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Nachrichten - thueringer

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Glioblastom / Gliosarkom / Antw:Studien und experimentelle Therapien
« am: 07. November 2018, 08:04:42 »
bei Twitter gefunden, sehr gute Daten von oncolytic H-1 parvovirus + avastin + PD1 combo in einer Glioblastom Studie

78% ORR: 22% CR + 56% PR

Open-label, compassionate use program, but one of the most interesting data that I have seen for GBM, ORR seem much better than avastin + PD1 alone!

Link dazu, falls Ihr Twitter nutzt: https://twitter.com/hashtag/SNO18?src=hash

Hoffe das funktioniert.

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@Tanja

habe gerade nochmal meine Postings gelesen. da steht, das ich operiert wurde. Habe es nicht bereut.

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bei Medscape habe ich gefunden, das es eine interessante Studie gibt:

Glioblastom: Länger leben dank modifizierter Polio-Vakzine? Phase-1-Daten sprechen für Überlebensvorteil

weiterlesen unter:

https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4907115?nlid=123791_3081&src=WNL_mdplsnews_180712_MSCPEDIT_DE&uac=243061FT&faf=1

Bitte beachten, nach einiger Zeit funktionieren die Links bei Medscape nicht mehr. Ich weiß also nicht, wie lange man das lesen kann.

4
Hey @thüringer
Ja ist ja fast genau wie bei mir. Meiner ist glaube ich auch nicht grösser als dein Meningeom. Es war auch ein Zufallsbefund und wäre wohl lange nicht aufgefallen wenn ich nicht so sehr unter Schwindelattaken leiden würde. Dieser Schwindel, so hat man mir gesagt wird nicht durch das Meningeom ausgelöst. Der Bereich wo es sitzt ist dafür unüblig. Ja ansonsten habe ich auch keine Beschwerden. Wo wurdest operiert? Dir ging es auch nach der Op gleich gut? Keine Ausfallerscheinigungen?  Ich werde mich aich zügig für eine Op entscheiden.einige Termine in den nä. Monaten müssen wahr genommen werden, aber dann kann ich in Ruhe die Op durchführen lassen.
Danke für deine Antwort
Schönen Tag noch LG ZuKa
Hi, sorry, war lange nicht Online. Wurde in Bad Berka operiert. Ja, es ging mir nach der OP gleich gut, keine Ausfallerscheidnungen. Der Oberarzt hat nach der OP gesagt, ich solle mich als geheilt betrachten. Das Meningeom war viel näher am Sinus, als auf dem MRT Bild zu sehen.

Gruß
thüringer

5
Hi Zukam,

mein Meningeom war glaube ich etwa 1,5 cm groß. Ich habe keine Probleme, keine Ausfallerscheinungen. Alles bisher bestens, 11,5 Jahre nach der OP. Ich hatte aber zum Zeitpunkt der OP auch keine Probleme - bei mir war es ein Zufallsbefund.

6
Hallo,

mein Meningeom war lt: MRT damals 3 mm weg vom Sinus sag. Ich habe mich für die Operation entschieden (nur etwa 2-3 Monate nach Befund). Nach der OP sagte der Operateur es war 1 mm Abstand.

Also ich würde grundsätzlich, da es sich ja abzeichnet, das das Meningeom am Sinus andocken könnte, nicht zu lange warten. Einfach einen guten Operateur suchen und dann operieren lassen.

Gruß
thueringer

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Eigene Geschichten / Antw:Fortsetzung folgt ...
« am: 17. April 2017, 18:25:17 »
Hallo KaSy,

das liest sich doch sehr gut. Solche positiven Entwicklungen - herrlich. Alles Gute weiterhin.

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Eigene Geschichten / Antw:Fortsetzung folgt ...
« am: 19. Dezember 2016, 13:12:48 »
Hi KaSy,

ich bin gerade im Urlaub. Habe mir das Drama jetzt fast vollständig durchgelesen. Es ist eine unglaubliche Geschichte und es tut mir wahnsinnig leid lesen zu müssen, das Du so leiden musst.

Irgendwie komisch, das die Ärzte vor der 1. OP (der aktuellen Geschichte) nicht über mögliche Wundheilungsstörungen nachgedacht haben.

Ich weiß gar nicht so recht, was ich Dir raten soll. Sei optimistisch und versuch das Leben dennoch ein wenig zu genießen.

Deine Ausführungen sind sehr ausführlich und detailliert. Du beschäftigst Dich ziemlich intensiv damit, da hat der eine Arzt schon recht gehabt. Mir geht es da auch ähnlich, ich beschäftige mich auch intensiv mit meinen Krankheiten. Aber ich weiß auch, das das nicht so gut ist.

Ich wünsche Dir trotzdem ein schönes Weihnachtsfest und hoffentlich gute Ärzte mit Lösungen.

thueringer



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Meningeom / Meningiom / Antw:Positive Erfahrungen nach OP gesucht
« am: 15. September 2016, 08:19:20 »
Hallo Sternschnuppe,

ich hatte vor etwas mehr als 10 Jahren meine Operation. Ich hatte nach der Operation keinerlei Schmerzen und auch keine Einschränkungen irgendeiner Art. Der Fund meines Meningeoms war ein Zufallsbefund.
Mein Oberarzt hatte damals nach der OP am Bett gesagt: Ich kann mich als geheilt betrachten. Man glaubt es nicht. Rückblickend hätte ich besser daran getan, es zu glauben.

Ich konnte aber auch vorher alles und hatte keine epileptischen Anfälle.

Eine Anschlußheilbehandlung solltest Du aber auf alle Fälle machen.

Grundsätzlich ist das Vertrauen in die eigene Gesundheit etwas geschwunden, aber sonst würde ich sagen, war die OP ein voller Erfolg.

Such Dir einen guten Neurochirurgen. 5 cm Größe ist ja doch schon etwas. Die Lage ist ja schon wichtig. Bei mir sagte die Operateurin damals, das ist die Blinddarm-OP unter den Kopf-Ops. Meins war ein Falxmeningeom.

Alles Gute für Dich!

thueringer




10
Vorstellung / Antw:Falxmeningeom gelungene OP- 4 Jahre rezidivfrei
« am: 20. April 2016, 08:19:14 »
Hallo KaSy,

welche anderen Erst-Therapien meinst Du? Ich fand die MRTs eigentlich eine gute Sache - keine Strahlenbelastung, gut um z. B. Meningeome zu finden. Das das jetzt mit dem Kontrastmittel nicht so optimal läuft, ist doof, wobei die Frage ist, ist das was im Körper bleibt schädlich oder ist es einfach nur da?

Sollen mal endlich ein Ultraschall erfinden, das durch den Schädel kommt.

Gruß
thueringer

11
Vorstellung / Antw:Falxmeningeom gelungene OP- 4 Jahre rezidivfrei
« am: 19. April 2016, 16:25:49 »
das nächste MRT liegt hinter mir. Die Operation liegt nun immerhin mehr als 10 Jahre zurück. Das MRT war glücklicherweise ohne Befund. Ich soll nun in 3 Jahren wieder kommen. Ich glaube ja weniger, das es da dann um ein Rezidiv geht, sondern vielleicht auch den Ausschluss von Meniongeomen, die einfach wegen der genetischen Disposition woanders noch neu entstehen könnten.

Ich weiß ich habe mit den besten Hirntumor, den man haben kann, gehabt. Trotzdem ist es leider nicht so, das ich Paräsien am Kopf oder kurzzeitige Schwindelgefühle einfach als nichts wegstecke - ich verorte sie doch erst einmal mit einem möglichen neuen Tumor. Schon dumm irgendwie.

Das Vorgespräch zum MRT hat sich verändert. Das Kontrastmittel muss wohl doch nicht so ganz ohne sein. Ab dem nächsten Mal muss ich Nierenwerte mitbringen, sonst werde ich nicht untersucht. Der Neurochirug meinte nur, die Radiologen sind jetzt wohl etwas nervös (ich hatte ja auch schon gepostet, das Rückstände vom Gadolinum im Gehirn gefunden wurden).

Auf jeden Fall wird das Gadolinum wohl nicht komplett ausgeschieden - hätte man als Laie ja angenommen. Welche Menge da nun zurückbleibt - keine Ahnung.

Alles Gute für die Betroffenen.
Gruß thueringer

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Glioblastom / Gliosarkom / Antw:Re:Literatursammlung GBM IV
« am: 08. März 2016, 09:02:38 »
Ich konnte in keinem anderen Thread schreiben, aber wollte es dennoch reinstellen, könnte ja von Interesse sein. Es kann auch gern von jemand anderes verlinkt werden.

eine neue Studie mit wohl guten Ergebnissen

Firma Celldex Therapeutics, Inc. (CLDX)
Ergebnisse vorgestellt auf der ASCO aktuell:

http://finance.yahoo.com/news/celldex-vaccine-helps-brain-cancer-130000339.html

kurze Zusammenfassung:

In der Studie der Firma Celldex Therapeutics Inc. Wurden 73 Patienten untersucht, bei denen ein Glioblastomrezidiv aufgetreten ist. 30 % von denen, diedas Medikament Rintega der Fa. Celldex zusammen mit Avastin von Roche bekommen hatten lebten nach 18 Monaten noch (Vergleich: 15 %, die nur Avastin bekamen). Die beschleunigte Zulassung soll beantragt werden.
Rintega gehört zu einer jungen Medikamentenklasse, die das Immunsystem anregen Krebs zu erkennen und zu bekämpfen. Es zielt auf Tumoren, die eine genetische Mutation tragen, die bei einen Drittel aller Glioblastomfälle gefunden wurde (EGFRvIII). Der Impfstoff ist verbunden mit einer deutlichen Verringerung der Notwendigkeit der Gabe von Steroiden.

Ausführliche Daten:
http://finance.yahoo.com/news/randomized-phase-2-react-study-130000611.html

leider waren die Ergebnisse nicht so gut:

Data Safety and Monitoring Board Recommends Celldex's Phase 3 Study of RINTEGA(R) (rindopepimut) in Newly Diagnosed Glioblastoma be Discontinued as it is Unlikely to Meet Primary Overall Survival Endpoint in Patients with Minimal Residual Disease

--Conference Call Scheduled for 8:00 AM ET Today--

HAMPTON, N.J. , March 07, 2016 (GLOBE NEWSWIRE) -- Celldex Therapeutics, Inc. (NASDAQ:CLDX) today announced that the independent Data Safety and Monitoring Board (DSMB) has determined, based on a preplanned interim analysis, that continuation of the Phase 3 ACT IV study of RINTEGA® (rindopepimut) in patients with newly diagnosed EGFRvIII-positive glioblastoma will not reach statistical significance for overall survival in patients with minimal residual disease, the primary endpoint of the study, as both the RINTEGA arm and the control arm are performing on par with each other. In the ACT IV study, RINTEGA has performed consistently with prior  Phase 2 studies but the control arm has significantly outperformed expectations (Hazard ratio = 0.99; median OS: RINTEGA 20.4 months vs. control 21.1 months). Based on this recommendation, Celldex is discontinuing the study and does not anticipate incurring substantial additional costs related to RINTEGA at this time. All patients on the RINTEGA arm of the ACT IV study, prior Phase 2 studies and existing compassionate use recipients will be offered ongoing access to RINTEGA on a compassionate use basis. Celldex first received the data after market close on Friday, March 4th and is in the process of reviewing the results.

"We are extremely disappointed for patients that the ACT IV study was not successful," said Anthony Marucci , Co-founder, President and Chief Executive Officer of Celldex Therapeutics . "On behalf of Celldex, I want to express our gratitude to the ACT IV investigators, patients and families who participated in this trial. While this is certainly not the desired outcome, we remain steadfast believers in the power of immunotherapy to transform the future of cancer treatment."

Celldex currently has seven company-led clinical trials across five product candidates ongoing. The Company expects to report data from a number of these studies over the next three to 18 months, including a registration study in triple negative breast cancer and a number of Phase 1 and 2 cancer immunotherapy combination trials.                 

Conference Call Details:
Celldex executives will host a conference call at 8:00 a.m. ET today. It will be webcast live over the Internet and can be accessed by going to the "Events & Presentations" page under the "Investors & Media" section of the Celldex Therapeutics website at www.celldex.com. The call can also be accessed by dialing (866) 743-9666 FREE (within the United States ) or (760) 298-5103 (outside the United States ). The passcode is 66780816.

A replay of the call will be available approximately two hours after the live call concludes through March 14, 2016 . To access the replay, dial (855) 859-2056 FREE (within the United States ) or (404) 537-3406 (outside the United States ). The passcode is 66780816. The webcast will also be archived on the Company's website.

About Celldex Therapeutics, Inc.
Celldex is developing targeted therapeutics to address devastating diseases for which available treatments are inadequate. Our pipeline is built from a proprietary portfolio of antibodies and immunomodulators used alone and in strategic combinations to create novel, disease-specific therapies that induce, enhance or suppress the body's immune response. Visit www.celldex.com.

Forward Looking Statement
This release contains "forward-looking statements" made pursuant to the safe harbor provisions of the Private Securities Litigation Reform Act of 1995, including those related to the Company's discontinuation of the ACT IV study of RINTEGA® (rindopepimut), future costs associated with RINTEGA, the Company's ability to offer RINTEGA on a compassionate use basis; and research and development related to the Company's other product candidates, and our expectations that data will be reported over the next 18 months with respect to other product candidates. Forward-looking statements reflect management's current knowledge, assumptions, judgment and expectations regarding future performance or events. Although management believes that the expectations reflected in such statements are reasonable, they give no assurance that such expectations will prove to be correct and you should be aware that actual results could differ materially from those contained in the forward-looking statements. Forward-looking statements are subject to a number of risks and uncertainties, including, but not limited to, our ability to successfully continue or complete research and further development of product candidates; our ability to obtain additional capital to meet our long-term liquidity needs on acceptable terms, or at all, including the additional capital which will be necessary to complete the clinical trials that we have initiated or plan to initiate; the uncertainties inherent in clinical testing and accruing patients for clinical trials; our ability to manage and successfully complete multiple clinical trials and the research and development efforts for our multiple products at varying stages of development; the availability, cost, delivery and quality of clinical and commercial grade materials produced by our own manufacturing facility or supplied by contract manufacturers, who may be our sole source of supply; the timing, cost and uncertainty of obtaining regulatory approvals; the failure of the market for the Company's programs to continue to develop; our ability to terminate, reduce or cancel any contractual agreement or arrangement relating to RINTEGA; our ability to protect the Company's intellectual property; the loss of any executive officers or key personnel or consultants; competition; changes in the regulatory landscape or the imposition of regulations that affect the Company's products; and other factors listed under "Risk Factors" in our annual report on Form 10-K and quarterly reports on Form 10-Q.

Company Contact:
Sarah Cavanaugh
Vice President of Investor Relations & Corp Communications
(781) 433-3161
scavanaugh@celldex.com

Charles Liles
Manager of Investor Relations & Corp Communications
(781) 433-3107
cliles@celldex.com

Media Inquiries:
Dan Budwick
Pure Communications, Inc.
(973) 271-6085

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Danke. Hier noch die entsprechende Quellenangabe zum vorigen Text.

http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4904568

man muss dann aber bei Medscape angemeldet sein, sonst kann man ihn nicht lesen.

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ich weiß wir haben ja alle keine Wahl, aber es gibt neue Erkenntnisse hinsichtlich Kontrastmitteln:


Warnung vor zu häufigen MRTs: Kontrastmittel Gadolinium kumuliert möglicherweise im Gehirn
Dr. Jürgen Sartorius

Noch ist nicht bewiesen, dass Gadolinium-Ablagerungen im Gehirn zu Gesundheitsschäden führen. Aber das Metall, seit Jahrzehnten Bestandteil von Kontrastmitteln für die bildgebende Diagnostik im Rahmen von Magnetresonanztomographien (MRT), kann sich laut japanischen Forschern im Gehirn ablagern. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat eine Prüfung dieser eventuellen Risiken durch Gadolinium eingeleitet.

Der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) rät nun, Gadolinium enthaltende Kontrastmittel vorerst nur bei unvermeidbaren Untersuchungen einzusetzen [1]. Das Herz etwa lasse sich auch mit einer Myokardszintigraphie oder Ultraschall untersuchen, empfiehlt Prof. Dr. Detlef Moka, Facharzt für Nuklearmedizin in Essen und Vorstandsvorsitzender des BDN.

Auswirkungen bei Patienten nach vier oder mehr Kontrast-MRTs

Eine Forschergruppe um Dr. Tomonori Kanda, Department of Diagnostic Radiology des Hyogo Cancer Center, Akashi, Japan, hatte die Signale in unverstärkten T1-gewichteten Magnetresonanz-Untersuchungen (MRT) im Nucleus dentatus, einer Struktur im Kleinhirn, und dem Globus pallidus im Striatum mit anderen Regionen des Gehirns ins Verhältnis gesetzt.
 
Betroffen waren Patienten mit vier oder mehr Kontrast-MRT. Das Risiko steigt offenbar mit der Anzahl der Untersuchungen. Prof. Dr. Detlef Moka
 

Sie fanden hochsignifikante Korrelationen zwischen den Signalstärken in diesen beiden Hirnregionen und der Anzahl von vorausgegangenen MRT-Untersuchungen mit Gadolinium-gestützten Kontrastmitteln (p < 0,001 für beide). Dabei untersuchten sie 381 Patienten, davon allein 19 bzw. 16 mit mindestens 6 MRTs mit bzw. ohne Verwendung Gadolinium-haltiger Kontrastmittel.

„Betroffen waren Patienten mit vier oder mehr Kontrast-MRT“, berichtet Moka. „Das Risiko steigt offenbar mit der Anzahl der Untersuchungen.“ Mehrfachuntersuchungen, die wegen des fehlenden Strahlenrisikos bei der MRT bislang als unbedenklich eingestuft werden, sollten Patienten daher nach Möglichkeit vermeiden. „Man kann nur hoffen, dass weitere Forschungen keine Ergebnisse zeigen, die dazu führen, auf Gadolinium-haltige Kontrastmittel verzichten zu müssen. Das wäre für viele unserer Patienten, die an Tumoren oder entzündlichen Erkrankungen leiden, eine schlechte Nachricht“, bemerkt der Experte weiter.

Komplexiertes Gadolinium wird normalerweise rasch ausgeschieden

Gadolinium liegt in den zugelassenen Kontrastmitteln als Chelat-Komplexe vor und ist unter Berücksichtigung der Kontraindikationen im Allgemeinen gut verträglich. Gesunde Nieren scheiden das Mittel nach kurzer Zeit aus. „Wenn Gadolinium bei Patienten mit Nierenschwäche länger im Körper bleibt, kann es sich allerdings in Haut und Organen ablagern und eine schwere Bindegewebserkrankung, die Nephrogene Systemische Fibrose, auslösen“, erläutert Moka. Diese Kontrastmittel dürfen deshalb bei Patienten mit erheblich eingeschränkter Nierenfunktion nicht mehr eingesetzt werden.

Nach den Ergebnissen der japanischen Studie wäre es vorstellbar, dass sich Gadolinium-Ionen aus ihrem Chelat-Komplex lösen und in bestimmten Hirnstrukturen anlagern könnten. Ob es dadurch zu einer Schädigung kommt, konnte in der Studie jedoch nicht festgestellt werden. Es gibt deshalb derzeit keine darauf bezogenen Einschränkungen in der Verwendung von Gadolinium-haltigen Kontrastmitteln. „Bis neue Ergebnisse vorliegen, sind wir Ärzte jedoch aufgerufen, vor jeder Untersuchung noch gewissenhafter als bisher zu prüfen, ob die Verwendung eines Kontrastmittels mit Gadolinium erforderlich ist“, konstatiert Moka.

Zur bildgebenden Untersuchung des Herzens gibt es praktikable Alternativen
 
Man kann nur hoffen, dass weitere Forschungen keine Ergebnisse zeigen, die dazu führen würden, auf Gadolinium-haltige Kontrastmittel verzichten zu müssen. Prof. Dr. Detlef Moka
 
Vorerst verzichtbar ist nach Einschätzung des BDN insbesondere das Herz-MRT. Mit der Untersuchung lassen sich Durchblutungsstörungen aufzeigen, es lässt sich die Pumpleistung des Herzens prüfen oder nach einem Infarkt feststellen, welche Teile des Herzmuskels ohne ausreichende Blutversorgung sind. „Für alle diese Aspekte steht uns mit der Myokardszintigraphie eine alternative Untersuchungsmethode zur Verfügung, die ebenso zuverlässig wie sicher ist“, erläutert Moka.

„Die Myokardszintigraphie kam in den vergangenen Jahrzehnten viele Millionen Mal bei der Diagnostik der koronaren Herzerkrankung zum Einsatz“, betont er. Obwohl in begrenztem Umfang Radioaktivität freigesetzt wird, ist diese Technik für die Patienten ungefährlich. „Es wurde bisher kein einziger Fall gefunden, bei dem ein Patient durch die radioaktive Substanz Nebenwirkungen erlitten hat oder Spätfolgen aufgetreten sind. Für die Überprüfung der Pumpleistung des Herzmuskels kommt wahlweise auch Ultraschall in Frage.“

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Glioblastom / Gliosarkom / Re:Literatursammlung GBM IV
« am: 07. Juni 2015, 12:10:26 »
auch die Firma Medigene forscht da an was ähnlichem. Hauptpunkt in Oslo:

http://www.medigene.com/presse-investoren/news/pressemitteilungen/clinical-data-of-medigenes-dendritic-cell-dc-vaccines-pres

Martinsried/Munich, 20 April, 2015. Medigene AG (MDG1, Frankfurt, Prime Standard) announces that early clinical data of its dendritic cell (DC) vaccines were presented today at the American Association for Cancer Research (AACR) Annual Meeting in Philadelphia, USA. The clinical data were collected in an ongoing compassionate use program[1] conducted at the Department of Cellular Therapy at the Oslo University Hospital, Norway, under the responsibility of Prof. Gunnar Kvalheim. The poster presentation titled "A new generation of dendritic cells to improve cancer therapy shows prolonged progression free survival in patients with solid tumors" provides data from patients with various types of tumour which were included in this program.

In summary, one lung cancer patient, one prostate cancer patient, four glioblastoma patients and three acute myeloid leukaemia (AML) patients have started treatment with dendritic cells so far. The new generation of dendritic cells characterized by superior in-vitro functionality when compared to commonly used dendritic cells could be produced from cells of all patients, regardless of the type of malignancy. The included patients suffering from solid tumours clearly showed a longer progression free survival than could be expected according to the stage of their disease, except for the patient with prostate cancer, who due to personal reasons prematurely dropped out of the program. The three AML patients which were included in this dendritic cell compassionate use program have been showing a promising course of disease, however these cases are still too early for evaluation.

Conclusion of this evaluation by Prof. Gunnar Kvalheim, Head of Department of Cellular Therapy, Oslo University Hospital: "Solid tumour patients suffering from advanced disease treated with these DC vaccines have a prolonged progression free survival, showing that this immunotherapeutic approach will be a promising alternative to current standard therapies."

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