HirnTumor-Forum

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Glioblastom / Gliosarkom / Antw:Überleben mit Glioblastom
« Letzter Beitrag von Mudu am Heute um 19:44:58 »
Hallo,
die Chemo ist gelaufen. Und jetzt geht's ihm gar nicht gut.
 
OP-Risiko ist zu hoch. Rechtsseitenlähmung, Sprachschwierigkeiten (da geht ja jetzt schon nichts mehr), Probleme mit Zunge und schlucken, und dann noch würde das Sprachverständnis wahrscheinlich auch noch leiden. Da bleibt dann doch nichts mehr übrig.

Frage mich im Moment, ob der Tumor sich weiter ausbreitet oder ob die Chemo wirkt.

Liebe Grüße
mudu
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Biopsie / Antw:Stereotaktische Probeentnahme
« Letzter Beitrag von Mudu am Heute um 19:38:56 »
Danke. Das beruhigt mich ein wenig.
LG mudu
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Biopsie / Antw:Stereotaktische Probeentnahme
« Letzter Beitrag von krimi am 15. August 2017, 09:52:10 »
Hallo Mudu,

es ist normal, dass mehrere Gewebeproben entnommen werden.
Von anderen Krebsarten weiß ich, dass sogar bis zu zehn Proben entnommen werden.
Das dient dazu um herauszufinden, wie sich die Zellen des Tumors zusammensetzen, wo der aktivere Bereich und auch wie die evtl. Bösartigkeit ist.

LG krimi
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Biopsie / Antw:Stereotaktische Probeentnahme
« Letzter Beitrag von Mudu am 14. August 2017, 20:57:12 »
Hallo,

bei meinem Mann wurden bei der Gehirn-Biopsie Proben entnommen. Ich dachte, es seien 1 oder 2 Gewebeproben. Vom Institut für Neuropathologie haben wir eine Kopie vorliegen. Da steht Makroskopischer Befund I (-10mm): Zwei Gewebsstücke von zusammen 6x3x2 mm und 0.1g. Ein Paraffinblock. Kein Rest.
                                                                        II (Zielpunkt): Zwei Gewebestücke von zusammen 5x2x2 mm und 0.1 g. Ein Paraffinblock. Kein Rest.
                                                                       III (+10 mm): Vier Gewebsstücke von zusammen 5x5x2 mm und 0.2 g. Ein Paraffinblock. Kein Rest.

Als ich das laß, hab ich nur gedacht, soviel....
Ist das denn normal bei einer Biopsie?
LG
mudu
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Eigene Geschichten / Antw:Astrozytom II oder III...---Vorstellung Meike (Betroffene)
« Letzter Beitrag von KaSy am 13. August 2017, 19:14:53 »
... Ich wollte auch nie Hirntumor-Profi werden ...

Aber es sollte so sein, "weil ich es kann" und weil ich es kann, schütte ich mein "nicht gewolltes" Wissen über all denen aus, denen ich hoffe, damit ein wenig helfen zu können.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du kein Hirntumorprofi werden musst, sondern alles locker-flockig wegsteckst und recht bald wieder arbeiten kannst.

Ein bisschen Ernst nehmen solltest Du das, denn wenn Du zu früh loshopst, kann das eventuell nach hinten losgehen. Ich denke, arbeiten kannst und darfst Du noch genug, insbesondere um Deinem "krisenfesten Gatten" ein wenig Ruhe zwischen Deinen "Wutausbrüchen" zu verschaffen.
KaSy
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Eigene Geschichten / Antw:Astrozytom II oder III...---Vorstellung Meike (Betroffene)
« Letzter Beitrag von Meike am 13. August 2017, 15:31:29 »
Liebe KaSy,

nochmals Daaanke für Deine zügige Antwort....  :-*

...ich glaub, ich möchte nen ausgewachsenen Wutausbruch kriegen....  >:(
...geht mir das alles auf'n S...!!!!
Ich dachte echt, ich bekomme so 3 - 5 Bestrahlungen.....und gut ist.
Ich dachte auch, dass ich da lockerflockig SELBST mit dem Auto hinfahren kann, und danach dann direkt zur Arbeit...
....tja.... wird wohl nix... aber Jammern auf hohem Niveau hilft auch nicht weiter., und viele andere hier
haben sicherlich größere Sorgen.
Ich reiß mich jetzt zusammen und halte das aus. Also...so ein bischen... das andere bischen (Wutanfall)  kriegt dann mal wieder
mein krisenfester Gatte ab...  ;)

Euch allen alles Liebe,
Meike
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Eigene Geschichten / Antw:Astrozytom II oder III...---Vorstellung Meike (Betroffene)
« Letzter Beitrag von KaSy am 12. August 2017, 16:34:05 »
Neeee, nix mit Auto.**
Während der Strahlentherapie giltst Du als fahruntauglich.
Deswegen hat Dir chucks ja geschrieben, dass Du Dir von den Strahlentherapeuten eine Verordnung geben lassen sollst, damit Du ein Taxiunternehmen beauftragen kannst, Dich zu den Voruntersuchungen und den täglichen Bestrahlungen hin- und zurückzufahren.
Im Anschluss solltest Du auch noch ein/zwei Wochen warten.

Ich fand das selbst damals auch blöd, vor allem war die Taxisuche für mich schwierig. Und ich fühlte mich ja total fit.
Nach und nach merkte ich aber, dass mit der zunehmenden Müdigkeit die Konzentration abnimmt.
Da fand ich das dann sehr gut, dass ich gefahren wurde. Mein Taxifahrer erwies sich auch als "nebenberuflicher Psychotherapeut", wir hatten viel Spaß während der Fahrten (1h hin, 1h zurück).

Ausdrückliche Fahrverbote wie bei Epilepsie* gibt es, glaube ich, nicht.
Aber die Kassen zahlen die Fahrten zur Strahlen-, Chemo-Therapie, auch zur Dialyse, dazu sind sie verpflichtet.

**Solltest Du Dich sicher genug fühlen, Auto zu fahren, dann fahre. Mein Taxifahrer hatte auch Bestrahlungen und ist zu jeder der 30 Bestrahlungen die 50 km selbst gefahren. Allerdings wurde er im Halsbereich bestrahlt.


Ich muss jetzt mal meinen Fahrverbotsfrust hier ablassen:
*Wegen des Fahrverbots wegen Epilepsie habe ich um jedes bisschen Fahrgeld gekämpft. Ich musste so oft zu Ärzten fahren und konnte es überhaupt nicht, was nicht an der Epilepsie lag, sondern an OP, Wundheilungsstörung, OP, Transplantationen, Heilung riesiger Wunden, OP, ... jetzt seit über einem Jahr. Ich musste bei der Kasse betteln, damit ich ein Taxi beauftragen darf. Dann ging es für drei Monate, dann für 2 Wochen nicht, dann klappte es für 2 Monate, nun für 2,5 Monate nicht bzw. rückwirkend doch - aber in dieser Zeit habe ich kein Taxi beauftragt, nun darf ich wieder, aber jetzt finde ich kein Taxi ... Das ist ein solch blöder Kampf um diese Minigelder ... und ich verstehe das alles auch nicht. Ich bin gerade sehr versucht, doch zu fahren, da das anfallsfreie Jahr fast vorbei ist und ich muss zum NC und zur Strahlenfrau und das geht mit Öffentlichen nur ganz kompliziert. Ich habe dieses Sch....-Betteln hier und da und dort auch so so so satt.

Deswegen sage ich Dir, was sind schon knapp 2 Monate, wo Du Dich fahren lassen darfst, gegen mehr als 1 Jahr Betteln um Fahrten nur zu Ärzten. Ich will auch mal ins Grüne, ins Kino, mal durch Läden bummeln ... Aber mein Sport ist jetzt das Einkaufen zu Fuß.

Ich gebe aber nicht auf.
Und Du schafft das erst recht!!

Beste Grüße
Deine KaSy 
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Eigene Geschichten / Antw:Astrozytom II oder III...---Vorstellung Meike (Betroffene)
« Letzter Beitrag von Meike am 12. August 2017, 11:53:31 »
KAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAASY, was hast Du bloß für eine Ahnung.... unglaublich!!!
Vielen, vielen Dank für all diese wertvollen, gut beschriebenen Infos.
Kannst Du mir jetzt auch noch sagen, ob ich während der 6-wöchigen Bestrahlung,  Auto fahren darf?
Das wäre super.
Ich daaaanke Dir, dass Du Dir immer so viel Zeit für Deine Antworten nimmst. Das ist so toll!

Ich drücke Dich und wünsche Dir ein schönes Wochenende.
Allen anderen natürlich auch!!!  ;D

Meike
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Eigene Geschichten / Antw:Astrozytom II oder III...---Vorstellung Meike (Betroffene)
« Letzter Beitrag von KaSy am 11. August 2017, 18:54:08 »
Liebe Meike,
Geduld schadet jetzt nicht.

Ich weiß zwar nicht genau, wie das auf Deinem Kopf nach der Biopsie aussieht, aber eine Strahlentherapie kann erst begonnen werden, wenn keine Narbe / Wunde mehr heilen muss.
Die Strahlen verhindern deren Heilung - und das willst Du nicht!!

Ein II-er Astro sollte wohl bestrahlt werden, aber es wird nicht gleich "explodieren", wenn noch ein wenig gewartet wird.
Da der Neurochirurg sich mit dem Brief Zeit lässt, spricht das auch dafür, dass keine Eile geboten ist.
Sollte es wirklich dringend sein, würde die NC-Maschinerie bereits auf Hochtouren laufen! 

Zur Bestrahlung selbst:
Die einzelnen 30 Bestrahlungen sind von sehr kurzer Dauer.
Das ist deswegen so, damit zwar die Tumorzellen an der Teilung = Vermehrung gehindert werden, aber die gesunden Zellen die Chance erhalten, sich selbst zu reparieren.

Du darfst Dich auch erholen, denn Dein Körper bzw. die Abwehrarmee in Deinem Blut läuft gegen die Eindringlinge auf Hochtouren. Die sehen den Tumor und die Strahlen und die kaputten Zellen als gegnerische Armee an und bieten alle Kräfte auf, um sie zu besiegen. Deswegen kann sich im Tumorgebiet (diese "Armee" in Form von) Flüssigkeit ansammeln.   

Wenn das so sein sollte, könnte der Hirndruck steigen, wogegen Cortison gegeben werden kann, denn das bremst die Entzündung, als die Deine weißen Blutkörperchen die Aktion im Kopf ansehen. (Ich benötigte bei meinen beiden Bestrahlungsserien kein Cortison.)

Da die Strahlen auch die Blutbahnen treffen, wird regelmäßig Dein Blut getestet, um rechtzeitig eingreifen zu können. Schließlich soll nur der Tumor und nicht Du zerstrahlt werden. (Bei mir waren die Blutwerte nie besorgniserregend.)

Ich wurde im Laufe der 6 Wochen müder, weniger belastbar, was sich aus dem Geschriebenen logisch erklärt. Eine AHB ab zwei Wochen nach Bestrahlungsende fand ich sehr hilfreich, zum Wieder-Fit-Werden und auch für die Psyche und so.

Welche Nebenwirkungen auftreten, hängt auch davon ab, wo Dein Untermieter vertrieben werden soll, aber diese Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme scheinen wohl typisch zu sein.
(Blöd, dass Du Dir jetzt schon nix merken kannst, aber sieh es positiv: "Du lernst jeden Tag neue Leute kennen. ;) " Es ist zu bewältigen. Bereite Deinen Mann schon mal darauf vor, dass Du noch mehr Merkzettel und Kalender brauchst ... Das andere Schöne ist: Es wird besser.)

So wie die zerstrahlten Zellen auf MRT-Bildern noch lange so tun, als ob sie Dein Astro II wären, so lange und noch länger dauert es auch, bis Deine "Abwehrarmee" es geschafft hat, diese "toten Zellen" abzutransportieren, also Monate! Demzufolge hat eine MRT-Kontrolle zunächst keinen Sinn, erst nach frühstens drei Monaten könnten die Ärzte erkennen, ob das im Bild Tumor oder sonstwas ist.

Was noch: Genieß das spannende Sommerwetter und denke dran, dass wir an Dich denken.

Beste Grüße und genieße auch das tolle Bestrahlungsgerät, wenn es so weit ist.
Deine KaSy
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Neurilemmom / Neurinom / Akustikusneurinom / Antw:Akustikusneurinom intramedeal
« Letzter Beitrag von KaSy am 11. August 2017, 18:20:28 »
Hallo, Krimi,
Du schaffst auch das und dafür wünsche ich Dir das Allerbeste!
Möge das "verdammte Teil" verdammt langsam oder besser gar nicht wachsen.
Wachsen sollen Rosen, Sonnenblumen, Hecken, Bäume, Babys, kleine Hunde ... :D
Beste Grüße
Deine KaSy
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