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Hunger und Dürrekatastrophe am Horn von Afrika/Ostafrika

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Autor Thema: Erfahrungen zum Thema Prolaktinom austauschen  (Gelesen 16771 mal)
bina
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« Antworten #30 am: 20. Mai 2008, 11:49:32 »

Hallo an Alle!!

ich habe vor ca. 10 Jahren erfahren das ich eine Prolaktin Überfunktion habe.
Habe jeden Tag 1 Parodel genommen (Dostinex vertrag ich nicht so gut) und das wars.
Weil laut Arzt ist ja das nichts schlimmes haben ja viele. Das Leben war OK.
Aber jetzt ist mein Prolaktin in den Himmel geschossen und habe verdacht auf ein Prolaktinom ( was ich nicht haben will).
Allso ging ich ins Internet und bin hier gelandet. Jetzt ist nichts mehr OK Verlegen
Das was ich so lese und was mein Arzt sagt sind Welten. Jetzt habe ich ein bisschen Panik.
Aber ich habe viele Fragen:

Habt Ihr auch mit den Schilddrüsen Probleme oder mit dem Gewicht???
Was hat das für Auswikungen in euren Leben???

Wünsche Euch alles Gute und schöne Grüße aus Österreich
                                                                                     Bina
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Wünsche Euch alles Liebe Bina
guimauve
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« Antworten #31 am: 25. Mai 2008, 16:13:54 »

Hallo Bina,

Dein Beitrag ist schon wieder ein paar Tage her, aber ich hoffe, du schaust hier wieder rein...

Habt Ihr auch mit den Schilddrüsen Probleme oder mit dem Gewicht

Ich bin schon seit ca. 15 Jahren Schilddrüsenpatientin (Unterfunktion), aber inwieweit das mit dem Prolaktinom zusammenhängt, konnte mir bisher kein Arzt sagen. Auf jeden Fall habe ich seit meiner zweiten Schwangerschaft auch Gewichtsprobleme, die möglicherweise damit zusammenhängen.Mein behandelnder Arzt sagte allerdings, dass gerade das Gewicht sehr sensibel auf allerhand Veränderungen des Körpers und des Lebensumfelds reagiert.

Ob nun zuerst das Prolaktinom, die Schilddrüsenfunktionsstörung, die gewichtsschwankung oder eine sonstige hormonelle oder andere Veränderung zugrunde liegt, kann man eigentlich nicht sagen. Ein bisschen wie die Frage nach der Henne und dem Ei...

Liebe Grüße,

Monique
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Janner
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« Antworten #32 am: 04. Juni 2008, 19:22:53 »

Hallo,
eigentlich schreibe ich bei den "Meningeomen"; vielleicht kann mein langer Irrweg bei der Diagnose des Tumors jemandem helfen, diesen Prozess zu verkürzen.
Mein "Makroadenom oder Prolaktinom" wurde 1995 beim Gynäkologen wegen erhöhter Prolaktinwerte und nach MRT festgestellt. Mit der Einnahme von Pravidel waren die Werte normal bis niedrig, der Tumor wuchs kaum, wurde aber auch nicht kleiner.  Erst 2001 suchte ich einen Endokrinologen auf, der sofort befand, dass dieser Tumor niemals ein Prolaktinom sein könne, denn die Werte wären sonst am Anfang ungefähr 10x so hoch gewesen und der Tumor wäre nach jahrelanger Einnahme von Pravidel geschrumpft.Er verschrieb mir das besser verträgliche Dostinex und empfahl mir, die Mrt-Bilder von einem bekannten Neurochirurgen beurteilen zu lassen.Dieser vermutete dann, dass es sich bei dem vermeintlichen "Prolaktinom" um ein Meningeom handeln könne, was sich 2007 bei einer Teil-OP auch bestätigte!
Die erhöhten Prolaktinwerte wurden vermutlich dadurch verursacht, dass der Tumor auf das Steuerungshormon (PIF) für die Prolaktinausschüttung gedrückt hatte.Nach der Teil-OP waren die Prolaktinwerte ohne Medikamente im Normbereich!

Außerdem stellte der Endokrinologe beim Ultaschall Schilddrüsenknoten fest,  die sich bei zwei aufeinander folgenden Operationen als bösartig erwiesen, was die komplette Entfernung der Schilddrüse und mehrere  Radio-Jod-Therapien zur Folge hatte.

Gewichtsprobleme hatte ich besonders im Zusammenhang mit mehreren Hormonbehandlungen, z.B. wegen Ausbleibens der Monatsblutung und Sterilität.

Gruß  Janner
Ich
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minou
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« Antworten #33 am: 09. August 2008, 11:44:24 »

Hallo Ihr,
dies ist mein erster beitrag hier

Bei mir wurden nun endlich Untersuchungen eingeleitet und es wurde ein Adenom
an der Hypophyse über MRT festgestellt.
Zur Vorgeschichte
ich litt schon länger an starken Haarwuchs und anderseits Haarausfall am Kopf
habe starke Stimmungsschwankungen und häufig Depressionen,
die Monatsbluntung war auch sehr unregelmässig und bin quasi chronisch müde.
Mein Frauenarzt verschrieb mir damals diane 35 nachdem die Blutabnahme eine Adrogenisierung bestätigte. Das war vor ca. 3-4 jahren.
Eine Besserung trat nicht ein. Im gegenteil.
Ich war wieder beim Frauenarzt wegen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
und die Antwort war lediglich "dann sollten sie sanfter sein".
Nun vor 3 Monaten hab ich entdeckt dass Flüssigkeit aus meiner Brust kommt.
Bei der Blutentnahme wurde ein erhöhter "adrogen"- wert und ein extrem hoher Prolaktin wert festgestellt ( der soll wohl im normal Fall bei max. 325 liegen und bei mir liegt er bei 863 ) . Mein frauenarzt fragte mich nur über möglichen stress aus (der nicht vorhanden war) und sonst geschah nichts. Bin selbst zu einem anderen allgemein Mediziner gegangen, der mich zu einem Radiologen schickte.
Und hier wurde nun ein mirkoAdenom an der hypophyse festgestellt (3,3 mm) .
Ich habe schon vieles über die Medikamente gelesen und muss gestehen,
dass ich mich mehr über die Nebenwirkungen der Medikamente fürchte als über eine OP. Ich habe eh schon immer einen sehr niedrigen Blutdruck,
leide eh schon häufig an depressive Verstimmungen bzw. Depressionen und daher ist mir eine OP fast schon lieber als jahrelang Medikamente einzunehmen.
Zudem beginnt in einem Monat mein Diplom und würde daher lieber meinen Kopf
dafür "frei" haben. Nun würde ich gern erfahren, ob es hier leute gibt,
die eine OP wegen eines mikro-prolaktinom hatten ? Natürlich weiss ich dass eine OP immer aufwendiger und riskanter als Medikamente sind, aber lieg ich da falsch wenn ich mir vorstelle, dass mit einer OP die ganze "geschichte" vorbei ist ?!
« Letzte Änderung: 09. August 2008, 11:46:49 von minou » Gespeichert
Jo
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Ich wünsche uns allen viel Kraft!


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« Antworten #34 am: 09. August 2008, 12:37:07 »

Hallo,
nur wenige Patientin mit Tumoren im Hypophysenbereich haben nach einer Op gleich
"normale" Werte und müssen nie mehr mit Tabletten behandelt werden.

Informier dich erst mal ausführlich.
Ich wiederhole mich, wie weiter oben:
Such dir einen guten Endokrinologen,
 z.B. über das Netz für Hypophysen und Nebennierenerkrankungen "Glandula" .
Ein guter Arzt kann die Risiken und die Vorteile einer Op speziell in deinem Fall und auf deinen Tumor bezogen nennen.
Lieben Gruß, Jo
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Seien wir realistisch und versuchen wir das Unmögliche!
coco
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« Antworten #35 am: 11. August 2008, 17:42:17 »

Hallo.

Habe im Forum schon ein bißchen mitgelesen.

Weil ich einen sehr hohen Prolaktinwert habe, einen unregelmässigen Zyklus und seit ein paar Wochen Milch aus meiner Brust kommt, hatte ich letzten Freitag auch einen Termin zum MRT.

Bei der Besprechung gleich nach den Aufnahmen, meinte der Raiologe, dass an der Hypophyse etwas zu sehen sei, es könnte ein Mikroadenom sein, aber er will sich da nicht zu 100 Prozent festlegen.
OK, er wusste nicht, wie hoch meine Prolaktinwerte sind und kannte auch meine Beschwerden nicht! Aber ist das normal, dass der Radiologe nicht mit Sicherheit sagen kann, ob Prolaktinom oder nicht?

PS: Habt ihr auch mit ständiger Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit zu kämpfen?

Liebe Grüsse

Tocomok
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Ciconia
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Am Ende ist alles gut-sonst ist es nicht zuende!


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« Antworten #36 am: 12. August 2008, 13:06:17 »

Zitat
Bei der Besprechung gleich nach den Aufnahmen, meinte der Raiologe, dass an der Hypophyse etwas zu sehen sei, es könnte ein Mikroadenom sein, aber er will sich da nicht zu 100 Prozent festlegen.

Oft können Neurochirurgen die Bilder besser auswerten, besonders, wenn der Tumor sehr klein ist.
Laß dir die Bilder (CD) geben und mach einen Termin in einer Neurochirurgie in einer UNI.
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ramsli16
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« Antworten #37 am: 06. November 2008, 21:31:06 »

Hallo an alle!

Ich hoffe hier wird noch mitgelesen?

Ich, w, 31, aus Österreich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, aber sehr froh endlich etwas mehr über dieses "Ding" zu erfahren...

Ich habe Fragen zu den Symptomen.  Könnt ihr mir mehr dazu sagen? Wer hat Erfahrung mit den folgenden :

ich selber leide an Zyklusstörungen, einseitigen extrem argen Kopfschmerzattacken, starker Gerwichtszunahme in den letzten Monaten(trotz ganz normalem Lebensstil) Schwitzen, fettiger Haut und Wimmerln(Pickel), meine Finger sind dick geworden und mein Gesicht schaut aus wie Vollmond. Dafür habe ich aber keinerlei Sekretausfluss aus der Brust. Huch
Danke für eure Meldungen!

Gruß aus Wien
Verena
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Anja
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« Antworten #38 am: 24. August 2009, 14:22:17 »

Hallo zusammen,ich habe auch seit drei Jahren die Diagnose Makroprolaktinom (2cm).
Festgestellt durch ständige starke Kopfschmerzen und Milchfluss ohne schwanger zu sein.
Ich bekam auch fast 2Jahre Dostinex und litt dadurch an Depressionen,hatte immer das Gefühl nicht gut genug zu sein,fing an zu heulen ohne das ich wusste warum.
Ich hatte eine wahrscheinlichkeit von 30 prozent jemals schwanger zu werden.mittlerweile habe ich einen 4monate alten sohn der top fit ist.nun sagen die ärzte ich sollte mir keine hoffnungen auf ein Geschwisterchen machen.bekomme aber zur zeit kein dostinex aber L-Thyroxin für die Schildrüse.
Zur Zeit bin ich chronisch müde und leide unter starkem Haarausfall,weiß jemand ob das mit dem Prolaktinom zusammen hängt?

lg Anja
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Geweint wird wenn der kopf ab ist...
Sunbow
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« Antworten #39 am: 28. April 2010, 21:08:15 »

Hallo zusammen,
ich bin 18 jahre alt und bei mir wurde, als ich 15 wurde bei mir ein Makroprolaktinom festgestellt. Dieses war bereits 3,4cm groß und drückte auf meine Sehnerven ich hatte desswegen auch schon Gesichtsfeldausfälle. Doch beunruhigt war ich deshalb nicht.
 
Ich fand es nur seltsam, dass ich noch nie meine Regel hatte und habe deswegen meine ersten Besuch bei der Frauenärztin unternommen. Es erschien mir wirklich sehr wichtig, dass ich dorthin gehe und habe so eine Art Drang verspürt. Seltsam eigentlich.. Aber als dann bei der Frauenärtzin rauskam, dass meine Gebärmutter und meine Eierstöcke sehr klein waren, so wie ungefähr bei einem Kind, dessen Regel noch lange nicht einsetzt.
Deshalb wurde mit Blut abgenommen um meinen Prolaktinwert zu untersuchen.

Ich bin meiner Frauenärztin deshalb soo dankbar, dass sie so schnell geschalten hat!!!

Nun ja, als das Ergebnis einige Tage später kam, brach für mich eine Welt zusammen.
Ich hatte einen Prolaktinwert von 990. Seeehr hoch und ließ laut meiner Frauenärztin auf ein Prolaktinom schließen.

Gleich am nächsten Tag bekam ich einen Termin beim Kernspinn und dann habe ich das "Ding" gesehen.

Nun ja meine schrecklichsten Sommerferien meines Lebens bestanden nur aus Arztbesuchen, wo man mir sagte, dass ich vermutlich im Laufe der nächsten Monate vermutlich erblindet oder der Tumor durchgebrochen wäre, wahrscheinlich wäre ich gestorben.

All das konnte verhindert werden, weil ich ein sehr schlechtes Gefühl hatte und unbedingt zum Frauenarzt wollte.

Mein Tumor wurde als ich 15 war mit dem Medikament Cabergolin behandelt, dieses habe ich jedoch überhaupt nicht vertragen und musste mit sehr starken Kopfschmerzen, Kopfschmerzattacken, Müdikeit, Gewichtszunahme.. leiden. Am schlimmsten waren die Kopfschmerzen. Ich hatte IMMER Kopfschmerzen. Morgens, mittags, abends.
Schule war sehr schwer für mich, da ich meinen Klassenkameraden eigentlich noch nichts erzählen wollte.

Doch was ich gerade in dieser Anfangszeit gelernt habe ist dieses Sprichwort: "Wahre Freunde zeigen sich in Zeiten der Not!" Bei mir stimmt das. Meine "beste" Freundin hat sich monatelang nicht gemeldet und hat nie nach dem Tumor gefragt oder ob eine Besserung eingetreten ist. Eine anderere Freundin jedoch hat jeden Abend nach einem Arzttermin bei mir angerufen, was rauskam? wie es mir geht? Sogar ihre Eltern haben sich Sorgen um mich gemacht. Bekannte kamen immer wieder und haben nette Glückskarten gebracht und haben mich dadurch auch aufgebaut.

Vor allem hat mir mein Hund geholfen!! Ich habe ihn zu dieser Zeit bekommen und liebe ihn sehr.

Jetzt sind fast 3 Jahre vergangen und ich habe alle Medikamente ausprobiert und nicht vertragen. Bei fast allen war dieser ständige Kopfschmerz und Übelkeit. Fast einderthalb Jahre habe ich Norprolac genommen (das hatte ich am besten vertragen), doch als ich auch während der Medikation keine Tage mehr bekam (fast 6 Monate) setzte ich meine Medikamente aus.
Ich war für ein paar Monate beschwerdefrei und konnte endlich wieder ein normales Leben führen. Vokabellernen ohne Kopfschmerzen, Einkaufen ohne Kopfschmerzen. Ich habe mich endlich wieder normal gefühlt!!

Doch bei der nächsten Prolaktinuntersuchung kam raus, dass mein Prolatik bei 1300 liegt. Zu hoch!
Norprolac wollte ich nicht mehr nehmen und so wollte ich nun doch operiert werdem, was jedoch auch blöd war, da der Tumor zum Teil in der Hypophyse war.

Gott sei Dank, habe ich nun Dostinex entdeckt.
Zwar war der Anfang schwer, da ich minutenlange Kopfschmerzattacken hatte (auf Skala von 1-10 war das 8-9) , doch jetzt fühle ich mich recht wohl. Ich habe meine Tage und mein Prolaktinwert ist auf 30 gesunken. Das Kopfweh ist zwar noch manchmal da, aber es macht mich nicht mehr so fertig.

Ich weiß nur, dass ich durch diese Krankheit die Welt mit anderen Augen sehe. Das Leben kann sich so schnell ändern.
Doch ich hätte diese Zeit niemals ohne die Hilfe meiner Eltern, meiner Familie, meiner Freunde und natürlich meinem Hund geschafft.

Ich denke, dass ich es auch meinem Ergeiz verdanke, dass ich jetzt nicht in der Psychatrie bin, sondern in der 12.ten Klasse auf dem Gymnasium und im nächsten Jahr mein Abi machen werde.

Hoffentlich ohne Kopfschmerzen!!

liebe Grüße Sunbow
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« Antworten #40 am: 03. Mai 2010, 17:47:39 »

Hallo Sunbow!

Bin gerade zufällig auf deinen Bericht gestossen.
Ich finde es ganz, ganz toll wie du das meisterst.
Und das mit den Freunden stimmt, obwohl es oft sehr traurig ist.

Was ich dir eigentlich sagen wollte.
Mach weiter so und geniesse dein Leben.

Ich selbst könnte deine Mutter sein und habe eine Tochter mit 14 Jahren.
Bei mir wurde im Dez. 2009 ein hormoninaktives Mirkroadenom (9mm) festgestellt und
dagegen wird leider nichts unternommen.
Mein Zustand ist alles andere als angenehm, aber wie gesagt.
Die Ärzte wollen vorerst nur beobachten.

Also, alles Liebe und Gute.
Sabine
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Diagnose Cushing, durch Hypophysentumor,  OP Februar 2012.
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« Antworten #41 am: 04. Mai 2010, 21:36:27 »

Hallo Biene,

hast Du denn Beschwerden?
Mich hat es am Anfang auch nervös gemacht, nichts zu unternehmen, aber inzwischen bin ich froh darüber, da ja bei hormoninaktiven Tumoren medikamentös nichts zu machen ist und eine Op schon mit Risiken verbunden ist, wenn auch nicht so großen. Trotzdem verzichte ich lieber solange wie möglich darauf, vllt doch zu den wenigen Prozent zu gehören, bei denen nicht alles so klappt wie es soll. Das ist natürlich leicht gesagt, da ich fast gar keine Beschwerden habe, ist das bei Dir anders?

LG
Stella
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« Antworten #42 am: 05. Mai 2010, 17:21:39 »

Hallo Stella67!

Ich kämpfe ja schon seit 5 Jahren mit etlichen Symptomen und war schon alles untersuchen.
Durch Zufall kam dann im Dezember raus, das ich einen Hypophysentumor habe.
Meine Beschwerden sind Haarausfall, Sehverschlecherung und immer tränende, juckende Augen, Gewichtszunahme (18Kilo/6Mon.), Herzrasen, Bluthochdruck, Verspannungen, Gliederschmerzen, Krämpfe, Bindegewebsschwäche, Kopfschmerzen, extreme Augenringe und Schwellungen,...und...und...
Will garnicht weiter machen.
Mein Adenom ist 9mm groß und soll wie gesagt nur beobachtet werden.

Fühle mich täglich krank und schwach.
Die Psychoschiene hab ich auch schon einige Male hinter mir, also was noch?
Es wurde wirklich alles untersucht und kein Arzt weiß mehr weiter.
Ich versteh nur nicht, warum geht keiner auf die Hypophyse ein.
Mein HNO Arzt meinte nur, es gibt Menschen die schon in der Norm krank sind und man solle doch was machen.
In der Münchner Klinik wo ich war, wollen sie aber bei dieser Größe nicht operieren.
Langsam hab ich echt Angst.

Wie groß ist den dein Tumor und wo hast du dich behandeln lassen?
Wie haben sie ihn entdeckt, wenn du keine Beschwerden hast?

LG Sabine
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Diagnose Cushing, durch Hypophysentumor,  OP Februar 2012.
Stella67
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« Antworten #43 am: 05. Mai 2010, 21:56:50 »

Hallo Biene,

ich hab wie viele Betroffene eine längere Ärztereise hinter mir mit diversen Fehldiagnosen und kann danach mit einiger Sicherheit sagen, dass ein Endokrinologe der "richtige" Facharzt ist. Wahrscheinlich warst Du da schon, da Du ja weißt, dass es ein hormoninaktiver Tumor ist. Beim Endokrinologen wird jedenfalls ein Hypophysenstimulationstest gemacht, mit dem man genau feststellen kann, welche Hormonfunktionen ggf. beeinträchtigt sind. Da verschiedene Hormonachsen betroffen sein können, kann der Tumor ja zu den verschiedensten Symptomen führen (ob Deine alle dazu gehören können, weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau).
Ich war in einer größeren endokrinologischen Praxis in Frankfurt und mit Diagnose und Beratung sehr zufrieden, aber es gibt glaub ich auch spezielle endokrinologische Zentren an mehreren Uni-Kliniken. Wenn Du nicht sicher bist, dass die Hypophysenfunktionen bei Dir sicher geklärt sind, würde ich Dir das für die nächste Untersuchung und/oder als Zweitmeinung empfehlen (wenn Du da nicht sowieso schon warst), wobei es insofern nicht so eilig ist, als Hypophysentumore typischerweise nicht schnell wachsen (meiner seit seiner Entdeckung vor knapp 2 Jahren gar nicht).

Außerdem hab ich meine Befunde und MRT-Bilder an Dr. Flitsch im UKE Hamburg geschickt und von ihm eine sehr gute telefonische Beratung bekommen. Von ihm würde ich mich wegen seiner Spezialisierung auf Hypophysentumore bei Bedarf auch operieren lassen, obwohl es für mich weit weg ist. Obwohl er als Neurochirurg von Berufs wegen sicherlich gern operiert und mein Tumor 18x19 mm groß ist, hat er mich nicht zu einer Op gedrängt, er würde sie aber auch machen, wenn ich das wollte.
Entdeckt wurde mein Tumor übrigens, weil nach ausbleibender Regel der Hormontest einen leicht erhöhten Prolaktinwert ergeben hat und deshalb ein MRT gemacht wurde - eigentlich sollte nur ausgeschlossen werden, dass es sich um ein Prolaktinom handelt. Letztlich hat sich herausgestellt, dass die Prolaktinausschüttung wegen des Drucks des Tumors auf den Hypophysenstiel erhöht ist.

Sehverschlechterungen können schon von dem Tumor kommen, je nachdem, wie er liegt. Was sagt Dein Augenarzt dazu? (ich weiß, dass es schwierig ist, überhaupt einen Termin zu bekommen und vollständig untersucht zu werden, wohl wegen der niedrigen Gebühren). Bei mir ist die Sehnervkreuzung durch den Tumor leicht verschoben, aber das hat sich bisher nicht auf die Sehfähigkeit ausgewirkt. Aber soweit ich weiß, sollen alle Betroffenen regelmäßig Gesichtsfeld und Sehkraft kontrollieren lassen.

Mit einer Tumorgröße von 9 mm bist Du ja schon an der Grenze vom Mikro- zum Makroadenom. Da wird es schon Ärzte geben, die operieren würden. Soweit ich weiß, ist aber nicht die Größe entscheidend, sondern eben die Auswirkungen, deswegen sind meiner Meinung nach die Einschätzungen des Endokrinologen und Augenarztes wichtig. Wäre ja auch blöd, sich operieren zu lassen, wenn die Symptome gar nicht diese Ursache haben  - schließlich können die Hypophysenfunktionen auch durch die Op beschädigt werden.

Ich weiß ja nicht, welche Infos Du ggf. schon hast, aber mir hat es sehr geholfen, mich im internet zu informieren. Sonst hätte ich bei den Ärzten nicht gezielt fragen können. Bei Glandula findet man in der Broschüre und im Forum sehr viel. Ansonsten vertraue ich schon den Ärzten, aber viele von ihnen wissen einfach zu wenig darüber, weil es wohl selten vorkommt, und das merkt man ja erst, wenn man an einen gerät, der besser Bescheid weiß und es einem auch erklärt. Insofern ist es für meinen Geschmack schon sinnvoll, verschiedene Meinungen einzuholen, auch wenn es einen erst einmal verunsichert, wenn man dann völlig unterschiedliche Einschätzungen bekommt. Letztlich muss man dann selbst entscheiden, was einen anhand der gegebenen Begründungen am ehesten überzeugt.

Die psychische Belastung durch die Diagnose selbst ist übrigens auch nicht zu unterschätzen. Aber wie Du siehst, wird man mit zunehmender Dauer entspannter.

Sorry für den langen Text. Wenn Du Lust hast, berichte doch auch mal näheres.

LG
Stella

 
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« Antworten #44 am: 06. Mai 2010, 17:17:00 »

Hallo Stella!

Danke für deine lange und ausführliche Antwort.

Mein Tumor wurde ja nur durch Zufall auf die Aussage meines Heilpraktikers diagnostiziert.
Ich saß im November bei ihm und er war schockiert, über meine Gewichtszunahme.
Dann äußerte er nur, ich würde aussehen wie ein CUSHING und da wars dann bei mir geschehen.
Seit Jahren sag ich zu meiner Ärztin, ich will ein MRT des Schädels weil ich das Gefühl hab, ich hab da was. Seit Jahren weißt sie mich ab.
Naja, kam dann zufällig zu einen Vertreterarzt, der mich auch schon Jahre kennt und schilderte ihm.
Er sagte schon, es wäre eigenartig die ganzen Symptome und für ihn war eine Überweisung kein Problem. Er machte aber dann schon mal ihm vorhinein, 24 Std.-Urin und die spez. Blutwerte dazu.

O.K. und dann eben die Diagnose.

Daraufhin all die Entschuldigungen meiner Ärztin und ich solle mich halt spez. in Erlangen oder der Münchner Klinik für Hypophysengeschichten vorstellen.
War ja dann in München, da für mich näher.

Dort wurde dann erst mal alles aufgenommen und wieder die Blutwerte und 24 Std.-Urin sowie der Dexatest gemacht.
Man stellte dann fest das er hormoninaktiv wäre, ich aber unter sehr starken Eisen- und Vit. D Mangel leide.
Unter anderen wäre der Östrogenspiegel sehr niedrig.
Therapie wäre, Beobachtung und Untersuchung der Hypophyse 1/2 jährlich und Einnahme Vit. D und Eisen.
OP vorerst nicht.
Ansonsten Ernährungsberatung weil ich zu dick wäre und ein spez. Diabetes Test.
Denn mach ich jetzt nächste Woche.
Gewichtsabnahme hab ich erst 4 Kilo seit Dezember.
Es geht einfach nichts runter.

Bei der Augenärtzin war vorerst ja auch alles in Ordnung , obwohl ich massive Augenprobleme habe.
Die Sella ist ein wenig angehoben und der Hypostiel wird leicht verdrängt, aber das bewirkt angeblich nichts.

Weiß echt nicht, was ich von all dem halten soll.

Bezgl. Ärzte hört man ja von dem Doc in Hamburg sehr gute Sachen.
Mir wurde eben auch Erlangen empfohlen wegen der Nähe.

Bei dem Arzt in München wo ich war, der wirkt eben auch in der GLANDULA Zeitung mit.
Er empfahl mir auch das Forum.

Wie du schon sagst die Psyche spielt da schon auch eine Rolle.
Aber was ich festgestellt habe, die meisten Ärzte wissen leider zu wenig vom Hypo-Tumor.

Wollte letzte Woche zum Plasmaspenden und der Arzt der mich aufnahm war total überfordert und schickte mich nachhause.
Er wolle ein Attest aus München, das belegt, das man das darf sonst geht garnichts.

So nun muß ich mir langsam wieder Gedanken machen und einen Termin fürs nächste MRT ausmachen.
Hab aber irgendwie keine Lust dazu.

Bis vielleicht bald.

LG Sabine







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Diagnose Cushing, durch Hypophysentumor,  OP Februar 2012.
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