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Hunger und Dürrekatastrophe am Horn von Afrika/Ostafrika

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Autor Thema: Schlimme Schulterschmerzen bei Astrozytom / Temodal  (Gelesen 723 mal)
Dhanyavaada
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« am: 08. Juli 2010, 19:07:35 »

Unser Freund  hat nach 5 Zyklen mit Temodal  (Anapl. Astroz.; Operation + Radioth.) starke Schmerzen in der Schulter und im Arm. Seine Ärzte sagen, es sei das Temodal (Nervenentzündung). Mir kommt das merkwürdig vor; auf jeden Fall ist es wohl keine typische Nebenwirkung. Die Schmerzen sind fast unerträglich, und "normale" Schmerzmittel helfen nicht.
Hat jemand Ähnliches erlebt oder hat eine Idee?
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Bluebird
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« Antworten #1 am: 09. Juli 2010, 08:24:21 »

Hallo Dhanyavada,

ich begrüße Dich in unserem Forum und finde es anständig, dass Du Dir Sorgen um Deinen Freund machst. Du hast Zweifel an der Aussage seiner Ärzte hinsichtlich der Nebenwirkungen von Temodal. Wie sieht es denn der Betroffene? Es ist ja an ihm, in Zusammenarbeit mit seinen behandelnden Onkologen eine Lösung zu finden, also evtl. eine Umstellung in der Medikation.

Es ist richtig, dass Temodal normalerweise gut von den Patienten vertragen wird. Dass es in Einzelfällen anders aussehen kann, zeigen Fälle, wo sich z.B. die Blutwerte (Nieren-/Leber-Hämoglobinwerte) drastisch verschlechtern und die Therapie abgesetzt und umgestellt werden muss.

Ich bitte auch zu bedenken, dass eine Strahlentherapie nicht spurlos an den zu Behandelnden vorübergeht  - und nicht zuletzt wäre das Kortison zu benennen, das nachweislich Knochen schädigen kann.

LG
Bluebird
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Dhanyavaada
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« Antworten #2 am: 09. Juli 2010, 18:56:27 »

Danke für die freundliche Rückmeldung.
Unserem Freund geht es so schlecht, dass man es kaum mit ansehen kann. Weder er noch seine Familie haben offenbar Möglichkeiten, den Rat anderer Ärzte einzuholen; bisher haben wohl auch alle das Gleiche gesagt  Ich habe den Eindruck, dass die Ärzte (die sich ansonsten gut um ihn kümmern) seine Schmerzen nicht so ernst nehmen bzw. mit dem Hinweis auf das Medikament vom Tisch wischen. Ich wusste bisher nicht, dass man Menschen so leiden lässt. Mein Eindruck, dass die Diagnose "Schulter-und Armschmerzen durch Einnahme von Temodal" wohl nicht stimmt, verfestigt sich durch die (nicht vorhandene) Erfahrungsberichte anderer Patienten. Ich weiss momentan auch nicht weiter.
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Bluebird
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« Antworten #3 am: 09. Juli 2010, 19:33:56 »


Es lässt mir ja keine Ruhe, wenn ich lese, wie sehr Dein Freund leidet.
Als medizinischer Laie - das Forum wird nicht von Ärzten betreut - habe ich nochmals recherchiert und bin auf einen Artikel des Krebsinformationsdienstes aufmerksam geworden:

[
Zitat
size=10pt]Nervenschmerzen
Nervenschmerzen, so genannte neuropathische Schmerzen, entstehen, wenn einzelne Nerven, Rückenmark oder Gehirn geschädigt sind. Entzündungen, Druck durch eine Schwellung oder einen Tumor und Einwachsen von Tumorzellen in das Nervengewebe können die Ursache sein. Neuropathische Schmerzen können aber auch eine Folge von Therapien sein. Hierzu gehören beispielsweise unerwünschte Strahlenwirkungen, wie die Verhärtungen von bestrahltem Gewebe oder aber auch direkte Nervenverletzungen durch chirurgische Maßnahmen. Chemotherapien können Nervenreizungen oder Schädigungen peripherer Nerven, so genannte Polyneuropathien, verursachen. Da neuropathische Schmerzen aber auch durch andere Erkrankungen wie beispielsweise Infektionen oder Diabetes Mellitus hervorgerufen werden können, sollten diese auch bei einer Tumorerkrankung ausgeschlossen werden. [/size]


http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/schmerzen/schmerzen-entstehung.php

Da finden sich möglicherweise Erklärungen für diese sicher unerträglichen Schmerzen.
Vielleicht ist es der Familie doch möglich, unter Schilderung der derzeitigen Situation alle Krankenunterlagen inklusive Bildmaterial an weitere Kliniken zu schicken - oder den Onkologen/die behandelnde Klinik um die Hinzuziehung eines Schmerztherapeuten zu bitten.
Es gibt sicher sehr starke Medikamente, die die Schmerzen dämpfen können.

Ich hoffe, dass baldigst ein Weg gefunden wird aus diesem Dilemma.

Herzliche Grüße
Bluebird



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Dhanyavaada
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« Antworten #4 am: 09. Juli 2010, 21:27:01 »

Ganz vielen Dank für den Hinweis auf den Text beim dkfz. Ich habe dort jetzt einmal eine Anfrage gestellt. Neuropathien können wohl tatsächlich im Rahmen der Krebstherapie auftreten, aber dennoch muss man etwas tun. Es ist auch richtig, dass der beste Weg für meinen Freund über seinen Onkologen führt. Ich will versuchen, ihm Mut zu machen, selbst in dieser Richtung aktiver zu werden und nicht nur versuchen, die Schmerzen zu ertragen (was ja auch für seine Familie schwer mitzuerleben ist).
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fips2
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Angehöriger und Ansprechp.f. Clusterkopfschmerz


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« Antworten #5 am: 09. Juli 2010, 22:10:03 »

Kann man mal erfahren von wo ihr seid Dhan? Upps ist der Nick lang.
Ich finde ihr soltet eine neurolgische Schmerzambulaz  hinzuziehen.
Schmerzen zu leiden als Patient muss heute nicht mehr sein, oder zumindest eine Senkung auf ein erträgliches Maß sollte schon möglich sein.
Bitte nenn den Großraum aus dem ihr seid, und vor allen Dingen beschreibe mal die Schmerzen die vorliegen so genau als möglich und ob sie durch irgendetwas getriggert (ausgelöst) werden.

Führt Schmerztagebuch um ein Profil des Schmerzes zu erhalten, wann er auftritt und wie stark. Das ist für den Schmerztherapeuten ein sehr wichtiges Werkzeug um entsprechend zu reagieren und die Ursache einzugrenzen.
 Notiert euch die Zeiten Dauer und Auftritt und die Schmerzstärken die ihr in einer Skala von 0-10 einteilt. 0 entspricht kein Schmerz 10 ist der schlimmste vorstellbare Schmerz, kurz vor der Ohnmacht.
Natürlich auch die Medikament die dagegen eingenommen werden, sowol Prophylaktika, also vorbeugende Medikamente, wie auch die Akutmedikamente.

Diese Aufzeichnungen legt ihr dem Schmerztherapeuten vor.
Ist im ersten Anschein eine menge Arbeit, aber die lohnt sich.
Ich führ schon seit 5 Jahen schon so ein Buch zusammen mit meiner Frau und es hat ihr schon viel geholfen, weil man alles nachvollziehen kann. Jede Wirkung von Medikamenten kann man damit wunderbar realistisch dokumentieren. Erfahrungsgemäß sind die Einschätzungen der Patienten über die Wirkung und Verlauf, sowie der Realität, der Erkrankung sehr weit auseinander.

Gruß Fips2
« Letzte Änderung: 09. Juli 2010, 22:12:07 von fips2 » Gespeichert

Berichtet bitte auch auch über Positives. Erfolge und Positives motiviert!

Berichtet auch im Klinikbewertungsthread über Eure Erfahrungen.

Infos und Forum über Clusterkopfschmerz.
deutsche Kopfschmerzspezialisten-Klinik/Ärzteliste

http://thunderhillbassets.de.tl/Home.htm
Claus.Mallorca
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« Antworten #6 am: 16. Juli 2010, 00:03:04 »

Hallo mir geht es genauso.....ich habe fürchterliche Schmerzen in der rechten Schulter. Mein Tumor war im linken Frontallappen. Das hängt laut meines Osteopathen miteinander zusammen. Man nennt das "frozen shoulder" Muskelgeweben "verwurschtelt sich" miteinander, da manche Muskeln nicht richtig angesteuert werden (durch die Hirn-OP).
Kann aber auch durch den epileptischen Anfall kommen, den ich hatte!

Ich habe ebenfalls Temodal genommen (und auch weiterhin) - das vertrage ich hervorragend - überhaupt keine Nebenwirkung, so dass ich manchmal fast schon an der Wirkung gezweifelt habe.

Wo war der Tumor bei deinem Freund, und auf welcher Seite ist der Schmerz??

Gruß

Claus (AA III Nov 09)
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Bea
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« Antworten #7 am: 16. Juli 2010, 12:24:38 »

Hallo Dhanyavada,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Claus.Mallorca hat einen Osteopathen angesprochen. Und genau den oder mind. eine/n Physioterapeut/in welche sich mit Chemo und Strahlenpatienten auskennen würde auch ich einmal zu Rate ziehen.
Mit Schmerzmitteln (wenn sie denn dann helfen) kann man die Situation zwar kurzfristig erträglicher machen, es ist aber keine Lösung gefunden.

Möglich wäre auch, dass diese Schmerzen ganz andere Ursachen haben, welche mit der Arkrankung / Therapie nichts zu tun haben. Das herauszufinden gilt es m.M.n.

Alles Liebe,
Bea
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