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Hunger und Dürrekatastrophe am Horn von Afrika/Ostafrika

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Autor Thema: 1 Jahr nach Meningeom OP! Falle ich jetzt in ein schwarzes Loch???  (Gelesen 2647 mal)
Bluebird
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« Antworten #15 am: 29. Januar 2010, 12:01:14 »


Ich schicke Dir liebe Grüße in die Reha, Gerda!
Deine Töne klingen schon wieder wie vor der OP!
Na, besser rund und gesund... es wird schon wieder. Da bist Du also in eine ambulante Therapie geraten, die sich hauptsächlich um die Hüftgelenkoperierten, also meist die gesetzteren Herrschaften, kümmert. Sicher sind die Therapeuten dann besonders um Dein Wohlbefinden bemüht Zwinkernd., sozusagen als " Huhn im Korb ".
Was die Nebenwirkung der Medikation betrifft, so lässt sich vielleicht in Rücksprache mit dem zuständigen Arzt eine Verbesserung erzielen? Unter Übergewicht oder dem sog, " Mondsgesicht " leiden viele Kopfoperierte vor allem wegen der Cortisongaben. Aber immer schön langsam, alles braucht seine Zeit und auch das Gewicht wird sich wieder einpendeln. Hauptsache, Du fühlst Dich wieder besser und es geht gesundheitlich stetig bergauf.

Bis bald
LG
Bluebird
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Jo
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« Antworten #16 am: 29. Januar 2010, 13:20:44 »

Hallo Gerda,

Carbamazepin kann Gewichtszunahme verursachen.
Google mal die beiden Begriffe, du bekommst viele Treffer.

Ich erinnere mich an diesen Satz:
Zitat
Haben ein paar kleine Meningoeome drin lassen müßen.
und daran dass deine Histologie noch nicht da war und niemand richtig mit dir gesprochen hatte, wie es weitergeht.
Hat sich da inzwischen etwas geklärt? Hoffe Du hast kompetente Ansprechpartner gefunden.
Viel Erfolg in der Reha,
Jo
« Letzte Änderung: 29. Januar 2010, 13:26:09 von Jo » Gespeichert

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enola2
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« Antworten #17 am: 20. Mai 2010, 21:39:35 »

also ich hatte wochenlang ein sehr! rundes gesicht, das cortison hat mir auf 5 kg auf die hüften geschmissen- wisst ihr was? sch.. drauf sorry für die wortwahl- empfinde ich aber so

was nützt mir wenn ich schlank bin aber krank, nein- ich brauch schokolade als energiequelle-
nur gesund werden ist wicHtig
um mein gewicht oder sonstiges aussehen( na ja friseur war ich schon um narbe etwas zu verdecken) kann ich mich nicht kümmern nur ich allein bin wichtig und das ist gut so

tja aber mit dem loch versteh ich habe keine 3 monate hinter mir und nun hab ich schlechte zeiten..... Unentschlossen
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Jens B
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« Antworten #18 am: 20. Mai 2010, 21:48:40 »

Hallo Enola!

Weißt du was? Ich finde deine Einstellung dufte! "was nützt mir wenn ich schlank bin aber krank"
Nach deinen Sorgen & Problemen …
Sehr selbstbewusst, Kompliment!
Alles, alles Gute.

LG Jens B
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Kat_38
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« Antworten #19 am: 17. Juni 2010, 14:49:13 »

Hallo Zusammen,

ich möchte mich gerade zu diesem Thema SCHWARZES LOCH wieder hier im Forum"zurückmelden". Seit letztem Jahr habe ich mich total rar gemacht bzw. machen müssen wegen meines eigenen schwarzen Loches, in das ich geplumst war und lange, lange Zeit nicht mehr hinauskam.

Vorab möchte ich daher jedem empfehlen, der sich mit einem schwarzen Loch wie auch immer konfrontiert sieht, Hilfe anzunehmen.
Hilfe entweder über Medikamente und/ oder Therapeuten oder was auch immer.
Ich habe das beides erst nicht getan, dann zu spät getan und bin immer tiefer und tiefer in diesem Loch versunken, bis nur eine Zwangseinweisung meinen Fall gebremst hat.

Ich hatte letztes Jahr hier noch über meine depressive Phase nach der erfolgreichen OP berichtet und auch über mein eigenes Unverständnis über diese depressiven Emotionen. Ich habe hier viele wertvolle Tipps erhalten, inbs. zum Thema posttraumatischen Belastungsstörung.

Mein Problem damals bestand u.a. darin, mir selbst einzugestehen, dass ich die Themen "Tod/OP/Erblindung/etc" allein nicht verarbeiten konnte, zumal ich eine zeitlang davon überzeugt war, ich hätte das erfolgreich getan. Ich habe mich stattdessen als totaler Versager gefühlt, weil sich eben nach der OP das neue positive Lebensgefühl noch nicht einmal ansatzweise eingestellt hatte. Das Thema Versagensangst ist bei mir auch ein großes Thema. Dem Verstand war damals durchaus klar, dass ich dankbar sein kann und eigentlich fröhlich durchs Leben hüpfen müsste etc., doch die Gefühlsebene hat damals was ganz anderes empfunden und mich spüren lassen. Die Ebenen waren nicht "matchbar".
 
Im Sommer letzten Jahres habe ich mich dann endlich überwunden, mich "Fremden" anzuvertrauen und um Hilfe zu bitten. Hausarzt, MDK, Neurologe hatten u.a. mittelschwere Depression festgestellt mit Tendenz zur Verschlechterung. Es gab div Anti-Depressiva und weiterhin die sowieso schon dickmachenden Epilepsietabletten. Cymbalta hat mir nach einigen Wochen geholfen, die ich neben anderen Anti-Depr. heute noch nehmen muss.

Eine Gesprächstherapie hatte ich auch erst abglehnt, da die Bereitschaft, Tabletten als Hilfe anzunehmen, für mich schon sehr schwer war. Und dann auch noch einen Therapeuten?! Für mich war das alles schlimm, da ich damals mich ua. als Alleinkämpfer gesehen habe, der keine fremde Hilfe braucht.... Dass das nicht sehr clever war, hat meine Zwangseinweisung in die Psychartrie für eine stationäre Psychotherapie ohne Ausgang exakt drei Tage vor Weihnachten gezeigt.

Nach vielen Wochen folgte dann eine teilstationäre Psychotherapie, bei der ich dann wenigstens abends und über Nacht zu Hause sein durfte.   

Kaum war die abgeschlossen, wurde mir die bereits im Sommer letzten Jahres beantragte Reha-Maßnahme genehmigt, die ich dann umgehend angetreten habe und aus der ich gerade eine gute Woche zurück bin.

Alles in allem war das ein sehr langer Weg.

Mir geht es heute so gut, dass ich mit einer Wiedereingliedung in das Arbeitsleben beginnen kann.  2 Stunden tägl. darf ich arbeiten, erst einmal für die nächsten 2 Monate, dann drei etc..

Ich sehe es heute defintiv so, dass mir sicherlich einiges erspart geblieben wäre, wen ich früher um Hilfe gebeten hätte. Wenn mir klar gewesen wäre, dass das Gefühlchaos kein Anzeichen für Schwäche oder Versagen ist. Und so vieles mehr. Ich kann heute mein neues Leben spüren, empfinde tatsächlich Lebensfreude und nehme Dinge bewusster war. Letztes ist allerdings erst vor c. 4 Wochen eingetreten und kam einfach über Nacht. Als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte. Wie auch immer, ich bin sehr froh darüber.
 Natürlich gibt es noch Dinge, Situation etc, bei denen ich wieder drohe, leicht abzurutschen, doch heute habe ich Hilfsmittel, Methoden an der Hand, um das aktiv zu verhindern. Zudem bin ich weiterhin in ambulanter Psychotherapie.

Mein Fazit und Tipp für Betroffene: Rechtzeitig um Hilfe bitten und annehmen und gemeinsam gestärkt gegen das schwarze Loch vorgehen.

Ich wünsche Euch Kraft und Zuversicht und ganz viel Freude!

Herzlichst Kat
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« Antworten #20 am: 17. Juni 2010, 16:15:33 »

Hallo Kat,

Danke für dein Statement!
Es ist sehr schön, dass du das mal "auf den Punkt bringst"! Denn viele überschätzen sich & ihre Stärke einfach. Sie wollen sich partout nicht eingestehen, dass sie zwar wollen, aber (noch) nicht können!
Da ist es wirklich angebracht, sich professionelle Hilfe zu holen und vor allem anzunehmen!
Wie du schon völlig richtig gesagt hast: "Ich sehe es heute definitiv so, dass mir sicherlich einiges erspart geblieben wäre, wenn ich früher um Hilfe gebeten hätte."
Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem weiteren Weg, bei der Wiedereingliedung!
Des weiteren wünsche ich dir & euch allen, alles Gute & viel Kraft! Vor allen Dingen, dass ihr ganz "ehrlich" zu euch selbst seid und "mit offenen Augen & Ohren, ganz hellhörig, in euch hinein blickt & hinein hört"!

LG Jens B
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« Antworten #21 am: 17. Juni 2010, 20:32:21 »


Hallo Kat,

so wie Du Deine Situation schilderst, stand die Uhr tatsächlich auf 5 vor 12, vor dem großen Knall!
Ich kann mir vorstellen, dass diese Zwangseinweisung in die Psychatrie und die dortige Unterbringung zunächst wiederum einen Schock ausgelöst haben. Jedenfalls schilderte mir das eine Patientin im Wartezimmer meines Neurologen. Aber offensichtlich war es der einzige Weg, Dich vor Schlimmeren zu bewahren. Dass Du verständnisvolle Psychotherapeuten angetroffen hast, ist so selbstverständlich nicht. aber natürlich wunderbar. Du hast also zum richtigen Zeitpunkt  die richtigen Menschen getroffen, die wussten, was zu tun ist. Eine Psychotherapie ist hart - Du hast die Chance genutzt und bist gestärkt hervor gegangen. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du ab jetzt in der seelischen Balance bleibst und während der Wiedereingliederung ebenfalls Unterstützung findest sowie Vorgesetzte und Kollegen mit Verständnis.

Alles erdenklich Gute und vielen Dank für diesen sehr persönlichen, ehrlichen Beitrag!

Bluebird


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« Antworten #22 am: 02. Juli 2010, 22:15:11 »

muss hier auch was dazu sagen
bin ja im grunde genommen sehr positiv musste mir aber in den letzten 4 wochen eingestehen doch nicht stark zu sein und ich habe mir schon hilfe geholt und die gibts bei uns reichlich....

ix mit antidepressiva brauch ich ned
habe regelmäige gespräche bei der krebshilfe- die sind gaaanz toll
und seit ner woche zusätzlich nun ne therapeutin die ausschlisslich mit krebskranken arbeitet- da fühl ich mich gut aufgehoben

es ist ja nur so dass man ne andre blickweise ( input von aussen bekommt und  um die dinge wie sie sind zu akzeptieren.

ich weiss jetzt dass das leben anders weitergeht und ich arbeite dran- nie aufgeben ist das motto! und die guten dinge die einem widerfahren annehmen und auf irgendeine weise wieder zurückzugeben... Smiley
 it`s my life- now or never.... so leb ich grad Grinsend
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Jens B
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« Antworten #23 am: 04. Juli 2010, 23:32:35 »

Hallo Enola,

richtig so, dass du Hilfe geholt und auch angenommen hast!
Es beweist die wahre Stärke, wenn man selbstkritisch bzw. auch total realistisch zu sich selbst ist! Denn nur das bringt einen weiter & sicher ans Ziel!
Dafür wünsche ich dir auch weiterhin viel Kraft & alles Gute, sowie weitere gute Gespräche mit der Krebshilfe und viel Erfolg bei der Therapie. Alles Gute!

LG Jens B

PS: Dein Motto: "nie aufgeben ist das motto" finde ich großartig!
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