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Autor Thema: EU-Rente  (Gelesen 2660 mal)
sharanam
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« am: 14. Januar 2011, 17:17:59 »

Vor 7 Jahren wurde ich an einem Astrozytom II und letztes Jahr an einen Glioblastom operiert. Zum Anfang war die Rente 3 Jahre gültig und jetzt muß ich alle 2 Jahre wieder das neu beantragen.

Als Patient mit einem Glioblastom gilt man ja als "unheilbar". Bekommt man dann nicht immer die Rente???


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fips2
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Angehöriger und Ansprechp.f. Clusterkopfschmerz


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« Antworten #1 am: 14. Januar 2011, 17:31:16 »

In der Regel wird einen EM-Rente drei mal auf Zeit verlängert und dann beim 4. mal in eine Unbegrenzte umgewandelt, wenn keine Aussicht auf Besserung besteht.
Diese Verlängerungen sind ges. vorgeschrieben, weil immer davon auszugehen ist, dass der Fall eintreten könnte, dass der Patient wieder in der Lage wäre zu arbeiten.

Selbst bei Rentenbewilligung auf unbegrenzte Zeit, hat der RV-Träger das Recht den Zustand des Patienten zwischendrin, in sporadischen Abständen zu prüfen.
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Berichtet bitte auch auch über Positives. Erfolge und Positives motiviert!

Berichtet auch im Klinikbewertungsthread über Eure Erfahrungen.

Infos und Forum über Clusterkopfschmerz.
deutsche Kopfschmerzspezialisten-Klinik/Ärzteliste

http://thunderhillbassets.de.tl/Home.htm
Bea
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« Antworten #2 am: 14. Januar 2011, 17:35:23 »

Hallo sharanam,

herzlich Willkommen hier im Forum!

Vermutlich handelt es sich auch bei dir um eine routinemäßige Kontrolle.
Nach meinem Wissen geht es bei der Bewilligung um Rente nicht um die Tatsache ob eine Kranklheit heilbar ist oder nicht, sondern darum, ob der Erkrankte arbeitsfähig ist oder nicht.

Aber es gibt sicherlich auch noch eine Erklärung der Rentenkasse.
Hier auf der Seite "Gesundheits-Berichterstattund-des-Bundes findest du einige Informationen: http://www.gbe-bund.de/glossar/Erwerbsunfaehigkeitsrente_EU_Rente.html Weiter kannst du auch hier die Suchfunktion nutzen. Es sind schon sehr viele wertvolle Beiträge zu diesem Thema eingegangen.

LG,
Bea
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sharanam
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« Antworten #3 am: 14. Januar 2011, 19:17:07 »

Fips und Bea, ich bedanke mich. Das hilft mir schon weiter   Zwinkernd
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sharanam
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« Antworten #4 am: 08. Juni 2011, 20:43:58 »

Jetzt habe ich mal eine andere Frage. Hat sich mal jemand getraut die Haare zu färben? Das frage ich mich schon jetzt die ganze Zeit, ob ich mich mal ranwagen könnte. Ich habe jahrelang vorher immer färben lassen, aber jetzt bin ich überall grau und über der OP-Stelle richtig weiß. Sehe jetzt halt zig Jahre älter aus  Zwinkernd    Hat Euch mal ein Arzt dazu was gesagt, ob man ein Rezidiv dadurch schneller holt?
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menno-meningo
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« Antworten #5 am: 08. Juni 2011, 22:17:22 »

Das Haarafärben spielt sich ja eigentlich auf einem an sich abgestorbenen Teil des Körpers ab, nämlich den Haaren. Und wenn die Kopfhaut da mitmacht und nicht noch durch z.B. Bestrahlung oder Chemo oder Allergie vorgeschädigt ist, so ist das möglich. Ich kenne viele, die ihre Haare auch bei, nach einer Krebserkrankung gefärbt haben.
       
Ein Rezidiv spielt sich ja- leider- in einer Zelle selbst ab und da kommt zumindest die Haarfarbe nicht so ohne weiteres dran. Auch wenn sich chemische Prozesse darin auswirken können, schon klar...

Wegen Allergie kann ich meine Haare nicht färben und hab mit 25 Jahren schon mit grau angefangen- so als schwarz-weißes Zebra eben.

Viel Erfolg!
menno-meningo
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"Leben ist das, was einem zustösst, während man gerade eifrig andere Pläne schmiedet."

John Lennon
Andorra97
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« Antworten #6 am: 08. Juni 2011, 22:57:24 »

Hallo Sharanam,
prominentestes Beispiel war Lizt Taylor. Als ihr Haar nach ihrer Gehirn-OP 1997 nachwuchs, war es schneeweiß. Sie ließ es dann aber bis zu ihrem Tod im März 2011 immer wieder färben.

Sie hat nach der Tumor-OP immerhin noch 14 Jahre gelebt und ist nicht an eine Gehirntumor, sondern an Herzinsuffizienz gestorben. Insofern denke ich, dass man sie schon als ein Beispiel dafür sehen kann, dass Haare färben vermutlich keine Auswirkungen auf Rezidiv oder nicht hat.
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____________________________
Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!
Liebe Grüße
Nicole

Mein Mann 31.10.2007 Diagnose Diffuses großzelliges B-Zell Lymphom - 31.10.2008 Diagnose Glioblastom

Zur Zeit geht es uns gut!
Eva
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« Antworten #7 am: 09. Juni 2011, 14:16:46 »

Hallo Sharanam,

nach meiner Diagnose hat meine Friseurin sofort das Tönen eingestellt. Die Haare sind jetzt dunkel und grau gesprengelt sind, das stört mich nicht. Ich bin aber 16 Jahre älter und ich denke, da fällt es leichter.

LG Eva
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Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist.
sharanam
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« Antworten #8 am: 09. Juni 2011, 20:44:32 »

Ich danke Euch und nun habe ich beschlossen, doch lieber weiß zu bleiben/werden.

@Eva - dann richte ich mich nach  Deiner Friseurin

@Andorra - hatte auch 6 Jahre mit meinem Astro II ständig gefärbt, nur bei dem Glio hab ich jetzt mehr Panik

@menno-meningo  - wenn Du es mit 25 schon gemacht hast, kann ich das 17 Jahre später jetzt auch. Bin jetzt eben das braun-weiße Zebra.  Augen rollen
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Pauli
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« Antworten #9 am: 10. Juni 2011, 00:21:54 »

Hey Sharanam,

auch ich bekomme eine Rente wegen voller Erwerbsunfähikeit,da ich sehr starke Rückenbeschwerden habe und mittlerweile auch Epilepsie.
Mein Mann leidet an einem Glio 4, deshalb bin ich in diesem Forum.
Zuerst wurde die Rente immer für 2 Jahre bewilligt, es handelte sich also um eine Rente auf Zeit.
Das ganze Spiel durchlebte ich dreimal.
Nun habe ich  seit 2009 die volle Erwerbsunfähigkeitsrente erhalten,die bis 2034 gilt.
Trotzdem wurde ich dieses Jahr wieder von der Rentenkasse angeschrieben.
Diese Briefe sind nur proforma (Aussage meiner Neurlogin ).
Der behandelnde Arzt muss nur eben kurz dokumentieren, ob sich am Krankheitszustand etwas geändert hat oder nicht und innerhalb kürzester Zeit erhielt ich die weitere Genehmigung.

Manchmal kann man aber nur mit dem Kopf schütteln über unsere Bürokratie.
Mein Mann erkrankte ja 2009 an seinem Glio.
Er bekam daraufhin seinen Behindertenausweis mit 100% für 2 Jahre ausgestellt.
Nun mussten wir vor 2 Monaten wieder alle Arztberichte einschicken, denn das Versorgungsamt wollte prüfen, in wie Weit er runter gestuft werden kÖnnte.
Ein Anruf bei dem entsprechenden Sachberater ergab, dass er keine Ahnung davon hätte, da dies die Ärzte entschieden, aber es gäb doch immer wieder Ausnahmen.
Leider gibt es die aber nicht Traurig
An so ein Wunder würde ich gerne glauben, denn gerade heute wurde mein Mann an seinem Rezidiv operiert und ich schlag mir gerad die Nacht um die Ohren.

Da meine Freundin mehrere Friseurläden besitzt, hat sie sich auch speziell auf Krebspatienten eingestellt.
Es gibt sehr sanfte Tönungen,  die nicht schädlich sind.
Alles was deiner Seele gut tut, tut auch deinem Körper gut und erzeugt mehr Kräfte , um gegen den Tumor zu kämpfen.
Ich kann dich gut verstehen, denn wenn man schon so etwas Schreckliches im Kopf hat, braucht es doch nicht auch jeder auch noch sehen.So denkt jeder :
 Mensch was sieht die Frau gut aus, die lässt sich nicht gehen, die kämpft und so soll es doch auch sein.


Ich wünsche dir viel Kraft und meinem Mann Küsschen auf der Intensivstation eine ruhige Nacht,

Pauli ( Micha )
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Micha


...und wir glaubten
wir hätten noch so viel Zeit
sharanam
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« Antworten #10 am: 10. Juni 2011, 19:03:25 »

Hallo Pauli,

ich danke Dir für die sehr lange Antwort. Ihr geht aber einen schweren Weg, wenn beide von Euch was haben. 
Ich hatte vor meiner letzten OP schon Beschwerden und es war alles für den Behindertenausweis eingeschickt, dass ich eine höhere Prozentzahl kriege. Ich habe über ein Jahr gewartet und es passierte nichts. Dann haben wir SoVD eingeschaltet und sie haben bis 2015 auch auf 100 % erhöht.

So - aber das wichtigste ist, dass ich Deinem Mann die Daumen drücke, dass alles entfernt wurde und es ihm bald etwas besser geht. Und Dir natürlich auch (denn die Angehörigen haben leider immer noch mehr Streß hinterher). Also viel Glück, dass alles gut wird.

LG
sharanam
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Eva
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« Antworten #11 am: 24. Juni 2011, 21:55:51 »

Liebe sharanam,

ich freue mich sehr über Dein gutes Ergebnis und herzlichen Glückwunsch. Mach weiter so.

LG Eva
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Der Gesunde weiß nicht, wie reich er ist.
BrlnHart
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« Antworten #12 am: 18. Juli 2011, 16:13:04 »

Hallo,
war eigentlich klar, ärgerlich ist es dennoch. Für mich gibt es keine EU Rente. Begründung ist, dass mir die Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren fehlen. Wusste ich vorher, wollte es aber trotzdem versuchen. Schade.   Weinen

LG Guido
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sharanam
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« Antworten #13 am: 19. Juli 2011, 21:31:49 »

Das ist ja gar nicht gut. Durch so einen Glio ändert sich das Leben sehr schnell  und es ist nichts  mehr so wie vorher. Das ist schon ein Einschnitt, ich wünsche Euch, dass ihr trotzdem auskommt.
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Bea
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« Antworten #14 am: 20. Juli 2011, 09:49:36 »

Hallo Guido,

du hast die Möglichkeit dich ausführlich beraten zu lassen, auch im Hinblick auf die "Grundsicherung". Nutze sie. Z.B. beim Amt deiner Stadt.

Hier kennen viele die finanziellen Einschnitte die auch diese Krankheit mit sich bringt.
Es hilft, wenn sich Lösungswege aufzeigen.

LG,
Bea
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