, die anderen beiden waren neu in der Klinik. Der Chef-NC konnte einen superguten Zugang herstellen und der NC-OA hatte ein wenig mehr Erfahrung mit dieser nicht ganz so häufigen Lage. Gemeinsam haben sie diese Plättchen-Kombination raus- und nach der größtmöglichen (Hurra!) Tumorentfernung wieder "reingebastelt".

So richtig kann ich mir diese Schmerzen wegen meiner Eigenerfahrung und wegen der Erfahrungen sehr, sehr vieler Hirntumor-Operierter, die noch nie von solchen Schmerzen berichteten, nicht vorstellen. Es waren auch Kavernom-Operierte dabei, die von ganz anderen postoperativen Problemen berichteten.

Das bedeutet nicht, dass ich Dir nicht glaube!

Ich überlege nur, dass es ein Risiko sein müsste, wenn der Kavernom-OP von vor einem Jahr und der Hirn-OP zur Entfernung der einen Syntheseplatte vor einem halben Jahr noch eine weitere OP am Hirn erfolgen soll.

Richtig beraten kann ich Dich also nicht, das wird Dein Professor tun.

Wenn es wirklich extrem schmerzt (warum erst nach 6 Monaten und nach 12 Monaten???), dann wäre die Notaufnahme die Stelle, wo Du Dich direkt hinbewegen solltest. Und wenn die Ärzte dort Deine Problematik als so schwerwiegend erkennen, dass Dir die Platte schnellstens entfernt werden muss, dann könntest Du von dort aus möglicherweise sofort stationär aufgenommen werden und z.B. per Tropf stärkere Schmerzmittel bekommen, bis Du operiert wirst.

Halte durch.

KaSy
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Meningeom / Meningiom / Antw:OP steht an
« Letzter Beitrag von KaSy am 23. Februar 2021, 17:23:39 »
Hallo, liebe Zuka,
Du hast jetzt ein neues Thema eröffnet, aber ich habe in Deinem 1. Thema Deine Beiträge und die Antworten darauf seit 2018 noch einmal gelesen.

Ich wäre nach den vielen Konsultationen mit Neurochirurgen ziemlich durcheinander.

Bei Dir war es ja nicht nur Würzburg, sondern zuvor Frankfurt/Main und Gießen.
In Gießen hattest Du Dich wohl gefühlt und dort war mit Dir auch die Möglichkeit einer Bestrahlung (evtl. Cyberknife) besprochen worden, nur war der Neurochirurg nicht der Facharzt dafür.

Nun wartest Du immer noch und warst in zwei weiteren Kliniken in München und Heidelberg.

Und Dein Meningeom wächst und wächst, langsam aber sicher.
Ob die Aussage des Arztes stimmt, dass es meist nicht in Richtung des Sinus sagittalis wächst oder ob die eigene Erfahrung von Thüringer stimmt, dass sein Tumor näher am Sinus sagittalis war als die Ärzte vermutet hatten, kannst Du für Dich eigentlich nicht wissen.

Aber es ist für Dich nun wohl so weit, dass Du Dich operieren lassen möchtest.

Du hast vor der OP Angst, das ist berechtigt.
Lass Dir alles sehr gut erklären, wo und von wem Du Dich auch immer operieren lassen möchtest. Vertrauen ist sehr wichtig!
Eigentlich würde Dir hier jeder raten, eine zweite Person mit zum Vorgespräch zu nehmen, aber das ist in diesen Corona-Zeiten leider kaum möglich. Also schreib Dir alle Fragen auf und lass auf dem Blatt Platz für die Antworten und weitere Fragen.

Ich hatte im Dezember 2020 eine weitere Meningeom-OP, also voll in der Zeit, wo Corona die Krankenhäuser schon seit 10 Monaten extrem dauerbelastet hat. Ich musste zwei Tage vor der stationären Aufnahme in der Klinik einen PCR-Test machen. Das Ergebnis war dann nicht pünktlich da, ich wurde aber trotzdem aufgenommen, jedoch in den "gelben Bereich" und musste als "gefährliche Person" gelten. Das war für das Personal derart belastend und dennoch waren alle sehr zugewandt, freundlich, lieb. Die Ärzte und Schwestern riefen immer wieder in dem Labor an, wo das Testergebnis bleibt. Das kam dann statt nach zwei erst nach fünf Tagen und die OP wurde um einen Tag verschoben. So wie bei den anderen 5 Meningeom-OPs bin ich auch nach dieser ganz normal aufgewacht, wurde in einem extra eingerichteten Überwachungsraum (mit nur einem weiteren Patienten, den ich nicht sah), von einer Schwester so bzw. besser betreut als ich es aus der ITS kannte. (Die ITS war ja durch SarsCov2-Patienten belegt, von denen man die nicht infizierten Patienten mit einem enormen Organisationsaufwand getrennt hat.) Ich war 10 Tage in der Klinik, davon 6 Tage nach der OP. Ich wurde wegen der komplizierten Lage des Meningeoms von drei Neurochirurgen operiert und vom gesamten Personal hervorragend betreut. Und das in dieser Zeit. Es sind Helden, alle dort!

Ich weiß natürlich auch noch, wie überriesengroß meine Angst vor der ersten OP war. Ich war allein mit meinen drei Kindern. Ich hatte Angst, sie nicht mehr zu erkennen oder nicht zu merken, wie sich meine Persönlichkeit (denn dort befand sich der erste große Tumor) verändert. Die zwei Monate, die sich der Neurochirurg nach der sehr guten Aufklärung nahm, um einen für sich, die Klinik und mich günstigen Zeitpunkt zu finden, waren für mich nur zu ertragen, weil ich weiter arbeiten ging und dadurch auf andere Dinge konzentriert war. Die Kinder - wo sollten sie bleiben? Ich hatte damals ohnehin einen Urlaub mit ihnen in der "Hütte im Wald" geplant, die schon länger auch ein Lieblingsort meiner Eltern war. Ich sagte meinen Eltern also: "Ihr müsst mit meinen Kindern in diesen Urlaub fahren, wenn ich operiert werde." Das ist ein Satz, den ich nie vergesse. Die Kinder wussten gar nichts, weil ich es ihnen nicht sagen konnte. Meine Eltern und mein Bruder erfuhren das mit diesem Satz und das war eine "Katastrophen-Info" gekoppelt mit einem geplanten Weg. Wahnsinn, was sie denken mussten, was ich ihnen auferlegt habe. Aber sie haben das gemacht und es hat funktioniert. Nach der OP kam mein Vater als erster allein zu mir, er konnte ja nicht ahnen, so wie ich auch nicht, wie ich aussehen und ob ich "vorzeigbar" wäre. Denn er war mit meinem damal 14-jährigen ältesten Sohn aus dem Urlaub in die Klinik gefahren. Er konnte meinen Jungen herein holen. Das war 1995. Und als ich "auf gar keinen Fall" zur AHB wollte, sagte mein Vater: "Natürlich fährst Du!". Und auch in dieser Zeit nach (damals) 14 Tagen Klinik, 14 Tagen zu Hause und (damals normal) 4 Wochen AHB klappte alles gut.

Es hat sich in dieser langen Zeit OP-technisch so sehr viel entwickelt! Und doch ist jede OP im Gehirn einzigartig und ich erinnere mich an jeden der Neurochirurgen mit höchster Anerkennung!

Was sich sehr verändert hat, ist der Ansatz, nicht zwangsläufig den gesamten Tumor zu entfernen und dadurch Dauerschäden zu verursachen. Die Lebensqualität ist gerade bei Meningeom-Patienten sehr wichtig, da sie auch nach der OP ein normal langes Leben führen werden und nach einer Krankheitsphase, die viel Geduld erfordert, wieder (möglichst) ohne Einschränkungen ihr Leben wie gewohnt weiter leben sollen. Mit Kindern, Beruf, Freizeit, Urlaub ... 

Ich denke, dass es bei Dir immer noch möglich ist, das Meningeom vollständig zu entfernen!

Aber halte jetzt bitte wirklich an mit der Kliniksuche und lass Dich operieren.

Das Organisieren von "Beruf, Kindern und OP" (Du schreibst es in dieser Reihenfolge ...) ist eine Leistung, vielleicht auch eine Meisterleistung. Aber hast Du nicht Deinen Mann vergessen? Hattest Du nicht 2018 und 2019 in Deinen Beiträgen geschrieben, dass Dein Mann für die Kinder da ist? Er wird es sein! Und für Dich auch. Vertraue ihm! So wie Du Deinen Kindern unbedingt vertrauen musst, dass sie auch ohne die liebende Mama klarkommen, zumindest für eine gewisse Zeit. Sie schaffen das. Und Dein Mann schafft das auch.

Und für Dich ist die OP bei den Ärzten und in der Klinik, der Du vertraust, dann für diese gewisse Zeit das Wichtigste. Und die AHB-Zeit danach auch. Du darfst auch mal das Wichtigste in Deinem Leben sein, vor "Beruf, Kindern und Deinem Mann".

Ich wollte Dir fast schreiben, dass sich diese Prioritäten verändern könnten, aber da ich selbst meinen Beruf nach den OPs immer lieber ausgeübt habe, blieb er meine Nr. 1, auch wenn es mir in der Zeit, als die Kinder noch zu Hause waren, gut gelang, Beruf und Kinder zu vereinbaren, alle waren Nr. 1. Und dass das wirklich stimmt, sehe ich heute. Alle haben ihre Familien, lösen ihre Probleme selbstständig, fragen auch mal die Mutti oder ich frage sie, aus ihnen sind so wunderbare Papis und Mamis geworden, die ihre Berufe lieben und ihre Kinder mit der gleichen Liebe erziehen. Oder umgekehrt. Nein, sicher sind auch bei ihnen alle die Nr. 1.

Sei mutig! Geh die OP an!
Du wirst merken, dass Du stärker bist, als Du je geglaubt hast!
Du wirst merken, dass Deine Familie besser klarkommt, als Du je geglaubt hast.
Und Du wirst nach der OP merken, dass Du noch nie so viel Geduld mit Dir haben musstest, wie Du sie dann haben wirst.

Ich wünsche Dir sehr alles Gute auf diesem Weg!

(Vielleicht glaubst Du irgendwann, nicht mehr zu können, weil Du Dich ganz tief unten fühlst. Aber wer ganz tief unten ist, für den geht der Weg wieder nach oben, ganz bestimmt!)

Deine KaSy




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Meningeom / Meningiom / Antw:Mein Meningeom, ich brauche Rat
« Letzter Beitrag von TinaF am 23. Februar 2021, 16:37:55 »
Hallo Bianka,

willkommen im Forum, gut, dass du uns gefunden hast, blöd, dass du uns überhaupt suchen musstest. :o

Glaube mir, ALLE Gefühle sind jetzt normal, alle gleichzeitig oder immer abwechselnd. Nach meiner Diagnose habe ich gefühlt ganze Badewannen mit Tränen gefüllt. Bei mir kam noch dazu, dass mein Sohn damals gerade erst vier Jahre alt geworden war und ich eine unbeschreibliche Angst hatte, ihn nicht aufwachsen zu sehen, nicht für ihn da sein zu können. Und ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich nach der OP noch "geradeaus" denken kann. Mein Sohn wird dieses Jahr 16, ich sehe ihn immer noch wachsen, bin für ihn da und ich kann auch noch denken und schreiben wie du siehst. 8) Die Frage nach dem Warum ist auch normal, bringt aber nichts, denn man bekommt keine Antwort darauf. Es ist passiert und das ist ganz großer Mist, aber wenn schon Hirntumor, dann doch am besten ein Meningeom.

Es ist hilfreich, dass du schon eine Klinik gefunden hast, in der du dich gut aufgehoben fühlst. Du kannst dich darauf verlassen, dass die Neurochirurgen ihr Bestes geben werden, damit du auch nach der OP ein gutes Leben führen kannst.

Als ich mit meinem Mann zusammengekommen bin, wurde er auch gleich am Anfang schwer krank. Einfach war es nicht, statt mit rosaroter Brille durch die Gegend zu tanzen, saß ich stundenlang im Krankenhaus, sprach mit den Ärzten und hatte Angst. Aber diese Zeit hat uns von Anfang an zusammengeschweißt, letztendlich hat sie unsere Beziehung sehr gestärkt. Und als ich dann krank wurde, war er eine ganz große Stütze für mich und natürlich auch für unseren Kleinen. Sei deinem Freund gegenüber einfach ehrlich, sage ihm, wie du dich fühlst, sage ihm, wenn du in den Arm genommen werden möchtest, aber auch, wenn du deine Ruhe brauchst.

Solltest du Fragen haben, dann immer raus damit mit. Wir werden versuchen, dir so gut wie möglich zu helfen. 

Du schaffst das, so wie wir es auch geschafft haben. Man hält viel mehr aus, als man sich vorstellen kann.

Alles Gute für dich!

LG TinaF
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Meningeom / Meningiom / OP steht an
« Letzter Beitrag von ZuKa am 23. Februar 2021, 09:24:41 »
Hallo Zusammen,

Möchte mich Mal wieder bei Euch melden.
Kurz noch Mal zu mir..
Ich ( 44) habe ein Falxmeningiom frontal rechts, ziemlich nah am Sinus sagitallis ED September 2017 .Bei den 1 Jährigen Verlaufskontrollen hat sich gezeigt, das es immer weiter zwar minimal aber beständig zunimmt. Inzwischen soll er ca. 18mmx 15mm sein. Beschwerden sind eigentlich im Rahmen, ausser Kopfschmerzen ab und an Schwindel geht es mir eigentlich gut.
Habe mich auch schon inzwischen in München bei Cyberknife gemeldet. Laut. Cyberknife wäre es gut bestrahlbar, allerdings
übernimmt meine Krankenkasse die Kosten dafür nicht.
Mir ist klar, das ich dem widersprechen kann, aber ich bin für ein Schlagabtausch mit der Krankenkasse nicht in der Lage.
Ich möchte dieses " Problem" dieses Jahr endlich angehen.
Über 3 Jahre war ich in Würzburg Uni in Behandlung. Dort wurde mir bei keinem Termin etwas über die Möglichkeit der Bestrahlung genannt. Ich weiss nicht warum.
Nun war ich auf Empfehlung in Heidelberg in der Uni.
Sehr angenehm überrascht.
Der Neurochirurge mit dem ich das Gespräch hatte war sehr nett, kompetent und wirklich menschlich.
Er erklärte mir, das man ein wachsendes Meningeom operiert.
Wer kennt die Uni Heidelberg ? Würde jemand dort in der NC behandelt?
Würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen.
Denn es ist jetzt so, das ich mich operieren lassen werde und das eigentlich in Heidelberg vor.
Meine Angst vor der OP und dem anschließenden Zustand ist kaum in Worte zu fassen.
Ich bin vollberufstätig, 2 schulpflichtige Kinder und die anstehende OP ....das alles zu organisieren ist eine Meisterleistung.
Freue mich auf eure Antworten.

LG ZuKa
 
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Meningeom / Meningiom / Antw:Mein Meningeom, ich brauche Rat
« Letzter Beitrag von KaSy am 22. Februar 2021, 14:47:50 »
Liebe Nordstern74
Falls Du magst, kannst Du uns ja schreiben, wo Dein Meningeom liegt, welche Größe es hat und welche Beschwerden es sind, die bei Dir auftreten.
Dann wäre es etwas besser möglich,  Dich mit den Erfahrungen ähnlich Betroffener gezielter zu beraten, worauf Du Dich kurzfristig, längerfristig und (hoffentlich nicht) dauerhaft einstellen müsstest.
Hat der Neurologe eine Ursache für die Schwindelanfälle gefunden? Könnten es fokale epileptische Anfälle sein, also die vom Hirntumor ausgehen?
KaSy
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Meningeom / Meningiom / Antw:Mein Meningeom, ich brauche Rat
« Letzter Beitrag von KaSy am 22. Februar 2021, 14:32:16 »
Liebe Nordstern74,
Es ist gut, dass Du dieses Forum gefunden hast. Vielleicht wäre früher besser gewesen, denn Du kämpfst ja schon seit mehr als einem halben Jahr mit dieser Angst.

Du fragst, ob Wut, Trauer und Verzweiflung bei dieser Diagnose und in Erwartung einer baldigen OP normal sind. Ja, das ist so. Es gibt wohl keinen Menschen, der diese Gefühle nicht durchlebt, wenn ausgerechnet im Gehirn ein Tumor gefunden wird.

Warum ich?
Auch das fragt sich jeder in dieser Situation.
Stell die andere Frage:
Warum nicht ich? Ich werde das schaffen. Wenn es meinen Freund beträfe oder meine Mutter, wäre es dann besser? Nein und nein! Es wäre nicht besser!

Du hast Dir im Hamburg (UKE=Uniklinik Eppendorf?) eine Klinik mit guten Erfahrungen ausgewählt, das hast Du schon selbst angenehm spüren können und das ist ein ganz wichtiger Schritt: Du fühlst Dich angenommen in dieser Klinik, Du hast Vertrauen.

Das macht Deine Ängste nur ein bisschen kleiner. Aber lass Dir von (leider) Erfahrenen sagen, dass eine Operation im Gehirn weder ein Todesurteil ist, noch wirst Du hinterher nicht mehr denken oder fühlen können. Die Neurochirurgen werden das perfekt mit aktuellen Bildgebungen (CT, MRT) vorbereiten, um außer Ihrem OP-Mikroskop und Ihren Erfahrungen weitere Sicherheit für Dich ganz individuell zu haben. Sie werden alles versuchen, keine Hirn-Bereiche zu beeinträchtigen, wenn das nicht unbedingt sein muss.

Und das ist möglich. Ein Meningeom befindet sich zwar im Gehirn, es infiltriert (dringt ein) es aber nicht. Es bestehen sehr gute Möglichkeiten, es vollständig zu entfernen.

Viele Operierte hatten zuvor diese übergroße Panik und wunderten sich nach der OP,  dass sie sich so gut fühlen.

Das hilft Dir im Moment nicht.
Du hast einen neuen Freund und der muss Deine "Dünnhäutigkeit" abfangen. Er weiß sicher von Deinem Meningeom.  Und er umarmt Dich, wenn Du weinst, Du darfst Dich an seine Schulter lehnen.

Vielleicht hilft Dir auch hier die umgekehrte Sicht. Dein Freund hätte den Tumor. Du würdest alles für ihn tun, alles! Und doch wärst Du hilfloser als er, denn Du könntest "nur" trösten, ihn in die Arme nehmen, aber er muss da durch.

Gemeinsam schafft Ihr das!

Zusätzlich wärst Du bei einem Psychologen gut aufgehoben. Dem kannst Du schonungslos alles erzählen. Es ist zur Zeit noch schwerer als sonst, einen zu finden, aber in der UKE gibt es Psychoonkologen, die für Dich da sind, spätestens, wenn Du stationär aufgenommen wurdest. Es gibt auch Stellen der Krebshilfe oder Selbsthilfegruppen (in Hamburg gibt es eine für Hirntumoren!), wo Du sofort verstanden wirst, so wie auch in diesem Forum.

Das Problem, dass Du so verdammt unsicher bist, ist ja auch, dass Hirntumoren in der Gesellschaft immer noch ein "Tabu" sind. Sie werden mit baldigen Sterben oder "Beklopptheit" nach der OP gleichgesetzt und so wir Du keine Ahnung hast, was auf Dich zukommt, so wissen die anderen das schon gar nicht. Man redet da nicht drüber. Eher über Brustkrebs oder Prostatakrebs, aber nicht über eine OP am Gehirn, wo Dich jeder andere schon in der "Irrenanstalt" sieht. Aber so ist es ganz und gar nicht!

Vertraue Deinen Neurochirurgen, sie wissen 100%ig, was sie tun und Du wirst hinterher (wie ich) sagen, es sind Helden!

Eins noch. Du bist in dem Alter der Wechseljahre. Es ist möglich, dass die Hormonumstellung die Entstehung und das Wachstum des Meningeoms gefördert hat. Bitte unbedingt darum, dass das Tumormaterial auch auf Hormonrezeptoren untersucht wird. Und falls Du zur Zeit irgendwelche Hormonpräparate nehmen solltest, egal ob chemisch oder pflanzlich, dann lass sie bitte weg!

Ansonsten bleibt mir nur noch, zwei Dinge zu sagen:
Du wirst stärker sein, als Du jemals geglaubt hast.
Du wirst nach der OP sehr viel mehr Geduld haben müssen, als Du jemals geahnt hast.

Ich wünsche Dir sehr viel Mut und Kraft für die vor Dir liegende Zeit!

KaSy
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Nebenwirkungen / Reaktion auf Synthese Platten
« Letzter Beitrag von Siatara am 22. Februar 2021, 12:31:15 »
Hallo! Nach meiner OP vor einem Jahr (cerebrales Kavernom mit Blutung) habe ich seit August Probleme mit den Synthese Platten die mir zur Stabilisierung des Schädels eingesetzt wurden. Eine haben sie mir im Oktober schon deshalb entfernt. Jetzt habe ich wider schmerzen an einer der verbleiben Platten und als ich in der Klinik anrief und dies berichtete bekam ich zur Antwort das könne eigentlich nicht sein da diese Platten so klein wären. Außerdem hätte der Professor das noch nie erlebt.  Hat jemand schon ähnlich Erfahrungen gemacht? Mit den Platten meine ich? Ich habe in zwei Wochen einen Termin im MVZ bekommen bis dahin muss ich mit den täglichen Schmerzen leben oder auf Tabletten zurück greifen. Ich merke aber dass mich tägliche Kopfschmerzen mürbe und unausgeglichen machen.
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Meningeom / Meningiom / Mein Meningeom, ich brauche Rat
« Letzter Beitrag von Nordstern74 am 22. Februar 2021, 09:48:22 »
Hallo ihr Lieben.

Ich heiße Bianka und bin 47 Jahre alt und komme aus Schleswig-Holstein. Ich möchte mich gerne in diesen Forum über Meningeome austauschen. Nun zu meiner Geschichte.

Ich bin letztes Jahr im Juli zu meinen Arzt, weil ich der artige Schwindelanfälle hatte. Mein Hausarzt hat mich dann zu meiner Neurologin geschickt, die wiederum sagte mir, dass man eine Auffälligkeit im EEG festgestellt hätte. Darauf hin, wurde eine Untersuchung im MRT veranlasst. 2 Wochen später habe ich dann erfahren, dass ich ein Meningeom habe. Meine Ärztin hat sich viel Zeit genommen um mir zu erklären, was es sei. Ich war im ersten Moment geschockt und zuhause bin ich in Tränen ausgebrochen. Ich habe 2-3 Wochen gebraucht um es zu realisieren. Mit der Zeit habe ich es akzeptiert und nun sind bei mir Beschwerden hinzugekommen. Ich habe mich dazu entschlossen eine Klinik in Hamburg aufzusuchen und mich beraten und Aufklären zu lassen. Ich kann nur sagen, alles Top. Nun zu meinen Problem, es wird auf Grund meiner Beschwerden bald oder irgendwann operiert. Ich habe eine panische Angst und weine viel. Ich stelle mir die Frage, warum ich !?! Ich habe Phasen, wie wut, Trauer und Verzweiflung ist das normal? Meine Frage an Euch, habt ihr das auch ? Wie geht ihr damit um und was macht ihr um damit besser klar zu kommen? Ich bin zbs. seit kurzen in einer Beziehung und  mein Freund hat es nicht einfach mit mir, ich bin sehr dünnhäutig und lege alles auf die Goldwaage, was es nicht einfacher macht. Darum meine Frage an Euch, wie geht ihr damit um ??

Ich bedanke mich im Vorraus
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Epilepsie / Falls ein Unfall geschieht - Autofahren und Versicherungsschutz
« Letzter Beitrag von KaSy am 17. Februar 2021, 13:24:22 »
Falls ein Unfall geschieht - Autofahren und Versicherungsschutz

Bei Hirntumorpatienten und bei denjenigen, die epileptische Anfälle hatten, taucht oft die Frage auf, wann sie wieder mit dem Auto und/oder dem Fahrrad am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Dabei geht es um die gesundheitliche Eignung.
Ein Hintergrund dieser Fragen ist der, dass man sich zwar fahrtüchtig fühlt, aber dennoch unsicher ist, wie die Versicherungen reagieren, wenn ein Unfall verschuldet oder unverschuldet eintritt.

Aus diesem Grund habe ich mit meinem Versicherungsvertreter gesprochen.

Kfz-Haftpflichtversicherung

- Die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt zunächst auf jeden Fall den Schaden, der dem Unfallgegner entstanden ist.
- In Deutschland ist in allen Kfz-Haftpflichtversicherungen „die grobe Fahrlässigkeit“ des Unfallverursachers bei einem Unfall mitversichert.
(Es ist nicht „grob fahrlässig“, wenn man nach dem Zeitraum des „Fahrverbots“ wieder Auto fährt. Das muss man sich nicht von einem Neurologen oder einem Verkehrsmediziner genehmigen lassen.)
- Nicht versichert ist ein Unfall, der „mit Vorsatz“ verschuldet ist.
Dieser „Vorsatz“ muss aber in einem Gerichtsverfahren nachgewiesen werden. Dazu muss der Unfallgegner oder die Versicherung einen „Vorsatz“ erahnen und nachzuweisen versuchen. Sollte der „Vorsatz“ gerichtlich bestätigt werden, dann kann die Versicherung den Betrag des bereits beglichenen Schadens des Unfallgegners vom Unfallverursacher zurückfordern.
(„Vorsätzlich“ handelt derjenige, der z.B. in den Gegenverkehr rast, um sich das Leben zu nehmen.)

Verkehrsrechtsschutzversicherung

Die Verkehrsrechtsschutzversicherung zahlt den Anwalt und die Gerichtskosten.
Bei gerichtlich festgestelltem "Vorsatz" kann es zu einer Strafe für den Unfallverursacher kommen.
 
Nicht klären konnte ich,
- ob der Anwalt, der ja Geld verdienen will, seinem Klienten (also dem Unfallverursacher) von der Klage abraten muss, wenn er bei Kenntnis aller Tatsachen davon ausgehen muss, dass der Gerichtsprozess auf keinen Fall gewonnen werden kann
- ob die Anwalts- und Gerichtskosten nur im Erfolgsfall von der Verkehrsrechtsschutzversicherung getragen werden
(Das müsste in den Versicherungsbedingungen stehen oder man sollte es erfragen.)

Unfallversicherung

Die Unfallversicherung leistet bei gesundheitlichen Schäden, die man selbst durch einen Unfall hat. (Das können bei sehr schweren und lebenslang dauernden gesundheitlichen und Folgeschäden sehr hohe, bis zu 7-stellige Beträge sein.)
Beim Abschluss einer Unfallversicherung werden „Gesundheitsfragen“ gestellt. Die bereits vorhandenen Erkrankungen kann die Versicherung entweder als Unfallursache ausschließen oder mit höheren Beiträgen einschließen. Wenn die Unfallversicherung bereits bestand, bevor die Hirntumorerkrankung oder/und epileptische Anfälle entstanden, dann leistet sie auch, wenn der Unfall infolge dieser Krankheiten eintrat.
In den meisten Unfallversicherungen steht aber als Bedingung, dass sie bei einem Unfall nicht leistet, wenn dieser unmittelbar infolge einer „Bewusstseinsstörung“ erfolgte. (Diesen Begriff kann die Versicherung möglicherweise weit auslegen und zwar vom „Sekundenschlaf“ bis zu epileptischen Anfällen.)
(Das müsste in den Versicherungsbedingungen stehen oder man sollte es erfragen.)

KaSy
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