HirnTumor-Forum

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Themen - thueringer

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ich weiß wir haben ja alle keine Wahl, aber es gibt neue Erkenntnisse hinsichtlich Kontrastmitteln:


Warnung vor zu häufigen MRTs: Kontrastmittel Gadolinium kumuliert möglicherweise im Gehirn
Dr. Jürgen Sartorius

Noch ist nicht bewiesen, dass Gadolinium-Ablagerungen im Gehirn zu Gesundheitsschäden führen. Aber das Metall, seit Jahrzehnten Bestandteil von Kontrastmitteln für die bildgebende Diagnostik im Rahmen von Magnetresonanztomographien (MRT), kann sich laut japanischen Forschern im Gehirn ablagern. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Prüfung dieser eventuellen Risiken durch Gadolinium eingeleitet.

Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) rät nun, Gadolinium enthaltende Kontrastmittel vorerst nur bei unvermeidbaren Untersuchungen einzusetzen [1]. Das Herz etwa lasse sich auch mit einer Myokardszintigraphie oder Ultraschall untersuchen, empfiehlt Prof. Dr. Detlef Moka, Facharzt für Nuklearmedizin in Essen und Vorstandsvorsitzender des BDN.

Auswirkungen bei Patienten nach vier oder mehr Kontrast-MRTs

Eine Forschergruppe um Dr. Tomonori Kanda, Department of Diagnostic Radiology des Hyogo Cancer Center, Akashi, Japan, hatte die Signale in unverstärkten T1-gewichteten Magnetresonanz-Untersuchungen (MRT) im Nucleus dentatus, einer Struktur im Kleinhirn, und dem Globus pallidus im Striatum mit anderen Regionen des Gehirns ins Verhältnis gesetzt.
 
Betroffen waren Patienten mit vier oder mehr Kontrast-MRT. Das Risiko steigt offenbar mit der Anzahl der Untersuchungen. Prof. Dr. Detlef Moka
 

Sie fanden hochsignifikante Korrelationen zwischen den Signalstärken in diesen beiden Hirnregionen und der Anzahl von vorausgegangenen MRT-Untersuchungen mit Gadolinium-gestützten Kontrastmitteln (p < 0,001 für beide). Dabei untersuchten sie 381 Patienten, davon allein 19 bzw. 16 mit mindestens 6 MRTs mit bzw. ohne Verwendung Gadolinium-haltiger Kontrastmittel.

„Betroffen waren Patienten mit vier oder mehr Kontrast-MRT“, berichtet Moka. „Das Risiko steigt offenbar mit der Anzahl der Untersuchungen.“ Mehrfachuntersuchungen, die wegen des fehlenden Strahlenrisikos bei der MRT bislang als unbedenklich eingestuft werden, sollten Patienten daher nach Möglichkeit vermeiden. „Man kann nur hoffen, dass weitere Forschungen keine Ergebnisse zeigen, die dazu führen, auf Gadolinium-haltige Kontrastmittel verzichten zu müssen. Das wäre für viele unserer Patienten, die an Tumoren oder entzündlichen Erkrankungen leiden, eine schlechte Nachricht“, bemerkt der Experte weiter.

Komplexiertes Gadolinium wird normalerweise rasch ausgeschieden

Gadolinium liegt in den zugelassenen Kontrastmitteln als Chelat-Komplexe vor und ist unter Berücksichtigung der Kontraindikationen im Allgemeinen gut verträglich. Gesunde Nieren scheiden das Mittel nach kurzer Zeit aus. „Wenn Gadolinium bei Patienten mit Nierenschwäche länger im Körper bleibt, kann es sich allerdings in Haut und Organen ablagern und eine schwere Bindegewebserkrankung, die Nephrogene Systemische Fibrose, auslösen“, erläutert Moka. Diese Kontrastmittel dürfen deshalb bei Patienten mit erheblich eingeschränkter Nierenfunktion nicht mehr eingesetzt werden.

Nach den Ergebnissen der japanischen Studie wäre es vorstellbar, dass sich Gadolinium-Ionen aus ihrem Chelat-Komplex lösen und in bestimmten Hirnstrukturen anlagern könnten. Ob es dadurch zu einer Schädigung kommt, konnte in der Studie jedoch nicht festgestellt werden. Es gibt deshalb derzeit keine darauf bezogenen Einschränkungen in der Verwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln. „Bis neue Ergebnisse vorliegen, sind wir Ärzte jedoch aufgerufen, vor jeder Untersuchung noch gewissenhafter als bisher zu prüfen, ob die Verwendung eines Kontrastmittels mit Gadolinium erforderlich ist“, konstatiert Moka.

Zur bildgebenden Untersuchung des Herzens gibt es praktikable Alternativen
 
Man kann nur hoffen, dass weitere Forschungen keine Ergebnisse zeigen, die dazu führen würden, auf Gadolinium-haltige Kontrastmittel verzichten zu müssen. Prof. Dr. Detlef Moka
 
Vorerst verzichtbar ist nach Einschätzung des BDN insbesondere das Herz-MRT. Mit der Untersuchung lassen sich Durchblutungsstörungen aufzeigen, es lässt sich die Pumpleistung des Herzens prüfen oder nach einem Infarkt feststellen, welche Teile des Herzmuskels ohne ausreichende Blutversorgung sind. „Für alle diese Aspekte steht uns mit der Myokardszintigraphie eine alternative Untersuchungsmethode zur Verfügung, die ebenso zuverlässig wie sicher ist“, erläutert Moka.

„Die Myokardszintigraphie kam in den vergangenen Jahrzehnten viele Millionen Mal bei der Diagnostik der koronaren Herzerkrankung zum Einsatz“, betont er. Obwohl in begrenztem Umfang Radioaktivität freigesetzt wird, ist diese Technik für die Patienten ungefährlich. „Es wurde bisher kein einziger Fall gefunden, bei dem ein Patient durch die radioaktive Substanz Nebenwirkungen erlitten hat oder Spätfolgen aufgetreten sind. Für die Überprüfung der Pumpleistung des Herzmuskels kommt wahlweise auch Ultraschall in Frage.“

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Vorstellung / Falxmeningeom gelungene OP- 4 Jahre rezidivfrei
« am: 19. Februar 2010, 08:48:55 »
Im August 2005 bin ich wegen einer neuen Brille zum Augenarzt gegangen. Dort hat die Ärztin gleich gemeint ein Gesichtsfeldtest wäre ja mal eine tolle Sache. Sie wollte wahrscheinlich ein bisschen Geld mit mir verdienen, dachte ich.. Nach dem Test fragte sie, ob sie nicht , ob ich nicht ausgeruht war und wir wollten den Test noch einmal machen (ist auch echt nicht einfach alle Punkte zu sehen). Na ein paar Tage später dann WH des Tests mit ähnlichem Resultat. Darauf meinte sie, man sollte mal zum Neurologen gehen, abchecken, das da nichts ist. Da ich nichts hatte, dachte ich, gut, machen wir das einfach. Dort hat man mich auch gleich gefragt, was ich denn hier wolle. Lange Rede kurzer Sinn, es wurde dann doch im Oktober 2005 ein MRT gemacht und ein Falxmeningeom gefunden. (parasagittal rechts, enger Bezug zum Sinus, 24 mm x 14 mm x 17 mm). Eigentlich wollte man dann alle 6 Monate ein Kontroll-MRT machen.  Ein Neurochirurge meinte dann aber im Dezember, in 5 Jahren wäre ich auf alle Fälle wieder da und wenn ich mich gleich operieren lasse, bin ich im Weihnachten zu Hause. Die Ärztin meinte dann auch gleich, das wäre die Blinddarm-OP der Neurochirurgen. Ich ließ mich operieren - war mental zu schwach das auszuhalten.

Die OP war erfolgreich (3 h) – WHO I. Die Ärztin meinte es war gut, das operiert worden ist (war mittlerweile sehr nahe am Sinus). Die Ärzte meinten ich solle mich als geheilt betrachten. Erste Kontrolle nach 6 Monaten. Ich habe eine 4wöchige AHB gemacht, die mir sehr gut tat (gefühlsmäßig hätte ich sie nicht gebraucht, aber ich bin froh, das ich sie gemacht habe). Nun hatte ich diverse Kontroll-MRTs. Das letzte war vorige Woche. Es wurde nichts gefunden. Also sind jetzt schon etwa mehr als 4 Jahre vergangen, was mich hoffnungsfroh stimmt.

Eigentlich geht es mir gut – habe keine wirklichen Probleme. Nur ab und an Empfindungsstörungen am Kopf (oben), was aber auch mit einem Stoss gegen einen sehr harten Metallgegenstand und einer daraus resultierenden Beule an der Stirn (evtl. auch Verschiebung der reinoperierten Titanplatten (wie mir der Arzt erklärte)) zu tun haben kann. Irgendwie habe ich aber immer noch Angst, das sich da was gebildet hat, wenn ich solche Signale bekomme. Kann natürlich alles auch mit den kalten Temperaturen zusammengehangen haben.

4 Jahre ohne Rezidiv lassen mich jetzt aber aufatmen und ich werde jetzt versuchen locker zu bleiben / leben bis zum nächsten MRT in 2 Jahren.

Das wollte ich nur mal aufschreiben, damit auch mal bekannt wird, das es einem gut gehen kann nach so einer OP.

Allen Betroffenen wünsche ich alles Gute!
thueringer

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Hat einer eine Idee, was da genau operiert wurde?

Erste Gehirn-OP durchgeführt, ohne Schädel zu öffnen
Einem Forscherteam aus der Schweiz ist es erstmals gelungen, eine Gehirn-Operation durchzuführen, ohne beim Patienten die Schädeldecke zu öffnen.

Dies sei eine Weltpremiere, teilte die Klinik für Neurochirurgie des Universitätsspitals Zürich mit. Man nutze für die Operationen das Verfahren des Hochenergie-Ultraschalls.

Bisher wurden zehn Patienten seit September 2008 erfolgreich operiert. Die Operationen wurden dabei ohne Narkose und ambulant durchgeführt.

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Info/Links / Familiäre Umstände / Hirntumor??
« am: 13. Dezember 2006, 13:10:49 »
Das Thema hieß ursprünglich "Zufallsbefund Meningeom". Es hat sich aber eine Art Eigendynamik entwickelt, die Debatte hat jetzt nichts mehr mit Zufallsbefund zu tun. Deshalb habe ich ein neues Thema dazu gestartet. Ulrich

mal 'ne Frage an alle; seit ihr die jüngeren Geschwister oder das älteste Kind gewesen. Habe was gelesen von Abh. von Kinderzahl in Familien und ob man jüngere Geshwister hat, ob man Hirntumore bekommt. Ich bin der älteste gewesen - würde also passen.

Gruß th.

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