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Sella-Meningeom: Op-Erfolg vorhersagenMeningeome im Sella-Bereich können infolge einer Optikus-Kompression zu schleichendem Visusverlust fĂŒhren. Die Erfolgsaussichten einer Operation lassen sich prĂ€operativ abschĂ€tzen.
Ob sich der Visusverlust nach Resektion eines Sella-Meningeoms bessert, lĂ€Ăt sich prĂ€operativ abschĂ€tzen
Heidelberger Neurochirurgen um Dr. Dimitris Zevgaridis analysierten die Daten von 62 Patienten mit einem Meningeom im Supra- und Parasellarbereich. In allen FĂ€llen war Visusverlust das erste Symptom gewesen. Die Meningeome wurden bei allen Patienten mikrochirurgisch entfernt und die Patienten durchschnittlich 5,2 Jahre nachbeobachtet. Zum Operationszeitpunkt waren die Patienten durchschnittlich 54 Jashre alt, die Symptome bestanden im Mittel seit sieben Monaten. Zu ernsten postoperativen Komplikationen kam es bei 6,4% der Patienten. Zwei Patienten starben innerhalb der ersten 30 postoperativen Tage.
Bei 39 Patienten (65%) besserten sich die Sehstörungen, bei elf Patienten (18%) blieben sie unverĂ€ndert, bei zehn Patienten (17%) verschlechterten sie sich. Faktoren, die die Prognose gĂŒnstig beeinflussten waren: Alter unter 54 Jahre, Symptomdauer unter sieben Monate, intakte Arachniodalmembran um den Tumor. Wenn die SehschĂ€rfe prĂ€operativ stark beeintrĂ€chtigt war, wirkte sich dies ungĂŒnstig auf die Prognose aus.
Fazit der Autoren: Mit Hilfe der genannten Parameter lassen sich die Erfolgsaussichten der operativen Entfernung eines Sella-Meningeoms prÀoperativ vorsichtig abschÀtzen."
Quelle: Zevgaridis D et al.: Meningiomas of the sellar region presenting with visual impairment: impact of various prognostic factors on surgical outcome in 62 patients. Acta Neurochir 143 (2001) 471-476