HirnTumor-Forum

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Themen - KarlNapf

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https://www.smgp.ch/smgp/aktuelles/2010/05/olibanum%20phytotherapie.pdf

Indischer Weihrauch (Boswellia serrata) und afrikanischer Weihrauch (B. sacra, Synonym: B. carterii Birdw.) haben unterschiedliche Zusammensetzungen => Tabelle 1 in obigem Link.

Laut Tabelle 3 auf Seite 4 enthält der afrikanische Weihrauch (B. sacra) etwa doppelt so viel AKBA wie der indische Weihrauch (B. serrata).

Indischen Weihrauch gibt es als Extrakt, dadurch ist die AKBA-Konzentration höher als im reinen Harz. Afrikanischen Weihrauch gibt es m. W. nicht als Extrakt.

AKBA = Acetyl-11-keto-β-boswelliasäure [-acid]



Vom afrikanischen Weihrauch gibt es ein (vor allem in den USA verbreitetes) durch Wasserdampfdestillation gewonnenes ätherisches Öl (boswellia sacra essential oil).

Hier ein Beispiel. Essential oil gegen Brustkrebszellen in der Zellkultur:
Boswellia sacra essential oil induces tumor cell-specific apoptosis and suppresses tumor aggressiveness in cultured human breast cancer cells.
Mahmoud M Suhail, Weijuan Wu, Amy Cao, Fadee G Mondalek, Kar-Ming Fung,Pin-Tsen Shih, Yu-Ting Fang, Cole Woolley, Gary Young, and Hsueh-Kung Lin
BMC Complement Altern Med. 2011; 11: 129. Published online 2011 Dec 15.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3258268/
Volltext:
https://bmccomplementalternmed.biomedcentral.com/articles/10.1186/1472-6882-11-129

In diesem Artikel schreiben die Autoren, dass das durch Wasserdampfdestillation gewonnene Öl (essential oil) aus dem afrikanischen Weihrauch (Boswellia sacra) Boswelliasäuren enthalte und diese quantitativ nachgewiesen wurden (20-30 mg/ml).
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3258268/table/T1/?report=objectonly

Nehmen wir an, das Öl hätte eine Dichte von 0,8 g/ml, dann wären in einem Gramm Öl maximal 35-40 mg Boswelliasäure.

Interessant ist der Preisvergleich:
10 ml Öl [~8 g] (20-30 mg Boswelliasäuren/ml) kosten beim "Giganten" der Versenderbranche 10-15 $,
100 ml Öl also 100-150 $. Darin sind ca. 2-3 g Boswelliasäuren. Vorsicht: "This item does not ship to Germany"

100 g Weihrauch-Pulver (Extrakt aus B. serrata) von der Schloss-Apotheke in Koblenz kosten 30 €. Darin sind 85 g Boswelliasäuren, was etwa dem 40-fachen vom ätherischen Öl entspricht und das zu einem Fünftel des Preises. Ich weiß nicht, was am "essential oil" so attraktiv ist.

Meiner Ansicht nach verwenden viele Menschen zu wenig Weihrauch pro kg Körpergewicht und wundern sich dann, dass der Weihrauch nicht wirkt.

Ein ernsthafter Einwand von Prof. ERNST (em. Prof. für Alternativmedizin, Universität Exeter, England):
Zitat
Essential oils might be an interesting area of research, yet one has to tell consumers and patients very clearly: there is no evidence to suggest that using essential oils will change the natural history of any type of cancer.

https://edzardernst.com/category/essential-oil/

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Weihrauch / Glioblastom und Weihrauch
« am: 07. Juli 2018, 19:53:00 »
Heute (7.6.18) kam über das Portal NCBI per Mail der Hinweis auf zwei interessante Publikationen in mein Postfach:

3-O-acetyl-11-keto-β-boswellic acid exerts anti-tumor effects in glioblastoma by arresting cell cycle at G2/M phase

Link:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29970196

Volltext:
https://jeccr.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13046-018-0805-4

Ähnliche Artikel:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?linkname=pubmed_pubmed&from_uid=29970196

und

Combined acetyl-11-keto-β-boswellic acid and radiation treatment inhibited glioblastoma tumor cells

Link:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29969452

Volltext:
http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0198627

Ähnliche Artikel:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?linkname=pubmed_pubmed&from_uid=29969452

3
Presseveröffentlichungen / APG101
« am: 06. Mai 2018, 10:17:36 »
Im neuesten Heft Einblick 1/2018 kommt ab S. 12 ein Artikel, der berichtet, dass das DKFZ zusammen mit einer Firma einen Antikörper entwickelt hat, der gut verträglich ist und gegen das Glioblastom wirkt.

https://bc-v2.pressmatrix.com/de/profiles/eb60e602ed53/editions/f96b5a6f28c30b7d42ba/pages/page/7

5
Zitat:
"Nachdem Wunderheilungen jahrzehntelang kaum beachtet wurden, gibt es inzwischen breitere Forschung dazu. Wir wollen die Bedeutung der Psyche dabei untersuchen, verstehen und würdigen. Die Krebserkrankung wird dabei eine größere Rolle spielen, aber das Gesagte gilt auch für andere Leiden. Wir wollen Fragen stellen, in der Hoffnung, dass Antworten für jeden selbst erkennbar werden. Wir versuchen, soweit es geht, objektiv zu sein, auch wenn die Botschaft ein Aufruf zu radikaler Subjektivität ist."

Weiterlesen:

http://www.psyheu.de/5714/psyche-wunderheilungen/


http://www.psyheu.de/5835/zuversicht-und-wunderheilungen/

6
Ernährung / Die Scharlatanerie mit Krebsdiäten
« am: 20. März 2015, 19:25:55 »
Ein interessanter Artikel aus dem SPIEGEL. Ketogene Diät und deren "Nutzlosigkeit".

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/ketogene-ernaehrung-gegen-krebs-gefaehrliche-empfehlungen-a-1022252.html

7
Presseveröffentlichungen / Ponsgliom
« am: 18. März 2014, 13:06:30 »
Unter dem Titel Bald kommt im aktuellen SPIEGEL (# 12/2014) vom 17.3.2014 ab Seite 50 ein sehr einfühlsamer Bericht über einen jungen Mann mit einem Ponsgliom.

https://magazin.spiegel.de/digital/index_SP.html#SP/2014/12/125966646

9
Bücherecke / Borasio: Über das Sterben
« am: 08. September 2012, 15:18:38 »
Autor: Gian Domenico Borasio  (Der Autor ist Palliativmediziner)

Titel: Über das Sterben: Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen.

Verlag: C.H. Beck

Beim großen "Kaufhaus", das mit Amaz beginnt, findet man Kritiken / Besprechungen. Ich habe einige davon gelesen, durchweg waren sie positiv.

Man kann das Buch als "Normalbürger" lesen, als Angehörige(r) oder als Betroffene(r). Ich hab' das Buch selbst gelesen, fand es sehr informativ und habe daraufhin meine Patientenverfügung umgeschrieben.

Auf S. 162 des Buchs kommt ein Hinweis auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 25.6.2010 („Fall Putz“, AZ 2 StR 454/09) worin entschieden wurde (Zitat):

1.   Sterbehilfe durch Unterlassen, Begrenzen oder Beenden einer begonnenen medizinischen Behandlung (Behandlungsabbruch) ist gerechtfertigt, wenn dies dem tatsächlichen oder mutmaßlichen Patientenwillen entspricht (§ 1901a BGB) und dazu dient, einem ohne Behandlung zum Tode führenden Krankheitsprozeß seinen Lauf zu lassen.
2.   Ein Behandlungsabbruch kann sowohl durch Unterlassen als auch durch aktives Tun vorgenommen werden.


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ABC DER FACHBEGRIFFE UND FREMDWÖRTER IN DER KREBSMEDIZIN

http://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/kid-glossar.pdf

Im online-Lexikon der Fachbegriffe des KID werden neue Begriffe auch zwischen den Druckauflagen kontinuierlich ergänzt.

http://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/lexikon/index.php

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Termine / Die Heilkraft des inneren Arztes, ARTE
« am: 22. November 2011, 14:31:34 »
LINK


Die Heilkraft des inneren Arztes
Die Selbstheilungskräft des Menschen

Zitat
Was sind die Selbstheilungskräfte des Menschen und wie können sie von Ärzten und Patienten aktiviert werden? Welche Ansätze in Medizin und Therapie gibt es, die diesen inneren Arzt nutzen? Welche Rollen spielen dabei psychische Kräfte und die innere Haltung des Menschen? Und: Muss sich die Medizin der Zukunft stärker ganzheitlichen Ansätzen öffnen? Das sind einige der zentralen Fragen, denen die Filmemacherin Sabine Goette in ihrer Dokumentation nachgeht. Die Aktivierung der Selbstheilungskräfte - ein tragendes Konzept für die Zukunft? Folgt man Experten, könnte eine verstärkte Umsetzung der Forschungserkenntnisse gravierende Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und die medizinische Praxis haben. Konzentrierte sich die Medizin wieder mehr auf das, was den Menschen gesund erhält und darauf, den inneren Arzt des Patienten in die Heilungsprozesse einzubeziehen, wäre nicht nur dem Patienten gedient. Es könnten auch Kosten gespart werden. Vor allem aber muss wieder eines in den Vordergrund gerückt werden: der Dialog zwischen Arzt und Patient. Denn nur so können innerer und äußerer Arzt gemeinsam aktiv und erfolgreich werden. ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer "Streaming"-Fassung auf ARTE+7 bereit.

Text zitiert aus http://www.onkologie.de/Krebs/Service/TV-Vorschau.html

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Presseveröffentlichungen / Forscher können Krebszellen ausschalten
« am: 16. September 2011, 12:47:30 »
Zitat
Neue Hoffnung im Kampf gegen Krebs: Wissenschaftler aus Gießen haben bei Hirntumoren eine Möglichkeit entdeckt, die Krebsstammzellen lahm zu legen.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/zns-tumoren_hirntumor/article/670087/forscher-koennen-krebszellen-ausschalten.html?sh=1&h=449686783

Krebs-Stammzellen vom Glioblastom werden durch Sauerstoffmangel aktiviert. In der Arbeitsgruppe wird ein Mechanismus diskutiert, wie man mit dieser Erkenntnis eine Rezidiv-Verhinderungs-Therapie bauen könnte.

Die Originalarbeit ist hier zu finden:
http://brain.oxfordjournals.org/content/133/4/983.abstract?sid=e6b7902e-5d7b-4ca8-a8af-c107d8c12688

13
Dr. Ich: Wie mündige Patienten sich im Medizinbetrieb behaupten und die optimale Behandlung finden
von Georg Franken

Bei Amazon kann man einige Seiten lesen, ich fand's nicht uninteressant.

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Psychologische Betreuung / Bewältigungsstrategien bei Krebs
« am: 09. Mai 2011, 16:36:30 »
Schon vor mehr als 25 Jahren erschien ein Buch [1] über die Bewältigung von Streß.

Nun sind natürlich auch Hirntumoren bzw. allgemein Krebserkrankungen für die Betroffenen (und ihre Angehörigen) mit dramatischem Streß verbunden. Ich fand eine Arbeit [2], die sich mit Bewältigungsstrategien bei Krebs beschäftigt, darin wurden (in Anlehnung an [1]) zwei Grundtypen herausgearbeitet. Ich benütze Tab. 1 aus Literatur [2] als Anregung, behalte die Grundstruktur bei, übersetze sie, aber nicht direkt 1:1, ich habe sie umformuliert, ergänzt und erweitert.

Die eine Strategie setzt auf die Reduzierung von Streßursachen, die andere auf die Reduzierung von Streß-induzierten Gefühlen. Typ 1) liegt mir am nächsten. Das war ja der ursprüngliche Gedanke , der zur Gründung des Forums führte, Austausch von Informationen. Die unter 2a) genannten Ansätze sind aus meiner Sicht ebenfalls positiv zu bewerten im Vergleich zu 2b). Menschen, die sich nach 2b) verhalten, werden wir kaum im Forum finden. Denn das dürfte ja ein Informationsbedürfnis voraussetzen.

Wenn wir die 45.000 Beiträge im Forum analysieren und nach bestimmten Kriterien quantifizieren würden (eine lohnenswerte Aufgabe für einen Doktoranden), dann fänden wir bestimmt heraus, daß die Sachinformationen gegenüber den Gefühlsäußerungen inzwischen in der Minderzahl sind.


1. Problem-zentrierter Typus   
Sucht Informationen
Sucht ein Behandlungs-Team aufzubauen
Verficht seine Sache selbst (denkt selbst, läßt nicht nur denken)
Hält die Behandlungsanweisungen ein (Compliance)
Verbessert seine Lebensweise, seinen Lebensstil
Bestimmt seine Prioritäten neu
Wendet Komplementärmedizin an
Bleibt in ständiger Verbindung, im Austausch mit dem Behandlungsteam
Erbittet die Hilfe von Freunden / der Familie und nimmt sie an


2. Gefühls-zentrierter Typus
Sucht emotionale Unterstützung
Sucht Zuflucht in Gebet / Meditation
Nimmt die Krankheit an / Entwickelt eine stoische Haltung
Ist auf den Augenblick zentriert

2a) Ist humorvoll
Hat einen Glauben (ein schwieriges Feld...)
Drückt seine Gefühle aus
Ist kreativ
Führt positive Selbstgespräche
Deutet die Krankheit positiv um
Verwendet Progressive Muskel-Entspannung oder Autogenes Training
Verwendet Selbst-Hypnose (Simonton...)

2b) Entwickelt eine Sucht (übermässiges Essen, Alkohol, Drogen...)
Sucht Zerstreuung
Verharmlost die Krankheit
Distanziert sich von der Krankheit, leugnet sie
Vermeidet Probleme      


Wahrscheinlich wendet man intuitiv zu unterschiedlichen Zeiten mal diese, mal jene Strategie an. Zu Beginn (nach der Diagnose, vor den ersten Therapien) wird man mit problemzentrierten Strategien weiterkommen (wo finde ich Spezialisten, was ist die für mich beste Therapie...?), im Verlauf der Krankheit wird man sich mehr um seine Gefühle kümmern (müssen).

Es wird ja hauptsächlich eine strukturelle, eine charakterliche Disposition sein, die das Verhalten, die Einstellung, die Bewältigungsstrategie bestimmt, es können aber auch biografische Umstände dazukommen.

Um das deutlich zu machen, stellen Sie sich bitte zwei Fälle vor:

Ein junger Familienvater mit einem Meningeom, das leicht operiert werden kann (Ein Meningeom ist natürlich kein Krebs, wird aber als genau so bedrohlich empfunden). Er war bis jetzt gesund, ist kräftig, hat einen großen Lebenswillen, ist in ein stabiles emotionales System eingebunden. Er wird vermutlich die Meningeom-Operation schnell hinter sich bringen und dann gelassen in die Zukunft blicken.

Auf der anderen Seite eine ältere, alleinstehende Dame, die schon immer eher pessimistisch ausgerichtet war, und jetzt zu einem grauen Star, einem Magenleiden, Diabetes, hohem Blutdruck auch noch ein GBM IV dazubekommt. Kann man es ihr verübeln, wenn sie verzweifelt?

Die Bewältigungsstrategien kann man auch in Lösungs- und Vermeidungsstrategien einteilen. Eine Lösungsstrategie wäre, wenn man nach Informationen sucht (hier muß man selbst aktiv werden), eine Vermeidungsstrategie wäre, wenn man den Kopf in den Sand steckt und die Krankheit verharmlost oder verleugnet.

Welche Strategie ist wirksamer?

Es gibt viele Ergebnisse von vielen Untersuchungen, die zeigen, dass bei Krebs eine positive Grundhaltung besser ist als eine negative. Die Suche nach Hilfe, nach Informationen, ein kämpferischer Umgang mit der Erkrankung wirkt sich auch emotional positiv aus. Suchen Sie im Internet aber nicht nach Überlebensstatistiken (die gibt es auch), eine Statistik sagt nichts über den Einzelfall aus.
Grübeln, Fatalismus, Resignation, Abhängigkeit von Alkohol oder Drogen wirkt sich (wie eigentlich zu erwarten) negativ aus. Nicht nur auf die Stimmung, auch auf die Prognose.


[1] Lazarus RS, Folkman S, Stress, Appraisal and Coping, New York, Springer, 1984

Appraisal = Bewertung
Coping = Krankheitsverarbeitung, -bewältigung

Man kann das Buch im UseNet kostenlos herunterladen (Link).

[2] Psychological Adaptation, Coping, and Distress in Adult-Onset Soft Tissue Sarcomas
Siehe dort unter: Coping Strategies, Types Of Coping Strategies

Seiten: [1] 2 3


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